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Herzinsuffizienz: Zu viel Salz schwächt das Herz

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Salzkonsum  

Zu viel Salz schwächt das Herz

29.08.2017, 12:28 Uhr | dpa, stw | lk, t-online.de

Herzinsuffizienz: Zu viel Salz schwächt das Herz. Ein hoher Salzkonsum steigert das Risiko einer Herzinsuffizienz.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Victorburnside)

Ein hoher Salzkonsum steigert das Risiko einer Herzinsuffizienz. (Quelle: Victorburnside/Thinkstock by Getty-Images)

Salz ist nicht nur ein Würzmittel, sondern versorgt den Körper auch mit lebensnotwendigem Natrium. Doch die meisten Deutschen nehmen deutlich zu viel Salz zu sich, was wiederum schädliche Folgen für die Gesundheit hat. So kann viel Kochsalz im Essen zur Entwicklung einer Herzschwäche im Alter beitragen.

Das zeigen die Ergebnisse der Bevölkerungsstudie einer Gruppe von Wissenschaftlern aus Köln mit Daten von fast 20.000 Männern und Frauen. Eine aktuelle finnische Studie mit über 4000 Teilnehmern kommt ebenfalls zu dem Schluss: Salz ist nicht gut für das Herz.

Risiko für Herzinsuffizienz um ein Drittel erhöht

Die finnische Studie wurde auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam vorgestellt. Bereits bekannt war, dass ein hoher Konsum von Natrium (Natrium ist ein chemischer Bestandteil von Kochsalz) bei salzsensitiven Menschen Bluthochdruck fördert. Nun zeigte sich, wie schon in der Kölner Studie, dass das Risiko, durch erhöhten Salzkonsum eine Herzschwäche zu erleiden, deutlich steigt. In der Kölner Sudie erkrankten die Teilnehmer mit dem höchsten Konsum von Kochsalz um rund ein Drittel häufiger an Herzinsuffizienz als die 20 Prozent mit dem niedrigsten Konsum. In der aktuellen Studie aus Finnland hatten Menschen, die mehr als 13,7 Gramm Salz pro Tag konsumierten, ein doppelt so hohes Risiko an einer Herzinsuffizienz zu erkranken als jene, die weniger als 6,8 Gramm zu sich nahmen.

Nicht mehr als fünf Gramm Salz am Tag

Natrium kommt in Lebensmitteln in Form von Kochsalz vor und reguliert zusammen mit Chlorid und Kalium den Wasserhaushalt in unserem Körper. Zudem hilft es beim Transport von Nährstoffen. Die WHO empfielt, nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag zu sich zu nehmen. 

Backwaren sind wahre Salzbomben

Das meiste Salz nehmen wir versteckt über Back- und Fleischwaren und vor allem über Fertigprodukte auf. Die Verbraucherzentralen bemängeln besonders, dass auf Fertiggerichten oft nur der Natriumgehalt angegeben ist. Aber auch auf vielen anderen Zutatenlisten ist nicht der Salzgehalt, sondern nur der Natriumgehalt angegeben, der nicht aussagekräftig ist, weil er weniger als der Hälfte der tatsächlichen Salzmenge entspricht. Durch das versteckte Salz hat man die angegebenen Höchstmengen sehr schnell und oft unbemerkt überschritten.

Viel Salz auch in Wurst und Fertiggerichten

Viel Natrium steckt vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln. Brot enthält laut der WHO etwa 250 Milligramm Natrium pro 100 Gramm, dieselbe Menge Schinken oder Popcorn dagegen 1500 Milligramm und Sojasoße sogar circa 7000 Milligramm. Auch unverarbeitete Lebensmittel enthalten Natrium, allerdings in geringerem Maß, zum Beispiel Milch oder Eier (etwa 50 beziehungsweise 80 Milligramm pro 100 Gramm). Den empfohlenen Tagesbedarf erreicht man demnach bereits mit zwei Brötchen plus drei Scheiben Schinken (à 30 Gramm). Die Menge Salz, die wir täglich aus dem Salzsstreuer konsumieren, ist dabei das kleinere Übel, weil sie nur einen geringen Teil ausmacht.

Faustregel liefert Anhaltspunkt

Um den Salzwert eines Produkts zu ermitteln, können Verbraucher die angegebene Natriummenge auf der Verpackung mit dem Faktor 2,54 multiplizieren. Denn ein Gramm Natrium entspricht einem tatsächlichen Salzgehalt von 2,54 Gramm. Oder Sie merken sich folgende Faustregel, auf die die Verbraucherzentralen hinweisen: Pro 100 Gramm Lebensmittel sollten es nicht mehr als 0,59 Gramm Natrium sein. Das entspricht einer Salzmenge von 1,5 Gramm.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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