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Tinnitus-Retraining-Therapie gegen Ohrrauschen

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Tinnitus-Retraining-Therapie gegen Ohrrauschen

31.05.2013, 16:28 Uhr | me (CF)

Die Tinnitus-Retraining-Therapie gehört zu den wissenschaftlich anerkannten Therapiemaßnahmen bei einem chronischen Tinnitus. Ziel ist dabei nicht die Heilung, sondern das Verdrängen des Ohrrauschens aus dem Bewusstsein. Hierfür werden verschiedene Tinnitus-Therapien miteinander kombiniert; auch spezielle Hörgeräte können zum Einsatz kommen.

Tinnitus-Retraining-Therapie: Wirksame Kombination

Die Tinnitus-Retraining-Therapie wird von vielen Experten zur Behandlung von dauerhaften Ohrgeräuschen empfohlen. So beispielsweise von der Berliner Charité und dem Tinnituszentrum des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE). Die Therapie basiert auf vier Säulen: An erster Stelle steht die umfassende Aufklärung über die Ursachen des Tinnitus sowie eine eingehende Beratung, das sogenannte Counseling. Als zweite Säule steht den Patienten während der Therapie stets eine psychologische Betreuung zur Seite. Als Drittes gilt es, Entspannungstechniken zu erlernen, und schließlich können zusätzlich technische Hilfsmittel wie Hörgeräte zur Verfügung gestellt werden. (Kann Akupunktur gegen Tinnitus helfen?)

Umfassende Beratung und Betreuung

Der vielleicht wichtigste Teil der Tinnitus-Retraining-Therapie ist eine umfassende Beratung des Patienten. Das sogenannte Tinnitus-Counseling soll den Patienten zunächst erklären, wie die Ohrgeräusche überhaupt entstanden sind. Allein dieses Wissen ist laut der Berliner Charité für sie ein erster Schritt, ihre gesundheitliche Situation zu bewerten und ihren Ängsten vor einem Leben mit den Phantomtönen selbstbewusst entgegenzutreten. Gleichzeitig werden Betroffene darüber aufgeklärt, warum der Tinnitus in bestimmten Situationen verstärkt auftritt. Mit dem Counseling wird also die Grundlage geschaffen, auf der die Tinnitus-Retraining-Therapie aufbauen kann. (Diagnose von Tinnitus: Akute oder chronische Ohrgeräusche)

lifestyle.t-online.de: Mit dem Pfeifen im Ohr leben: Was hilft bei Tinnitus?

Bewältigungstraining und Entspannungstechniken

Das Bewältigungstraining sieht das Erlernen psychologischer Techniken vor, die Betroffenen dabei helfen, mit dem Tinnitus umzugehen, so das Tinnituszentrum des UKE. Es ist entsprechend nicht das Ziel, die Ohrgeräusche zu beseitigen, sondern diese zu akzeptieren, um sie als weniger störend zu empfinden. Nach und nach soll der Tinnitus nicht mehr den Alltag bestimmen und die Lebensqualität zunehmen.

Entspannungstechniken unterstützen dieses Vorhaben. Sie sollen Patienten dazu befähigen, bewusst gegen die Ohrgeräusche vorzugehen. Und zwar in denjenigen Situationen, in denen diese besonders hervortreten. Die Übungen lenken entweder von den Geräuschen ab und lassen sie in den Hintergrund treten. Oder aber sie eignen sich in Stresssituationen zur bewussten Entspannung bestimmter Muskelpartien, die beispielsweise bei Überforderung verkrampfen. Möglich ist ein solches Entspannungstraining beispielsweise mit einer Biofeedback-Therapie, die individuell aufzeigt, welche Muskelpartien betroffen sind.

Allein indem die Patienten lernen, dass sie den Tinnitus aktiv beeinflussen können, gelingt es vielen, die Ohrgeräusche als weniger störend zu empfinden. (Tinnitus: Welche Ursachen haben die Ohrgeräusche?)

Hörgeräte gegen Tinnitus

Je nach Verfassung des Patienten können auch spezielle Hörgeräte die Tinnitus-Retraining-Therapie unterstützen: Sie erzeugen beispielsweise ein leises Hintergrundrauschen, um Momente der Stille zu vermeiden, die von vielen Tinnitus-Patienten als unangenehm empfunden werden, weil sie dann mit ihren Phantomtönen "allein" sind.

Die Ohrgeräusche sollen jedoch nicht überdeckt werden. Laut der Berliner Charité ist wichtig, dass der Tinnitus trotz Hörgerät wahrnehmbar bleibt, weil es nur so möglich ist, sich an diesen zu gewöhnen, was schließlich das Hauptziel der Tinnitus-Retraining-Therapie darstellt. (Chronischen Tinnitus behandeln: Überhören lernen)

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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