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Schlaganfall: Stummer Infarkt wird oft "verschlafen"

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Schlaganfall  

Stummer Schlaganfall wird oft "verschlafen"

06.09.2013, 13:04 Uhr | vdb

Schlaganfall: Stummer Infarkt wird oft "verschlafen". Schlaganfall: Ein stummer Hirninfarkt bleibt häufig unbemerkt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schlaganfall: Ein stummer Hirninfarkt bleibt häufig unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei einem Schlaganfall handelt es sich meist um eine Durchblutungsstörung im Gehirn. In vielen Fällen merken die Betroffenen nichts davon und auffällige neurologische Anzeichen bleiben aus. Besonders tückisch: Nach einem solchen stummen Hirninfarkt steigt das Risiko für einen folgenreichen Schlaganfall erheblich.

Tiefer liegende Gefäße im Hirn betroffen

Der stumme Schlaganfall verursacht keine oder nur unauffällige Symptome. Er entsteht meist im Bereich der Endverzweigungen der Blutgefäße im Gehirn. Meist sind diese im Falle eines Hirninfarkts verengt - kommt dann noch Bluthochdruck hinzu, droht der Hirninfarkt. Die betroffenen Gefäße befinden sich in tiefer liegenden Regionen des Gehirns, die anhand eines CTs nur schwer ersichtlich sind. Zunehmend werden solche Durchblutungsstörungen jedoch auf dem MRT erkannt. Zwar verursachen sie keinen "Schlag", gefährlich sind sie dennoch: Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach dem stummen Infarkt zum weitreichenden Schlaganfall kommt, ist stark erhöht.

Stummer Infarkt trifft bis zu 30 Prozent der über 75-Jährigen

Da der stumme Schlaganfall oftmals eine Folge alternder Gefäße ist, trifft er besonders häufig Menschen zwischen 75 und 80 Jahren. In dieser Altersgruppe sind zwischen 15 und 30 Prozent davon betroffen. Zum Vergleich: Unter den 40- bis 50-Jährigen sind es nur zwei bis acht Prozent, unter den 60- bis 70-Jährigen acht bis 13 Prozent, berichtet das Magazin "Medical Tribune". Damit seien stumme Hirninfarkte rund zehnmal so häufig wie klinisch deutliche Schlaganfälle, so das Magazin.

Viele Patienten "verschlafen" den Infarkt

Von dem unauffälligen Infarkt seien Frauen zudem sehr viel häufiger betroffen als Männer. Dabei "verschlafen" viele Patienten den stummen Anfall. Bei rund 25 Prozent bleibe er unentdeckt, so das "Medical Tribune". Bei genauer Nachfrage in einer Klinik äußern viele Patienten dennoch vorübergehende Symptome. Diese sind eine plötzliche Lähmung, ein Verlust der Sehschärfe oder Sprachstörungen. Die Anzeichen werden von vielen aus Angst verdrängt. Folge eines Hirnschlags können unter anderem Beeinträchtigungen der geistigen Leistung, Sehfeldeinschränkungen, Arm- oder Beinstörungen oder eine verminderte Leistungsfähigkeit sein.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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