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Ohne Herzdruckmassage ist es zu spät

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Herzinfarkt  

Jemand neben mir hat einen Herzstillstand - was soll ich tun?

16.09.2013, 19:42 Uhr | akl

Ohne Herzdruckmassage ist es zu spät. Erste Hilfe bei einem Herzstillstand (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herzstillstand: Eine Herzdruckmassage kann im Notfall Leben retten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hilfe, was soll ich nur tun? Wer plötzlich einen Herzstillstand bei einem anderen Menschen miterleben muss, ist mit der Situation meist überfordert. Viele bekommen Panik, fürchten sich, etwas falsch zu machen und sind wie gelähmt. Doch während man zögert, verstreichen wertvolle Sekunden für den Betroffenen. Anlässlich der Woche der Wiederbelebung bietet die Deutsche Herzstiftung ein kostenloses Notfallset an - damit man im Ernstfall weiß, was zu tun ist.

Wer zögert, lässt wertvolle Sekunden verstreichen

Ob im Bus, auf der Arbeit, im Restaurant oder beim Sport: Jeden Tag werden Menschen völlig unerwartet mit einem Herznotfall konfrontiert. Plötzlich bricht jemand ohne Warnzeichen zusammen, liegt bewusstlos am Boden und reagiert weder auf Zurufen noch Rütteln. Zudem atmet der Betroffene meist nicht mehr oder röchelt nur noch. Dann liegt sehr wahrscheinlich ein akuter Herzstillstand vor, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Doch: "Nur die wenigsten trauen sich die alleinige Herzdruckmassage auch ohne Mund-zu-Mund-Beatmung zu", so die Stiftung. Dabei sei sie schnell erlernbar und leicht anzuwenden.

"Mit dem Herznotfall-Set zeigen wir leicht verständlich, wie man schnell prüft, ob ein akuter Herzstillstand vorliegt und wie man nach dem Notruf 112 die sofortige Herzdruckmassage richtig anwendet, bis der Notarzt eintrifft." Das Set enthält zwei Notfallkarten für den Geldbeutel, zwei Faltblätter, die wichtige Informationen bereithalten sowie eine Auflistung wichtiger Herzinfarkt-Alarmzeichen.

Ohne Herzdruckmassage ist es zu spät

Denn im Notfall ist Schnelligkeit gefragt. Zuerst muss der Notruf unter 112 alarmiert werden - und dann ist man selbst an der Reihe: Nur eine Herzdruckmassage kann jetzt noch dafür sorgen, dass die lebenswichtige Versorgung des Körpers, insbesondere des Gehirns, mit Sauerstoff gewährleistet wird. Wichtig dabei: Diese Maßnahme muss so lange fortgesetzt werden, bis der Notarzt mit dem Defibrillator eintrifft.

Doch meist wenden die Ersthelfer die Herzdruckmassage nicht an: "Aus Angst etwas falsch zu machen, wird nach dem Absetzen des Notrufs 112 oft gar nichts getan und abgewartet, bis der Rettungsdienst eintrifft. Dann ist es aber oft zu spät. Auch deswegen sterben jedes Jahr hierzulande immer noch etwa 80.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod", weiß Notfallmediziner Professor Dietrich Andresen, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Klinik für Kardiologie/Konservative Intensivmedizin am Vivantes-Klinikum Am Urban in Berlin.

Keine Angst vor Rippenbrüchen

Häufige Ängste, zum Beispiel eine Herzdruckmassage wirke schädigend, wenn doch kein Herzstillstand vorliegt, oder man könnte durch Rippenbrüche im Zuge der Herzdruckmassage lebensgefährlich verletzen, seien unbegründet. "Auch wenn kein Herzstillstand vorliegt und der Betroffene 'nur' bewusstlos ist, kann eine Herzdruckmassage keinen Schaden anrichten", bestätigt Andresen.

Und: "Zu Rippenbrüchen kann es bei der Herzdruckmassage kommen, was bisweilen eine unvermeidbare Begleitwirkung ist. Eine oder mehrere gebrochene Rippen sind aber in dieser Notfallsituation das kleinere Problem."

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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