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Hörsturz-Diagnose durch Ausschlussverfahren

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Hörsturz-Diagnose durch Ausschlussverfahren

07.06.2013, 09:53 Uhr | fs (CF)

Wenn ganz unvermittelt das Hörvermögen nachlässt, fürchten viele die Diagnose Hörsturz. Weil eine frühe Behandlung die Genesung begünstigt, sollten Betroffene möglichst bald einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Dieser kann dann im Ausschlussverfahren abklären, ob tatsächlich ein Hörsturz vorliegt oder aber andere Ursachen dahinterstecken.

Hörsturz-Symptome können viele Ursachen haben

Zu den typischen Symptomen eines Hörsturzes gehören unter anderem eine Minderung des Hörvermögens auf zumeist einem Ohr, Schwindelgefühle, Ohrgeräusche (Tinnitus) oder auch ein Druckgefühl im Ohr, als befände sich Watte im Ohr. Wie die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkunde der Uniklinik Köln auf ihrer Website berichtet, muss die Diagnose dann aber nicht zwingend Hörsturz lauten. Die Symptome sind zu unspezifisch, sodass die Diagnose Hörsturz erst gestellt werden kann, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen worden sind.

Hörsturz-Diagnose: Andere Ursachen ausschließen

Zunächst wird ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt in einem Diagnose-Gespräch die Symptome erörtern und in Erfahrung bringen, seit wann diese auftreten und ob vielleicht Vorerkrankungen vorliegen. Anschließend folgt dann eine genauere Untersuchung des Ohrs, um auszuschließen, dass eine Störung des Schallleiters das verminderte Hörvermögen verursacht. Dies könnte beispielsweise ein harmloser Ohrenschmalzpfropfen sein, der sich etwa durch eine Spülung entfernen lässt. (Hörsturz: Ursache nicht immer eindeutig)

lifestyle.t-online.de: Hörsturz: So tückisch ist der Infarkt im Ohr

Diagnose mit Stimmgabeltest und Audiogramm

Liegt hier keine Beeinträchtigung vor, kann ein Stimmgabeltest die Diagnose präzisieren. Die angeschlagene Stimmgabel wird auf dem Scheitel platziert und überträgt die Schwingungen über die Knochen. Nimmt der Patient den Ton auf dem gesunden Ohr lauter wahr, kann dies ein weiteres Anzeichen für einen Hörsturz sein, so der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte auf seiner Internetseite "hno-aerzte-im-netz.de". In diesem Fall liegt das Problem im Innenohr und es sind wahrscheinlich Nerven oder Gehirn betroffen.

Als Nächstes folgt ein Audiogramm, das vielen als Hörtest bekannt ist: Mit Kopfhörern auf den Ohren muss bestimmt werden, ab welcher Lautstärke ein Ton hörbar ist. So kann der HNO-Arzt die Hörprobleme bei unterschiedlichen Frequenzen ermitteln und bei der Diagnose Hörsturz dessen Form und Schwere bestimmen. (Hörsturz: Symptome und Verlauf)

Mit einer Blutprobe Entzündungen ausschließen

Liegen ausreichend Anhaltspunkte für die Diagnose Hörsturz vor, müssen dennoch weitere Ursachen ausgeschlossen werden. So können beispielsweise Entzündungen – etwa der Ohrtrompete – vorliegen, oder aber eine Herpesinfektion am Ohr, ein gutartiger Tumor oder sogar Multiple Sklerose, so der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte weiter. Es kann entsprechend eine Kernspintomografie erfolgen.

Anhand einer Blutprobe können beispielsweise Entzündungen nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Auch zu niedriger Blutdruck kann Hörstörungen verursachen. Eine Ultraschalluntersuchung kann Aufschluss darüber geben, ob etwa eine Halsschlagader verengt ist.

Können im Verlauf der Untersuchungen alle anderen möglichen Ursachen für die Hörstörung ausgeschlossen werden, wird die Diagnose höchstwahrscheinlich Hörsturz lauten und der HNO-Arzt wird eine entsprechende Behandlung einleiten. (Hörsturz behandeln: Was tun bei einem Ohrinfarkt)

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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