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Rückenschmerzen  

Chirotherapie bei Rückenschmerzen: Empfehlenswert?

12.12.2013, 13:48 Uhr | jh (CF)

Die Chirotherapie, die auch als manuelle Therapie bezeichnet wird, setzt im Kampf gegen Rückenschmerzen auf das Einrenken verschobener Wirbel. Das Verfahren ist seit Langem bekannt, kann mitunter jedoch gefährliche Nebenwirkungen haben.

Verfahren mit langer Geschichte

Über die Entstehungsgeschichte der Chirotherapie gibt es verschiedene Versionen. Mal heißt es, erste Vorläufer habe es bereits in der Antike gegeben, andere Quellen nennen einen früheren Barkeeper aus den USA als Erfinder der Methode.

Er habe die Möglichkeit des Einrenkens verschobener Halswirbel Ende des 19. Jahrhunderts eher zufällig entdeckt. Unstrittig ist, dass Chirotherapie in Deutschland seit den 1950er-Jahren populär ist und heute von Tausenden Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktikern angeboten wird.

So funktioniert die Chirotherapie

In der Chirotherapie gibt es verschiedene Griffe, die jeweils verschiedene Ziele haben. Mal geht es darum, verschobene Wirbel wieder an die richtige Stelle zu befördern, was zumeist mit einem vernehmlichen Knacken einhergeht. Die Rückenschmerzen sollen durch die Auflösung der Blockade verschwinden. Bei anderen Griffen besteht das Ziel in der Unterbrechung der Schmerzwahrnehmung.

Wie nach dem Neustart eines Computers die Software wieder reibungslos arbeitet, so soll sich das Schmerzempfinden durch die Chirotherapie wieder normalisieren. Der Chiropraktiker sucht jeweils die von den Beschwerden betroffenen Stellen. Es kann sich dabei um Muskeln, Knochen und Gelenke handeln. Durch einen Druck und eine leichte Bewegung überträgt er Impulse, die vorhandene Blockierungen lösen. In der Folge sollen die Rückenschmerzen und andere Beschwerden verschwinden.

Fehlende Nachweise und drohende Nebenwirkungen

Obwohl die Chirotherapie zu den beliebtesten Behandlungsmethoden bei Rückenschmerzen gehört und mit hohen Millionensummen von den Krankenkassen finanziert wird, fehlen verlässliche Untersuchungen über die Wirksamkeit.

Diese sei keinesfalls höher als bei einer normalen Krankengymnastik, argumentieren Kritiker - und verweisen auf mögliche Nebenwirkungen der Chirotherapie. Durch Verletzungen an Arterien können sich Blutpfropfen bilden, die ins Gehirn wandern und dort einen Schlaganfall auslösen. Dies ist allerdings nur sehr selten der Fall.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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