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Zuckerkrankheit  

Diabetes Typ 1: Immer mehr Kinder erkranken

16.11.2015, 13:16 Uhr | rk (CF), dpa

Diabetes Typ 1: Immer mehr Kinder erkranken. Eine Belastungsprobe für Eltern und Kind: Typ-1-Diabetiker müssen sechsmal am Tag Blutzucker messen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Belastungsprobe für Eltern und Kind: Typ-1-Diabetiker müssen sechsmal am Tag Blutzucker messen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Diabetes Typ 1 gilt hierzulande als häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen, und jedes Jahr erkranken mehr Minderjährige in Deutschland an Zucker.  Die Gründe für den Anstieg der Neuerkrankungen sind noch unklar.

Anstieg von Diabetes Typ 1 bei Kindern

In Deutschland leiden etwa 15.000 Kinder unter 14 Jahren an Diabetes Typ 1. Forscher rechnen mit weiter steigenden Zahlen, erklärt Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz-Zentrum München. Selbst bei den Kindern unter fünf Jahren steigt die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr um etwa sechs Prozent.

Insgesamt leben 30.000 Minderjährige in Deutschland mit Diabetes Typ 1 – und jedes Jahr werden es mehr: Die Neuerkrankungen nehmen je nach Quelle um vier bis sechs Prozent pro Jahr zu. Das heißt, dass jährlich bis zu 2.000 Kinder und Jugendliche an Diabetes erkranken. Inzwischen gehöre Deutschland weltweit zu den Ländern, in denen Kinder am häufigsten von Diabetes Typ 1 betroffen sind, berichtet Wieland Kiess, Direktor der Kinderklinik der Uniklinik Leipzig.

Diabetes Typ 1: Symptome und Behandlung

Bei der Stoffwechselerkrankung zerstört das Immunsystem die Insulin produzierenden Zellen. Dies führt dazu, dass nicht mehr ausreichend Zucker in die Zellen gelangt. Die Folge: Der Zucker sammelt sich im Blut an und der Blutzuckerspiegel steigt. Symptome wie Weinerlichkeit und Apathie in Verbindung mit übermäßigem Durst können bei Kindern auf Diabetes Typ 1 hindeuten.

Die Krankheit ist mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden: Sechsmal am Tag muss der Blutzucker gemessen und viermal am Tag Insulin gespritzt werden. Immerhin erleichtern heute moderne Blutzucker-Messgeräte, Insulin-Spritzen und -Pumpen die Therapie.

Ursache für den Anstieg unklar: Mögliche Faktoren

Was den Anstieg der Beroffenen verursacht, ist weitgehend unklar. Während Diabetes Typ 2 vor allem bei Senioren und Übergewichtigen auftritt, steht Diabetes Typ 1 in keinem Zusammenhang zu Alter und Fettleibigkeit. Sogar Neugeborene können erkranken. Auch den übermäßigen Verzehr von Süßigkeiten schließen Mediziner als Ursache von Diabetes Typ 1 bei Kindern aus. Bisher haben die Experten mehrere Faktoren im Verdacht:

Gene

Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass die Stoffwechselerkrankung genetisch bedingt sei. Dagegen spricht jedoch, dass 90 Prozent der Betroffenen keine erkrankten Verwandten haben.

Feinstaub, Ernährung, Vitamin-D-Mangel

Außerdem vermuten die Münchner Helmholtz-Forscher, dass Umweltfaktoren wie eine hohe Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung die Entwicklung von Diabetes bei Kleinkindern beschleunige. Der in Getreidearten vorkommende Eiweißstoff Gluten steht ebenfalls unter Verdacht. Auch ein Vitamin-D-Mangel steigert angeblich das Risiko, an Diabetes Typ 1 zu erkranken. 

Kaiserschnitt

Einer anderen Studie zufolge weisen vorbelastete Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für eine Erkrankung auf als natürlich entbundene Kinder. Erklärt wird dies damit, dass eine Kaiserschnitt-Entbindung die Zusammensetzung der kindlichen Darmflora verändert und die Entwicklung von Autoimmunität begünstigt.

Viren

Außerdem scheint Diabetes Typ 1 im Zusammenhang mit bestimmten Viruserkrankungen zu stehen. Forscher konnten nachweisen, dass häufige Erkältungen im ersten Lebensjahr Diabetes Typ 1 begünstigen können. 

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