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Kaffee bei Bluthochdruck? Studie klärt auf

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Positive Wirkung von Kaffee  

Mediziner glauben immer mehr an das Gute in der Bohne

28.03.2014, 09:36 Uhr | Spiegel Online wbr

Kaffee bei Bluthochdruck? Studie klärt auf . Kaffee: Mediziner glauben immer mehr an das Gute in der Bohne (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kalter Kaffee: Das Herz scheint Kaffeekonsum gut zu verkraften (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer am Tag drei bis fünf Tassen Kaffee trinkt, hat ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall als ein Kaffee-Abstinenzler. Das ist das Ergebnis einer großen Auswertung bisheriger Studien. Ob das Getränk tatsächlich davor schützt, ist damit jedoch nicht bewiesen.

Ist Kaffee ein ungesundes Laster? Oder kann das Heißgetränk doch vor bestimmten Erkrankungen schützen? Die unzähligen Studien zu diesem Thema zeigen, wie umstritten die Wirkung von Kaffee auf die Gesundheit ist.

Koffein macht abhängig

Ein eindeutig negativer Punkt: Das Koffein, das in der schwarzen Brühe enthalten ist, kann abhängig machen. Beim Absetzen droht ein leichter Entzug mit Kopfschmerzen und Stimmungstief. Wer zu viel Koffein aufnimmt, muss zudem mit Schlaflosigkeit, Herzrasen oder sogar Herzrhythmusstörungen kämpfen. Deshalb nahmen Mediziner lange an, dass sich ständiges Kaffeetrinken negativ auf das Herz auswirkt.

Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall geringer

Dennoch deuten neuere Untersuchungen in die Richtung, dass Kaffeekonsum kaum der Gesundheit schadet - ja sogar gesund sein könnte. Ein Team von Forschern aus Singapur und den USA hat jetzt eine Auswertung von insgesamt 36 Studien vorgelegt, die diese Annahme bestätigt: Der Analyse zufolge erleiden Menschen, die zwischen drei und fünf Tassen Kaffee am Tag trinken, seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als jene, die entweder gar keinen Kaffee trinken, oder deutlich mehr als fünf Tassen.

Studie: 1,3 Millionen Probanden

Die Daten, die das Team um Frank Hu von der Harvard School of Public Health in Boston analysierte, umfassten insgesamt 1,3 Millionen Probanden. Rund 48.000 Menschen erkrankten während der Studienteilnahme am Herzen, hatten einen Infarkt oder Schlaganfall, berichten die Forscher im Medizinjournal "Circulation". Bis zu sieben Tassen Kaffee pro Tag erhöhten demnach nicht das Risiko für die untersuchten Leiden.

Ein Dosiseffekt?

Trotz der großen Studien- und Probandenzahl: ob ein gemäßigter Kaffeekonsum tatsächlich eine schützende Wirkung habe, lasse sich nicht abschließend sagen, schreiben die Studienautoren. Es könnte zum Beispiel möglich sein, dass Menschen, die durch erhöhten Blutdruck und andere Faktoren bereits ein erhöhtes Infarktrisiko haben, eher die Finger vom Kaffee lassen. Das könnte zumindest zum Teil erklären, warum Menschen, die keinen Kaffee trinken, häufiger ein Herzleiden entwickeln. Allerdings tranken der Studienanalyse zufolge Probanden mit bekanntem Bluthochdruck im Schnitt nicht weniger Kaffee als die restlichen Teilnehmer. Eine Beobachtung, die gegen diesen Erklärungsansatz spricht.

Nur große Mengen schädlich

Den Autoren zufolge hat man es beim Kaffeekonsum vermutlich mit einem sogenannten Dosiseffekt zu tun. Anders formuliert: Die Dosis macht das Gift. Kaffee in normalen Mengen hat einen positiven Effekt, in zu großen Mengen schlägt die Wirkung in die negative Richtung um. Das Getränk sei eine vielschichtige Mischung aus Hunderten verschiedenen Substanzen, schreibt das Team um Hu. Es könne also durchaus positive und negative Effekte haben - je nach Menge würde das eine oder das andere überwiegen. Das ist aber lediglich eine Hypothese.

In der Schwangerschaft besser auf Kaffee verzichten

Egal, welche Erklärung stimmen mag. Für Kaffeeliebhaber birgt die Studie gute Nachrichten: "Die meisten Menschen brauchen sich also keine Sorgen zu machen, lediglich etwa in der Schwangerschaft und bei schwer einstellbarem hohen Blutdruck ist Zurückhaltung angebracht", sagt auch Hans-Christoph Diener vom Uniklinikum Essen in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. "Wir raten den Menschen, lieber auf den Blutdruck zu achten, sich zu bewegen und nicht zu rauchen."

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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