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Herzinfarkt: "Bluthochdruck-Gen" erhöht Infarktrisiko

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Infarktrisiko erhöht  

Männer haben das Bluthochdruck-Gen

29.01.2015, 12:29 Uhr | Matthias Lauerer

Herzinfarkt: "Bluthochdruck-Gen" erhöht Infarktrisiko. Männer haben auch genetisch ein höheres Infarktrisiko. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer haben auch genetisch ein höheres Infarktrisiko. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein stechender Schmerz, dazu Atemnot oder Übelkeit: Ein Herzinfarkt endet für Betroffene oft im Krankenhaus. Forscher der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen wiesen vor kurzem nach, dass ein bestimmtes Gen bei Männern das Risiko mindestens verdoppeln kann, einen Herzinfarkt zu erleiden. Ärzte nennen es das "Bluthochdruck-Gen".

Zum ersten Mal gelang es den Wissenschaftlern, diese genetische Veränderung bei Beteiligten einer großen Studie zu belegen. Grundlage dafür: Die "Heinz-Nixdorf-Recall-Studie", die seit dem Jahr 2000 mit gut 4.800 Teilnehmern läuft. Untersucht wurden dabei Männer zwischen 45 und 75 Jahren. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im US-Fachmagazin "Atheroscleriosis".

"Bluthochdruck-Gen" wird Männern gefährlich

Das von den Forschern gefundene Gen trägt den Namen "GNB3 C/T" - und kann für Ärger sorgen. Frauen können jetzt aufatmen, denn nur bei Männern kommt es vor. "Viele Menschen können jene Veränderung in sich tragen und damit leben. Dies ist noch kein Beweis dafür, dass man auch einen Herzinfarkt erleidet", sagt der geschäftsführende Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Essen, Privatdozent Dr. Ulrich Frey. Richtig sei es, dass viele Faktoren zusammenkämen und diese sich beeinflussen würden.

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In der Medizin wird das Gen auch als "Bluthochdruck-Gen" bezeichnet. Grund dafür: Es beeinflusst maßgeblich den Blutdruck seines Trägers, weil es auf die Nierenfunktion einwirkt - und sich so an der heiklen Regulierung beteiligt. "Tragen Sie diese Veränderung im Körper und kommt dann zusätzlich und verstärkend noch Übergewicht oder Diabetes hinzu, kann dies die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt weiter erhöhen. Unsere Forschungsergebnisse in jenem Bereich werden immer mehr und verbessern sich."

Herzinfarkt-Risiko ungleich verteilt

Die DNS, kurz für Desoxyribonukleinsäure, ist der Bauplan der Gene im menschlichen Körper. Dieser unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. So haben einige von Natur aus ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Dies ist wichtig um zu verstehen, wem ein Herzinfarkt widerfährt und wer davon verschont bleibt. Bei einem Herzinfarkt wird der Blutfluss zum Herz plötzlich unterbrochen. Folge: Das lebenswichtige Organ erhält keinen Sauerstoff mehr. Wenn keine Hilfe zur Stelle ist und der Herzmuskel nicht mehr pumpen kann, stirbt das Organ langsam ab.

Experten raten von Gentest ab

Im Blut oder in der Mundschleimhaut lässt sich die genetische Veränderung bereits heute nachweisen, doch sei dieser Test in den Augen des Mediziners Frey keineswegs sinnvoll. "Wenn man diese Veränderung hat, ist das Infarkt-Risiko zwar erhöht. Doch viele andere Faktoren führen dazu, dass es auch zu einem Herzinfarkt kommt".

Der 42-Jährige, der seit vierzehn Jahren am Essener Klinikum arbeitet, führt weiter aus: "Deshalb bieten nur sehr wenige Hausärzte den Test an." Einfacher Grund dafür: "Wenn wir den Menschen sagen, dass sie dieses Gen in sich tragen, so können wir ihnen nicht sagen, wie wir ihnen helfen. Wir wissen nicht, was man gegen diese Genveränderung tun kann. Unserer Empfehlung lautet daher: Lassen Sie sich nicht darauf testen."

Auch wenn der Gentest im Moment nicht empfohlen wird, so ist Experte Frey davon überzeugt, "dass zukünftig auch solche genetische Untersuchungen zur persönlichen Risikoabschätzung beitragen werden. Damit könnte dann eine maßgeschneiderte, sogenannte individualisierte Therapie, beginnen."

Symptome erkennen

Was sich jedoch im Alltag unbedingt und bereits heute sehr einfach beeinflussen lasse, seien die Risikofaktoren. "Wenn ich meine genauer beobachte und sie vielleicht überdenke, so kann das sehr helfen." Dann zählt der Forscher die bekannten Punkte auf: Fettleibigkeit, zu viel Alkohol, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck oder hoher Zigarettenkonsum.

Infarkt ohne Vorwarnung

Der Essener Arzt weist ebenfalls daraufhin, dass es jederzeit zum Herzversagen kommen könne - auch ohne, dass es vorher zum Auftreten bekannter Warnzeichen kommen müsse. Dazu zählen stechender Brustschmerz, eine überraschend einsetzende Atemnot, Kurzatmigkeit oder plötzliche Übelkeit. Dabei ist es nicht immer einfach, die Symptome eines Herzinfarktes zu erkennen, da die Symptome auch nur vereinzelt auftreten könnten.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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