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Arthrose: Neuer Ratgeber liefert Tipps und Merksätze.

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"Beweglich bleiben"  

Zehn Merksätze für ein Leben mit Arthrose

23.04.2014, 14:55 Uhr | Nina Bürger

Arthrose: Neuer Ratgeber liefert Tipps und Merksätze.. Arthrose: Bei schmerzenden Gelenken ist Ruhe nicht immer gut.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Stiftung Warentest)

Arthrose: Bei schmerzenden Gelenken ist Ruhe nicht immer gut. (Quelle: Stiftung Warentest/Thinkstock by Getty-Images)

Arthrose ist eine Volkskrankheit. Bei rund jedem zweiten Deutschen zeigen die Gelenke ab dem 35. Lebensjahr Abnutzungserscheinungen. Eine Arthrose wird dann diagnostiziert, wenn sich die Knorpelmasse im Gelenk so stark verringert, das zuletzt nur noch Knochen an Knochen reibt. Das ist für die Betroffenen dann sehr schmerzhaft. Der neu erschienene Ratgeber "Arthrose. beweglich bleiben", herausgegeben von der Stiftung Warentest nennt zehn Merksätze für das Leben mit Arthrose.

Das Buch soll Arthrose-Patienten helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern und gibt Tipps für Veränderungen im Alltag. Der Autor Dr. Thomas M. Heim stellt zahlreiche Behandlungsmethoden vor, rät Patienten aber besonders zu einem: "Dulden Sie keinen ärztlichen Rat, den Sie nicht mit Kopf und Körper akzeptieren". Im Zweifelfall, besonders wenn es um eine mögliche Operation geht, rät er dazu, eine Zweitmeinung einzuholen.

Zur Behandlung von Arthrose gibt viele Möglichkeiten, das operative Einsetzen eines künstlichen Gelenks ist meist erst die letzte Wahl. Viel mehr sollen zunächst Physiotherapie, Wärme- und Kälteanwendungen, Akupunktur, Strahlen- sowie Elektro- und Magnettherapien die Schmerzen lindern. All diese Möglichkeiten werden im Buch vorgestellt.

Drei Faktoren sind entscheidend

Doch neben den Therapien sieht der Autor drei andere Faktoren als entscheidend an: Das eigene Körpergewicht, Bewegung und Ernährung. Wer hier ansetzt, könnte im Kampf gegen seine Gelenkschmerzen schon einiges erreichen. In dem Kapitel "Was Sie selbst tun können", erklärt der Experte, wie Patienten sich selber helfen können. So ist es sinnvoll, zunächst den eigenen Body-Mass-Index zu senken. Ab einem BMI von über 30 spricht man von Fettleibigkeit, aber ab 25 gilt man schon als übergewichtig. Dann ist eine Kombination aus Ausdauersport und vollwertiger Ernährung wichtig.

Tierische Fette meiden

Im Hinblick auf Arthrose kann zudem helfen, tierische Fette zu meiden. "in einem gewissen Rahmen scheinen bestimmte Bestandteile der Nahrung die Bildung von Entzündungsstoffen direkt zu beeinflussen, die bei Gelenkerkrankungen (...) eine zentrale Rolle spielen", schreibt Heim. So könnten Menschen mit rheumatoider Arthritis von einer Diät profitieren, bei der auf die Zusammensetzung der verwendeten Nahrungsfette geachtet wird. Tierische Lebensmittel wie rotes Fleisch und Wurst enthalten etwa die ungesättigte Fettsäure Archaidonsäure, die die Bildung von Entzündungsstoffen fördert. Eine Ernährung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren hingegen könnte diesem Prozess entgegen wirken. Sie finden sich vor allem in fetthaltigem Fisch, Raps, Lein- Soja- oder Olivenöl. Ob eine solche Ernährung die Arthrose aber insgesamt beeinflussen kann, müsse anhand von Studien noch überprüft werden, so Heim.

In Bewegung bleiben

Vielleicht noch wichtiger als eine gesunde Ernährung ist es, in Bewegung zu bleiben. Die Wirksamkeit von Sport gegen Arthrose ist in Studien belegt, heißt es in dem Ratgeber. Hier kommt es darauf an, die richtige Sportart und die richtige Belastung zu finden. Damit dies gelingt, nennt der Autor Grundregeln des Gelenksports:

  • Kein Training, wenn eine akute Entzündung des Gelenks vorliegt, also wenn das Gelenk geschwollen oder gerötet ist oder der Arzt einen Erguss feststellt.
  • Bewegung mit möglichst wenig Belastung
  • Ausreichende Dehnung der trainierten Muskulatur
  • Keine Sportarten mit abrupten Bewegungsimpulsen (z.B. Ball- oder Kampfsportarten)
  • Kein Hochleistungs- oder Extremsport wie Langstreckenlauf Fallschirmspringen

Als besonders geeignete Sportarten empfiehlt der Ratgeber Radfahren, Schwimmen, Aquajogging und andere Sportarten im Wasser, Gerätetraining sowie Wandern, Nordic Walking oder leichtes Jogging auf weichem Boden. Auch Gymnastik, Yoga und Pilates können die gewünschten Effekte erzielen. Einen Teil vieler Kurse erstatten die Krankenkassen. Bleiben Sie dauerhaft in Bewegung! Hilfreich kann es dazu sein, ein Tagebuch über die eignen Verhaltensänderungen zu Ernährung und Bewegung zu führen. Werden erste, nicht zu hoch gesteckte, Ziele erreicht, macht das Weitermachen mehr Spaß.

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