Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schwitzen im Klimakterium  

Was gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren hilft

02.03.2016, 10:42 Uhr | ag

Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?. Der Verlust der Fruchtbarkeit löst bei vielen Frauen Wehmut und körperliche Beschwerden aus.    (Quelle: imago/Westend61)

Der Verlust der Fruchtbarkeit löst bei vielen Frauen Wehmut und körperliche Beschwerden aus. (Quelle: Westend61/imago)

Durchnässte Kopfkissen, lästige Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche: Viele Frauen in den Wechseljahren können ein Lied davon singen. Mit den Hitzewallungen gehen oft Herzklopfen und Rötungen der Haut einher. Vermeiden kann man das leider nicht, doch die Beschwerden lassen sich auf natürliche Art lindern.

Während der Wechseljahre verändert sich die Konzentration der Hormone im Körper der Frau. Die Östrogen- und Progesteronproduktion nimmt rasant ab und der Eisprung bleibt aus. 

Das hormonelle Ungleichgewicht bringt unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Am meisten belasten viele Frauen die unkontrollierten Hitzewallungen.

Das passiert bei einer Hitzewallung

Die Hitzeschübe kommen in der Regel plötzlich und unerwartet. Sie überfallen Frauen in den Wechseljahren drei- bis 20-mal am Tag und dauern einige Minuten oder auch länger an. Das Gefühl intensiver Wärme breitet sich dabei über Gesicht, Hals und Oberkörper aus und wird häufig von  starkem Herzklopfen begleitet. Tritt das Herzklopfen jedoch unabhängig vom Hitzegefühl auf oder dauert es deutlich länger, sollten betroffene Frauen einen Arzt aufsuchen. 

Während der Hitzewallung weiten sich die Blutgefäße im Körper. Das hat zur Folge, dass die Durchblutung zunimmt und die Temperatur im Körper ansteigt. Rötung der Haut und Schweißausbrüche resultieren daraus. Kurze Zeit später kehrt sich das Ganze um: Nach dem Schwitzen fällt die Körpertemperatur und man beginnt zu frieren. 

Nach zwei Jahren ist es meist überstanden

Viele Frauen finden noch nicht einmal nachts Ruhe. Das Schwitzen lässt von einem erholsamen Schlaf nur träumen. Ein kleiner Trost: Die meisten Frauen haben die lästigen Hitzewallungen nach ein bis zwei Jahren überstanden. In der Zwischenzeit helfen einige Maßnahmen, die Beschwerden auf natürlichen Weg zu verringern und für die Betroffenen erträglicher zu machen.

Regelmäßiger Sport hilft gegen die Schwitzattacken

Wer regelmäßig Sport treibt und auch im Alltag in Bewegung bleibt, hat gute Chancen, die Hitzewallungen abzumildern. Walking, Jogging, Radfahren und Schwimmen stabilisieren zudem den Blutdruck und stärken Herz, Kreislauf, Blutgefäße und Muskulatur. Zudem hält Ausdauersport auch den Temperaturregler im Gehirn besser im Gleichgewicht.

Empfehlenswert ist auch, im Anschluss an die körperliche Aktivität in die Sauna zu gehen. Das steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern trägt auch zu einer angenehmen Müdigkeit bei. Dadurch verbessern sich auch die Chancen,  nachts ruhig durchzuschlafen.

Wechselduschen haben einen positiven Effekt

Fußbäder am Abend können ebenfalls hilfreich sein. Hierzu werden die Füße abwechselnd in einer Wanne mit warmem Wasser und einer mit kaltem Wasser gebadet. Über den Tag verteilt können Sie zusätzlich immer mal wieder abwechselnd einen warmen und kalten Wasserstrahl über die Oberarme laufen lassen. Generell sollte das Wechseldusch-Verfahren mit der kalten Anwendung beendet werden. Das härtet den Körper ab und wappnet ihn gegen plötzliche Hitzeattacken. 

Manchen Frauen bringen auch Kneipp-Anwendungen Linderung. Akupunktur soll die Symptome ebenfalls abschwächen – wissenschaftlich bewiesen ist das aber noch nicht.

Vorbereitung auf nächtlichen Hitzewallungen 

Viele Betroffene klagen vor allem über intensive Schwitzattacken in der Nacht. Dass diese auftreten, lässt sich leider nicht vermeiden. Wohl aber lässt sich einiges tun, um um die Situation besser zu ertragen. Dazu gehört im ersten Schritt, das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen gründlich zu lüften. Mehr als 18 Grad sollte die Raumtemperatur nicht betragen.

Bei der Wahl der Nachtwäsche ist es wichtig, auf das Material zu achten. Baumwolle und Seide fühlen sich wesentlich angenehmer auf der Haut an als synthetische Fasern. Tipp: Legen Sie ein kleines Handtuch aufs Kopfkissen und schlafen Sie zwischen zwei Laken. Wenn diese verschwitzt sind, lassen sie sich schnell wechseln. 

Stress abbauen und Entspannung üben

Da Stress und Belastungssituationen Hitzewallungen begünstigen können, ist es wichtig, auf die innere Balance zu achten. Entspannungsübungen, etwa autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung, können hierbei sehr hilfreich sein. Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten, um Körper und Seele zu entspannen. 

Sollten all diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Beschwerden zu lindern, kann die Einnahme von Hormonen sinnvoll sein. Dafür sollten Sie einen Arzt besuchen und mit ihm eine medikamentöse Therapie gegen die Hitzewallungen abstimmen. 


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


Anzeige
shopping-portal