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Hepatitis-C: Neue Thertapieansätze

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US-Studie  

Neue Therapie für Hepatitis-C-Patienten

19.01.2014, 12:17 Uhr | ag

Hepatitis-C: Neue Thertapieansätze. Eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren führt im chronischen Verlauf zu schweren Leberschäden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren führt im chronischen Verlauf zu schweren Leberschäden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hepatitis C gilt als schwere Lebererkrankung, die chronisch verläuft und langfristig zu Leberzirrhose und Leberkarzinom führen kann. Für ihre Behandlung gibt es verschiedene Therapieansätze, die jedoch nicht immer erfolgreich und zum Teil mit starken Nebenwirkungen verbunden sind. Jetzt haben US-Forscher ein neues Verfahren entdeckt, das hochwirksam ist und eine gute Verträglichkeit verspricht.

Orale Therapie: extrem hohe Heilungsrate

Die Studie unter der Leitung von Dr. Mark Sulkowski wurde an der Johns Hopkins University in Baltimore an 211 Testpersonen mit Hepatitis C durchgeführt. Die Ergebnisse veröffentlichte der Mediziner im "New England Journal of Medicine". Insgesamt 98 Prozent der Hepatitis-Patienten mit Genotyp 1, der in Europa und den USA vorherrscht, sprachen auf die neuen antivirale Wirkstoffe Sofosbuvir und Daclatasvir positiv an. Bei Patienten mit den Genotypen 2 und 3 lag die Heilungsrate bei etwa 91 Prozent.

Herkömmliche Dreifach-Therapie belastend für Patienten

Bei dem getesteten Verfahren handelt es sich um eine rein orale Therapie, die für die Patienten weniger belastend ist und bessere Heilungschancen verspricht als herkömmliche Verfahren. Zum Vergleich: Auf die bisherige Dreifach-Therapie, bei der unter anderem Interferon und Ribavirin injiziert wird, sprechen nur etwa 75 Prozent der Patienten mit Genotyp 1 positiv an. Zudem kann Interferon Müdigkeit und Depressionen hervorrufen, der Wirkstoff Ribavirin zu Blutarmut führen.

Mediziner erwarten keine Resistenzen

Eine Resistenz des Erregers sei bei der Kombination beider Mittel sehr ungewöhnlich, betonen die Mediziner. Allerdings ist auch diese Behandlung nicht frei von Nebenwirkungen: Bei jedem dritten Patienten traten Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen auf. In Europa wird die Zulassung des neuen Wirkstoffs Sofosbuvir demnächst erwartet. Für Daclatasvir hat der Hersteller eine beschleunigte Zulassung beantragt. Experten schätzen. dass bis Ende des Jahres die Kombinationstherapie hierzulande verfügbar sein könnte.

Hepatitis C: häufigste Ursache für Lebertransplantation

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tragen rund 150 Millionen Menschen das Hepatitis-C-Virus in sich. Experten schätzen, dass in Deutschland rund 500.000 Menschen infiziert sind. Viele von ihnen wissen nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Zu einer Übertragung kommt es, wenn infiziertes Blut auf verletzte Haut beziehungsweise Schleimhaut oder direkt in die Blutbahn gesunder Menschen gelangt.

Laut Auskunft der Deutschen Leberstiftung lassen sich die meisten der heute bestehenden Infektionen auf intravenösen Drogenkonsum und Transfusion von Blutprodukten vor 1990 zurückführen. Dialyse-Patienten sind ebenfalls häufiger betroffen. Der Hepatitis-C-Erreger, der Leberzirrhose und Leberkrebs verursachen kann, ist der häufigste Grund für Lebertransplantationen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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