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Schlaganfall: Mikrowellenhelm ermöglicht schnellere Diagnose

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Mobiles Hightech-Gerät  

Schlaganfalldiagnose nach wenigen Sekunden

18.06.2014, 11:27 Uhr | ag, Pressetext

Schlaganfall: Mikrowellenhelm ermöglicht schnellere Diagnose. Über Kabel werden Mikrowellensignale zum Gehirn weitergeleitet. An den Wellenmustern lässt sich erkennen, ob es sich um einen Schlaganfall handelt. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. (Quelle: Chalmers University of Technology)

Über Kabel werden Mikrowellensignale zum Gehirn weitergeleitet. An den Wellenmustern lässt sich erkennen, ob es sich um einen Schlaganfall handelt. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. (Quelle: Chalmers University of Technology)

Bei einem Schlaganfall ist schnelle Hilfe gefragt. Um die Diagnose zu beschleunigen und so die Heilungschancen des Patienten zu verbessern, haben schwedische Wissenschaftler einen Spezialhelm entwickelt, dessen Funktion auf Mikrowellen beruht. Mit Hilfe des Helms kann in wenigen Sekunden festgestellt werden, ob tatsächlich ein Schlaganfall vorliegt.

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um eine Kooperation der Chalmers University of Technology sowie der Sahlgrenska Academy und dem Sahlgrenska University Hospital in Göteborg. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Transactions on Biomedical Engineering".

Wellenmuster zeigt Veränderungen im Gehirn an

Die Funktion des Helms beruht auf Mikrowellen, die zum Gehirn geleitet werden. An den Wellenmustern lässt sich erkennen, ob Veränderungen im Gehirn stattgefunden haben. Die Oberfläche des Helms ist rundum mit Elektroden besetzt, die über Kabel mit einem Gerät verbunden sind. Über sie werden Mikrowellensignale durch den Schädel gesendet. Dann wird gemessen, wie sich die Signale verändert haben. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Sekunden.

Umgebauter Fahrradhelm dient als Prototyp

Tests mit einem ersten Prototyp, einem umgebauten Fahrradhelm, zeigen, dass das Gerät dabei genau zwischen Blutungen und Gerinnseln im Gehirn unterscheiden kann. Versuche an 45 Testpersonen zeigten, dass mithilfe des Helms Gehirnblutungen in allen Fällen erkannt wurden. Das war bei 19 Patienten der Fall. Allerdings gab es auch fünf Fehlalarme. Hier zeigte das Gerät fälschlicherweise Schädelblutungen an.

Mobiler Einsatz in Krankenwagen geplant

Der Mikrowellenhelm kann nach Aussage der Forscher bereits mobil eingesetzt werden. "Die Möglichkeit, Hirnblutungen schon im Krankenwagen festzustellen, ist eine große Leistung, von der die Schlaganfallversorgung stark profitieren wird", stellt Studienleiter Professor Mikael Persson gegenüber dem britischen Fernsehseder BBC fest. Um die Praxistauglichkeit des Helms weiter zu testen, soll er ab kommendem Herbst den Rettungsteams mitgegeben werden.

Bei Schlaganfall entscheidet jede Minute

Bei einem Schlaganfall ist das schnelle Reagieren von Bedeutung, um den Schaden so gering wie nur möglich zu halten. Dauert es mehr als vier Stunden bis zur Einlieferung ins Krankenhaus, können Teile des Gehirngewebes bereits abgestorben sein. Jede Verzögerung beeinflusst die Heilungschancen negativ.

Um die richtige Behandlung zu wählen, müssen Ärzte möglichst schnell die Ursache für den Schlaganfall finden. Zunächst wird festgestellt, ob die Blutgefäße geschädigt sind oder eine Blockade im Zuge eines Gerinnsels vorliegt. Ein CT-Scan macht die Ursache sichtbar. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis diese Untersuchung in der Klinik stattfinden kann. Der Einsatz des Helms könnte dazu beitragen, dass derart zeitaufwändige Untersuchungen überflüssig werden und die Behandlung schneller erfolgen kann.

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Optimiertes Modell passt sich der Kopfform an

Mittlerweile haben die Forscher den Helm weiterentwickelt. Das neue Modell passt sich besser den verschiedenen Kopfformen der Patienten an. Er wurde bereits im örtlichen Krankenhaus in Göteborg mit Unterstützung des Pflegepersonals und der Patienten getestet. Das Gerät soll in Zukunft so gestaltet sein, dass es in das Kissen passt, auf dem der Kopf des Patienten liegt.

Gemäß den Forschern sind weitere Tests erforderlich. Der Helm könnte jedoch in Zukunft eine wertvolle Unterstützung bei der Behandlung von Schlaganfällen werden. Bis dahin seien herkömmliche Diagnosemethoden weiterhin einzusetzen.

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