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Hämorrhoiden: Behandlung, Ursachen und Vorbeugung

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Besser nicht aussitzen  

Hämorrhoiden: Wichtiges auf einen Blick

06.11.2017, 11:58 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Hämorrhoiden: Behandlung, Ursachen und Vorbeugung. Hämorrhoiden: Lange Toilettensitzungen schaden mehr als sie nutzen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/vadimguzhva)

Hämorrhoiden: Lange Toilettensitzungen schaden mehr als sie nutzen. (Quelle: vadimguzhva/Thinkstock by Getty-Images)

Hämorrhoiden sind für viele ein peinliches Tabuthema. Dabei ist laut Schätzungen fast jeder Dritte über 30 Jahren und sogar jeder Zweite über 50 Jahren von Hämorrhoidalleiden betroffen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Ursachen der Erkrankung zugrunde liegen können und auf welche Symptome Sie achten sollten. Lesen Sie außerdem 7 Tipps zur ersten Hilfe. 

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden, oder auch Hämorriden, sind die ringförmigen Blutgefäßpolster am After und dienen dazu, den Darm gut abzudichten. "Jeder Mensch hat diese Polster. Sie dichten den Enddarm nach außen ab und verhindern, dass Stuhlreste austreten", erklärt Prof. Alexander Herold vom End- und Dickdarm-Zentrum in Mannheim.

Zu Hämorrhoidenleiden (im Volksmund jedoch zumeist einfach der Begriff "Hämorrhoiden" genutzt) kommt es, wenn die ringförmigen Blutgefäßpolster am After krankhaft vergrößert sind. "Wenn auf die Blutgefäße längere Zeit Druck ausgeübt wird, kann das Blut nicht mehr abfließen, die Adern erweitern sich, und ihr zartes Bindegewebe leiert aus." In der Folge dringt Flüssigkeit aus dem unteren Mastdarm nach außen, so dass die Haut am After juckt, brennt und blutet.

Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Probleme bereiten sie nur, wenn sie aus dem After heraustreten. (Quelle: dpa-infografik)Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Probleme bereiten sie nur, wenn sie aus dem After heraustreten. (Quelle: dpa-infografik)


Symptome: Diese Anzeichen deuten auf Hämorrhoiden hin

Der Beginn einer Hämorrhoiden-Erkrankung ist oftmals symptomfrei und bereitet selten schwere Schmerzen, da „Hämorrhoiden von einer Darmschleimhaut überzogen sind, die keine Schmerznerven hat", sagt Bernhard Lenhard von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).

Oft wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn folgende Symptome zusätzlich eintreten:

  • Spuren von hellrotem Blut beim Stuhlgang oder auf dem Toilettenpapier
  • Brennende Schmerzen
  • Juckreiz am After
  • Nässe im Analbereich
  • Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • Druckgefühl
  • Fremdkörpergefühl im Analbereich
  • Nachschmieren von Stuhl

Hämorrhoiden: Untersuchung und Diagnose

Besonders bei Blut im Stuhl sollten Sie einen Proktologen (Facharzt für Enddarmerkrankungen) aufsuchen. "Allein schon deshalb, um rechtzeitig andere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen", erklärt Lenhard.  "Darmkrebs zum Beispiel verursacht ganz ähnliche Beschwerden."

Zunächst tastet der Arzt den Enddarm vorsichtig mit einem Finger aus. "So kann man knotige Veränderungen oder Einengungen fühlen sowie Druck und Spannung des Schließmuskels überprüfen", sagt Bernhard Strittmatter, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands (Spezialisten für Dick- und Enddarmleiden). "Das weiche Gewebe der Hämorrhoiden kann man meist aber nicht tasten."

Deshalb wird im Anschluss ein Proktoskop in den Analkanal eingeführt. Das ist ein dünnes Metallrohr mit einer Beleuchtung an der Spitze, mit dem der Arzt das Innere des Enddarms genau betrachten kann. "Bei Blutungen, die sich nicht durch den Befund im Enddarm erklären lassen, sollte vorsichtshalber auch der dahinterliegende Mastdarm und gegebenenfalls der gesamte Dickdarm untersucht werden.

Vier Hämorrhoiden-Stadien: Schnell handeln

Warten macht alles nur schlimmer – denn bleiben Hämorrhoiden unbehandelt, werden sie im Laufe der Zeit größer und müssen im schlimmsten Fall operativ entfernt werden. Mediziner unterscheiden dabei vier Stadien der Erkrankung, die über die Behandlungsmethode der Hämorrhoiden entscheiden:

Schweregrad

Symptome

Grad 1 Die Hämorrhoiden sind nur per Darmspiegelung zu erkennen. Es zeigen sich leichte bis keine Symptome.
Grad 2Beim Pressen wölben sich die Hämorrhoiden nach außen, danach ziehen sie sich aber wieder zurück. Sie sind vergrößert und hinterlassen ein unangenehmes Fremdkörpergefühl.
Grad 3Die Hämorrhoiden ziehen sich nicht wieder automatisch zurück, und es muss mit den Fingern nachgeholfen werden.
Grad 4Die angeschwollenen Gefäßpolster lassen sich auch mit den Fingern nicht wieder zurückschieben. Das Fremdkörpergefühl hält an, zusätzlich können Nässen und Schmerzen auftreten. Ist der Darmausgang beschädigt, kann es ebenfalls zu leichter Inkontinenz kommen.

(Quelle: apotheken-umschau.de)

Hämorrhoiden: Die Ursachen sind vielfältig

  • Heftiges Pressen beim Stuhlgang ist einer der häufigsten Gründe für Hämorrhoidalleiden. "Man sollte nur dann auf Toilette gehen, wenn man auch wirklich muss", so der Experte.
  • Langes Verweilen auf dem Klo belastet den Beckenboden. Ausgiebiges Zeitunglesen auf der Toilette sollten Sie deshalb vermeiden.
  • Verstopfungen – häufig die Folge einer ballaststoffarmen Ernährung.
  • Genetisch bedingte Bindegewebsschwäche.
  • Schwangerschaft

Behandlung und Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Zur Linderung der Beschwerden empfehlen Therapeuten u.a.:

  • Warme Sitzbäder
  • Cremes, Salben oder Zäpfchen
  • Feuchte Umschläge z.B. mit Kamille oder Quark
  • Ballaststoffreiche Ernährung, sowie Obst und Gemüse
  • Richtiges Toilettenverhalten: Pressen und lange Sitzungen vermeiden
  • Richtige Reinigung nach dem Stuhlgang: mit lauwarmen Wasser oder feuchtes Toilettenpapier ohne Chemikaline
  • Hämorrhoiden-Kissen

Welches Hausmittel sich als das Beste bewährt hat und welche weiteren Maßnahmen zur Behandlung von Hämorrhoiden existieren, erfahren Sie hier.

Hämorrhoiden vorbeugen: Gesunde Ernährung und viel Bewegung

Da Hämorrhoidenleiden nicht immer von äußeren Faktoren, sondern auch oft durch genetisch bedingte Faktoren wie Bindegewebsschwäche ausgelöst wird, ist eine 100 prozentige Vorbeugung leider nicht möglich.

Folgende Maßnahmen helfen jedoch, die Wahrscheinlichkeit von Hämorrhoiden zu senken:

  • Ballaststoffreiches Essen, z.B. Müsli, Vollkornnudeln oder Naturreis
  • Frisches Obst und Gemüse
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, mindestens zwei Liter am Tag
  • Regelmäßige Bewegung und Sport
  • Vermeiden von Übergewicht
  • Nur nötigen Stuhlgang

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