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Herzinfarkt: Sex ist nach einem Infarkt nicht tabu

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Alkohol, Sex und Reisen  

Was ist nach einem Herzinfarkt noch erlaubt?

11.06.2014, 13:30 Uhr | stw

Herzinfarkt: Sex ist nach einem Infarkt nicht tabu . Herzinfarkt: Was darf ich nach einem Infarkt?  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Gefahr, dass sich ein Herzinfarkt beim Sex wiederholt, ist sehr gering. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach einem Herzinfarkt fürchten Betroffene oft Einschränkungen im Alltag und fragen sich, was ab jetzt tabu oder noch erlaubt ist: Belasten zum Beispiel Alkohol, Sex oder Sport das geschädigte Herz zu stark? Und worauf müssen Herzpatienten bei Urlaubsreisen achten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen, die sich nach einem Herzinfarkt stellen.

Große Verunsicherung herrscht bei Herzpatienten beim Thema Sex. Die American Heart Association (AHA) hat auf Basis medizinischer Studien einige Empfehlungen zusammengestellt. Demnach können Patienten das Risiko von Komplikationen beim Sex senken, indem sie an Reha-Programmen teilnehmen und sich regelmäßig körperlich betätigen.

Kurzatmig auf der Treppe? Dann besser kein Sex

Überdies sollten Herzpatienten dabei nicht gleich aufs Ganze gehen, sondern dem Herzkreislaufsystem die Chance geben, beim Vorspiel langsam auf Touren zu kommen. Allerdings müssen sich Patienten mit starken Herzbeschwerden so lange zurückhalten, bis sich ihr Zustand durch die Nachbehandlung stabilisiert hat.

UMFRAGE
Haben Sie Sex trotz Herzproblemen?

Eine einfache Faustregel besagt, dass man auf Sex verzichten sollte, wenn man schon im Ruhezustand oder bei leichter körperlicher Anstrengung wie Treppensteigen Atemnot, Herzrasen oder Brustschmerzen verspürt.

Alkohol nur in Maßen

Auch beim Thema Alkohol herrscht Ungewissheit unter Infarktpatienten. Müssen Betroffene generell auf Alkohol verzichten? Nein, lautet die Antwort der Deutschen Herzstiftung. Für die Mehrzahl der Patienten gilt, dass geringe Mengen nicht schaden. Eine geringe Menge heißt in Zahlen: Etwa ein halber Liter Bier oder ein Viertelliter Wein, informiert die Deutsche Herzstiftung in ihrer aktuellen Broschüre "Das schwache Herz".

Von hochprozentigen Alkoholika raten Ärzte jedoch ab. Denn um die Risikofaktoren für einen erneuten Infarkt gering zu halten, ist ein gesunder Lebensstil von großer Bedeutung.

Auf Sport nicht verzichten

Viele Patienten sind verunsichert, ab wann und wie viel Sport sie nach einem Herzinfarkt treiben dürfen. Laut Angaben der Deutschen Herzstiftung ist zunächst etwas Zurückhaltung erforderlich. Schließlich ist ein Teil des Herzmuskelgewebes abgestorben. Generell sollten Betroffene auf Sport jedoch nicht verzichten, da regelmäßiges Training einen positiven Effekt auf den Herzmuskeln hat.

Für den sportlichen Einstieg eigenen sich Sportarten wie Radfahren oder Walking. Wer sehr belastende Aktivitäten wie Joggen, Gewichtheben oder Bodybuilding in Angriff nehmen möchte, sollte zunächst mit seinem Arzt darüber sprechen.

Reisen sind erlaubt

Und wie sieht es beim Thema Reisen aus? Die meisten Patienten müssen sich nach einem Herzinfarkt keine Sorgen machen und können ohne Bedenken in den Urlaub fahren oder fliegen, berichtet Dr. Magnus Baumhäkel vom Caritas Klinikum St. Theresia in Saarbrücken im Interview mit der Deutschen Herzstiftung.

Ein Patient mit einer schweren Herzschwäche könne jedoch beim Fliegen an die Grenzen seiner Belastbarkeit kommen. "Eine einfache Regel sagt, dass jeder Patient, der zwei Stockwerke ohne Atemnot steigen kann, normalerweise flugtauglich ist", erklärt Baumhäkel.

Aufenthalte in großen Höhen sind riskant

Vorsicht sei jedoch bei Reisen in Zielgebiete in größeren Höhelagen und mit hoher Luftfeuchtigkeit geboten, sagt der Experte. Gerade große Höhen können bei manchen Herzerkrankungen zu Problemen führen. Der Grund dafür: Der geringe Sauerstoffgehalt in der Höhe stellt für den Herzmuskel eine zusätzliche Belastung dar, die das Herz schädigen kann.

Vor der Reise: Check-up beim Arzt empfohlen

Trotzdem weist die Deutsche Herzstiftung darauf hin, dass Menschen mit Herzproblemen nicht generell auf Skifahren oder Wandern in der Bergen verzichten müssen. Sie empfiehlt, im Vorfeld ein Belastungs-EKG beim Hausarzt oder Herzspezialisten durchführen zulassen. Zudem sollten sich Betroffene darüber informieren, ob die medizinische Versorgung im Urlaubsland garniert ist.

Rücksprache mit dem Arzt halten

Rund 300.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Herzinfarkt. Das wirkliche Leben danach beginnt in der Regel nach einer erfolgreichen Rehabilitationszeit. Trotzdem bleiben viele Fragen offen. Daher sollten Betroffene zunächst mit Ihrem Arzt absprechen und versuchen, zu ermitteln, welche Faktoren den Herzinfarkt verursacht haben könnten. Auf diese Weise kann der Lebensstil individuell angepasst werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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