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Fettleber: Nicht alkoholische Fettleber ist Volkskrankheit

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Fettleber  

So mästen wir unsere Leber

04.12.2013, 16:17 Uhr | vdb

Fettleber: Nicht alkoholische Fettleber ist Volkskrankheit. Fettleber begünstig Krebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Bluterguss in der Leber löst Übelkeit und Schmerzen aus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Fettleber wird immer mehr zur Volkskrankheit. Dabei ist in den meisten Fällen nicht zu viel Alkohol die Ursache. Vielmehr ist die nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) die Folge des falschen Lebensstils, schreibt Autor und Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm. In seinem Buch "Menschenstopfleber. Die verharmloste Volkskrankheit Fettleber" erklärt er, woher die Krankheit kommt und welche risikoreichen Folgeerkrankungen unterschätzt werden.

Volkskrankheit nicht alkoholische Fettleber

Die NAFLD breite sich immer weiter aus und werde dabei verharmlost, schreibt Worm. Schätzungsweise tragen 70 Prozent der Übergewichtigen eine Fettleber mit sich rum, unter den Typ-2-Diabetikern seien es sogar rund 90 Prozent, so der Autor. Besonders alarmierend: Auch 34 bis 40 Prozent aller adipösen Kinder haben eine verfettete Leber. Dabei leidet das Organ meist stumm und sein schlechter Zustand wird oftmals erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Die Symptome sind unspezifisch, darunter Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schmerzen im rechten Oberbauch.

Ultraschall offenbart erst dritten Verfettungsgrad

Ein weiteres Problem: Um die Leber zu untersuchen, macht der Arzt meist eine Ultraschall-Untersuchung. Bei der Sonografie kann man jedoch die Verfettung erst ab dem dritten Grad erkennen. Alternativ lässt sich anhand von Körpermaßen und Blutwerten die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Fettleber berechnen. Sicherer ist eine Leberbiopsie, doch hier bestehen die üblichen Risiken eines invasiven Eingriffs. Weitere Verfahren sind das CT, MRT und MRS. Doch diese Verfahren sind teuer und spielen in im medizinischen Alltag bei Leberuntersuchungen eher eine untergeordnete Rolle.

Stummes Leiden, fatale Folgen

So schleichend und schwach die Symptome sind, so fatal können die Folgen sein. Die NAFLD steht im direkten Zusammenhang mit den häufigsten Todesursachen in unserer Gesellschaft, schreibt Nicolai Worm in seinem Buch. So drohe bei einer NAFLD schon in jungen Jahren ein Herzinfarkt und auch eine chronische Nierenerkrankung werde wahrscheinlicher. Bei 10 bis 20 Prozent der Betroffenen entwickelt sich aus der Fettleber eine entzündete Leber. Dann spricht man von einer nichtalkoholischen Fettleberhepatitis. Zudem kann eine Fibrose entstehen, bei der das Lebergewebe abgebaut und durch nutzloses Bindegewebe ersetzt wird. Auch steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Leberkarzinom zu entwickeln.

Autor: Kohlenhydrate sind Hauptursache

Fettiges Essen an sich betrachtet der Autor aber nicht als Hauptursache der verfetteten Leber. Viel mehr seien es Kohlenhydrate aus der Nahrung, die der Leber schaden. Worm ist der Ansicht, dass die meisten Menschen zwar viel Brot, Nudeln und Reis zu sich nehmen, sich dabei aber viel zu wenig bewegen. Kohlenhydrate in größeren Mengen seien nur dann sinnvoll, wenn man körperliche Arbeit leistet oder Sport treibt, und der Körper dafür Energie benötigt. Bei der Verarbeitung von Kohlenhydraten wird sonst in der Leber eine schädliche Fettsäure produziert. Dann entsteht nicht nur neu formiertes Fett in dem Organ, sondern auch der Cholesterinspiegel steigt an.

Späte Süßigkeiten sind besonders schlimm

Doch auch das Verhalten wider der natürlichen inneren Uhr sieht Worm als Ursache für die Fettleber. Eigentlich sei vorgesehen, dass Menschen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr essen. Doch genau das tun wir: Vorzugweise werden Süßigkeiten und Knabberzeug abends genossen. Das führe zu einer unphysiologischen Reaktion, so der Autor. Unfertig verbrannte Fettverbindungen lagerten sich dann über Nacht ab und belasteten den Körper im Schlaf.

Die Leber kann sich erholen

Die Lösung bei einer nichtalkoholische Fettleber oder auch zu Vermeidung selbiger ist nach Worm relativ einfach: Viel Bewegung, wenig Alkohol und eine angemessene Ernährung sind die Schlüssel zu einer gesunden Leber. Interessanterweise wurde entdeckt, dass sich die Leber recht schnell wieder entfetten lässt, berichtet der Ernährungsexperte.

So wurden Diabetiker beobachtet, die sich einer Magenverkleinerung unterzogen. Danach aßen sie automatisch weniger und der Körper zapfte die Energiereserven aus der Leber an. Innerhalb von vier Tagen sei die Leber wieder insulinsensitiv gewesen und auch die Blutzuckerwerte hätten sich normalisiert. Es sei nachweislich eine radikale, schnelle Kalorienreduktion, die für eine rasche Normalisierung der Leberfunktion sorgt, so Worm.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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