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Grauer Star: So wird das trübe Auge operiert

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Grauer Star  

Augenlinse zerkleinert und abgesaugt: So wird Grauer Star behandelt

27.05.2016, 15:15 Uhr | akl

Grauer Star: So wird das trübe Auge operiert. Erste Anzeichen einer Katarakt: weiße strahlenförmige Trübungen und Pünktchen im zentralen Bereich. (Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.)

Erste Anzeichen einer Katarakt: weiße strahlenförmige Trübungen und Pünktchen im zentralen Bereich. (Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.)

Bei einem Grauen Star verhärten und trüben sich die Augenlinsen. An einer Operation führt kein Weg vorbei, über den Zeitpunkt entscheiden oft aber die Patienten selbst. Im Idealfall brauchen Betroffene nach dem Eingriff keine Brille mehr. Was Sie über die Staroperation wissen sollten.

Augenlinse wird zerkleinert und abgesaugt

Ist das Sehen deutlich verschlechtert, hilft nur noch eine Operation. Diese wird meist ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei dem Eingriff wird dem Patienten mit einem kleinen Schnitt die Linsenkapsel geöffnet. Der Linsenkern wird dann in der Regel mit Hilfe von Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Dann wird die Linse durch ein Implantat ersetzt. Dieses kann aus weichem Material bestehen oder aber aus Plexiglas.

Nach Angaben des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) führt die Operation so gut wie immer zum Erfolg und ist für den Patienten in aller Regel schmerzlos. Mehr als 90 Prozent der Patienten könnten nach dem Eingriff besser sehen, Komplikationen seien selten, so die Fachärzte. Auch die Linsen würden gut vertragen. Häufig wird noch ein Beruhigungsmittel verabreicht, um die Angst vor dem Eingriff etwas zu nehmen. Danach schützt ein Salbenverband das Auge.

Häufigste Operation in Deutschland

Der Graue Star wird in Deutschland etwa 650.000 Mal pro Jahr operiert. "Auch wenn keine Operation in Deutschland häufiger ausgeführt wird als die Staroperation, ist dieser Eingriff stets ein höchst individueller Vorgang", erläutert Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi vom BVA. Meist wird zuerst nur ein Auge operiert.

Vor dem Eingriff ausführlich beraten lassen

Das Ziel des Eingriffes ist, für den Patienten die bestmögliche Sehqualität wieder herzustellen. Vor dem Eingriff stehen eine ausführliche Beratung und eine sorgfältige Untersuchung. Wie genau die Operation erfolgt, hängt davon ab, wie stark sich die Augenlinse bereits getrübt hat und wie stark das Sehvermögen des Patienten beeinträchtigt ist. "Häufig fühlen sich die Betroffenen im Dunkeln sehr leicht geblendet, etwa beim Autofahren", sagt Schayan-Araghi.

Wichtig ist auch, zu klären, ob andere Augenerkrankungen vorliegen. Auch sollte der Arzt informiert werden, welche Medikamente eingenommen werden. Das alles muss bei der Operation berücksichtigt werden.

Kunstlinsen gleichen auch Sehfehler aus

Die Patienten können aus einer großen Vielfalt von Kunstlinsen auswählen. Denn diese nehmen nicht nur die Trübung vom Auge, sie können sogar Fehlsichtigkeit ausgleichen. Manche Patienten können dann sogar auf eine Brille verzichten. "Die normale Kunstlinse ermöglicht scharfe Sicht für einen Sehabstand", erklärt Dr. Schayan-Araghi. Das heißt, dass die Patienten dann beispielsweise in die Ferne gut sehen können, aber für die Nähe eine Lesebrille brauchen.

Mehrstärkenlinsen sorgen für gute Sicht in Ferne und Nähe

Viele moderne Implantate können auch die Blendempfindlichkeit der Augen lindern. "Schließlich gibt es Mehrstärkenlinsen, die das ins Auge einfallende Licht auf zwei oder drei Brennpunkte verteilen", sagt Dr. Schayan-Araghi. So kann der Patient ohne Brille sowohl in der Ferne als auch in der Nähe sehen. "Diese Multifokallinsen sind jedoch nicht für alle Patienten geeignet", schränkt der Experte ein. Welche Linse zu welchem Auge passt, bespricht der Arzt individuell mit seinem Patienten.

Nähe oder Ferne: Was ist wichtiger?

"Im Gespräch mit dem Augenarzt sollten die Patienten offen erläutern, welche Erwartungen sie haben und wo ihre besonderen Bedürfnisse liegen", rät Schayan-Araghi. Denn während der eine Wert auf gutes Sehen in der Ferne legt, so ist bei dem anderen die Nähe wichtiger, weil er beispielsweise viel am Computer arbeitet.

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