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Pseudogicht: Kalziumkristalle verursachen Gelenkschmerzen

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Kalziumkristalle im Knie  

Hinter Gelenkschmerzen steckt nicht immer Arthrose

26.01.2015, 09:31 Uhr | cme/ag

Pseudogicht: Kalziumkristalle verursachen Gelenkschmerzen. Schmerzen im Knie können durch Kristallablagerungen in den Gelenken verursacht werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmerzen im Knie können durch Kristallablagerungen in den Gelenken verursacht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn mit zunehmendem Alter die Gelenke schmerzen, denken viele an Arthrose. Doch diese Diagnose muss nicht richtig sein. Hinter den Beschwerden kann auch Pseudogicht stecken. Dabei sammeln sich Kristalle in den großen Gelenken, bevorzugt in den Knien, an. Betroffen sind laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie acht Prozent der über 60-Jährigen. Die Ablagerungen können zu schmerzhaften Entzündungen führen. Die Symptome ähneln denen der Gicht, doch die Ursachen sind völlig verschieden.

Pseudogicht beginnt häufig im Knie

Während ein akuter Gichtanfall häufig im Fußzeh oder den Fingern beginnen, treten die ersten Symptome der Pseudogicht meist in großen Gelenken wie dem Knie oder der Schulter auf. Typisch sind heftige Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Gelenk, die anfallartig auftreten und mehrere Tage oder sogar Wochen anhalten können. Die Haut kann auch gerötet und warm sein. Typischerweise treten die Beschwerden auf, wenn sich die Ablagerungen in den Gelenken entzünden. Bildet sich keine Entzündung, kann die Pseudogicht auch ohne spürbare Symptome verlaufen.

Junge Menschen sind nur selten von der Pseudogicht betroffen. Allerdings steigt das Risiko für die Gelenkerkrankung mit dem Alter. Unter den 60-Jährigen leiden schon sechs Prozent an den schmerzhaften Attacken, bei den 80-Jährigen sind es sogar 30 Prozent.

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Pseudogicht durch zu viel Kalzium?

Die Ursachen für die Pseudogicht sind noch nicht genau geklärt. Zwar können Störungen der Schilddrüse zugrunde liegen, doch häufig tappen Ärzte bei der Suche nach den Ursachen im Dunkeln. Wissenschaftler der Universität Leipzig wiesen jedoch darauf hin, dass die Einnahme von Kalziumpräparaten möglicherweise die Ablagerungen in den Gelenken verstärkt und damit das Risiko für Pseudogicht steigert. Vermutet wird auch, dass es einen Zusammenhang mit der in Europa verbreiteten Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) gibt, bei der es genetisch bedingt zu einem Eisenüberschuss im Körper kommt.

Bei der akuten oder chronischen Gicht sind die Auslöser klar: Als Ursache gelten eine erbliche Veranlagung in Kombination mit üppigem, fleischreichen Essen sowie Alkohol. An der Stoffwechselerkrankung leiden hauptsächlich Männer ab 40 Jahren.

Medikamente und Kälte gegen die Schmerzen

Besteht der Verdacht auf eine Pseudogicht, kann der Arzt durch eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit die Diagnose stellen. Während eines Pseudogichtanfalls sollten Patienten die betroffenen Gelenke schonen und entlasten. In der Regel verschreibt der Arzt entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente, damit die Entzündung möglichst schnell abklingt. Auch eine Kältetherapie kann die Beschwerden lindern.

Medikamentöse Therapie oder Operation

Kehren die Pseudogicht-Attacken immer wieder, können die Gelenkknorpel geschädigt werden. Daher sollte die Entzündung so schnell wie möglich gestoppt werden. Hierzu können im Rahmen einer medikamentösen Therapie klassische Entzündungshemmer (NSAR) eingesetzt werden. In schweren Fällen kommt auch Kortison zum Einsatz. Wiederkehrende Entzündungen können das Gelenk auch so stark schädigen, dass operiert werden muss. Dabei wird die entzündete Gelenkinnenhaut entfernt. In seltenen Fällen muss sogar ein künstliches Gelenk eingesetzt werden.

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