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Nicht voreilig unters Messer: Rückenoperationen

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Rückenschmerzen  

Nicht voreilig unters Messer: Rückenoperationen

12.12.2013, 14:22 Uhr | ob (CF)

Eine Rückenoperation sollte immer nur das letzte Mittel sein, wenn sich die Schmerzen auf anderem Wege nicht beseitigen lassen. Viele Menschen legen sich jedoch voreilig unters Messer und unterschätzen dabei die Risiken, die mit dem Eingriff verbunden sein können.

230.000 Operationen pro Jahr

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass in Deutschland Jahr für Jahr rund 230.000 Rückenoperationen ausgeführt werden. Insbesondere für die Krankenhäuser ist das eine erfreuliche Zahl, weil sie an den Eingriffen gut verdienen. Viele Patienten sind mit den Ergebnissen ihrer Rückenoperation jedoch alles andere als zufrieden, weil sie ihre Schmerzen auch nach der OP nicht los sind.

Hinzu kommen mitunter zusätzliche Beschwerden, die erst durch die Rückenoperation ausgelöst werden. Die Entscheidung, sich wegen Schmerzen im Rückenbereich unters Messer zu legen, sollte also immer sehr genau durchdacht und niemals voreilig getroffen werden.

Risiken des Eingriffs nicht unterschätzen

Eine Rückenoperation ist immer mit Risiken verbunden. Kritiker monieren, dass Patienten über diese Gefahren von den Ärzten oftmals nur unzureichend aufgeklärt werden. So können nicht nur die Schmerzen auch nach dem Eingriff noch vorhanden sein. Durch mögliche Schädigungen des Gewebes oder Narben können sich die Beschwerden nach der OP sogar noch verschlimmern.

Viele Mediziner, so die Kritiker, würden die Entscheidung für eine Operation auch nur aufgrund von Röntgenaufnahmen treffen und auf eine eingehende Untersuchung verzichten. Betroffenen Patienten raten Fachleute, vor der Zustimmung zu einer Rückenoperation immer eine zweite Meinung einzuholen.

Alternativen zur Rückenoperation

Experten schätzen, dass gut 80 Prozent der Rückenoperationen eigentlich nicht nötig sind. Anders gesagt: Vier von fünf Patienten, die unter Rückenschmerzen leiden, könnten ihre Beschwerden auch auf anderem Wege beseitigen.

In vielen Fällen würde schon regelmäßige Bewegung mit der gezielten Stärkung von Bauch- und Rückenmuskeln zu einer deutlichen Verbesserung führen. Auch Massagen, Anwendungen mit Wärme und Kälte oder Akupunktur könnten viel sanfter helfen als eine Rückenoperation.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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