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Grippewelle rollt an: Influenza-Viren breiten sich aus

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Immer mehr Erkrankungen  

Grippe-Welle rollt über Deutschland

11.02.2015, 16:33 Uhr | msh, bri, dpa

Grippewelle rollt an: Influenza-Viren breiten sich aus. Deutschland schnieft. Das Robert Koch-Institut verzeichnet eine starke Zunahme von Atemwegserkrankungen. (Quelle: Thinkstock/Robert Koch-Institut)

Deutschland schnieft. Das Robert Koch-Institut verzeichnet eine starke Zunahme von Atemwegserkrankungen. (Quelle: Thinkstock/Robert Koch-Institut)

Es schnieft und hustet - die Grippewelle hat das Land im Griff. Die "Arbeitsgemeinschaft Influenza" des Robert Koch-Instituts (RKI) verzeichnet mittlerweile eine stark erhöhte Influenza-Aktivität. 5563 neue Fälle von akuten Atemwegserkrankungen wurden der Arbeitsgemeinschaft allein für die erste Februarwoche 2015 gemeldet.

Das ist ein deutlicher Sprung zu den Meldezahlen der Vorwoche, gleichzeitig sind es rund neun Prozent mehr Fälle als im Jahr zuvor. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI erfasst sämtliche Atemwegserkrankungen in Deutschland, also auch Bronchitis oder Lungenentzündungen. All diese Leiden sind laut RKI ein Kennzeichen für die Aktivität der Influenza, der "echten" Virusgrippe. Von den rund 5600 Erkrankungen sind 4563 von Laboren bestätigte echte Grippefälle.

Impfung schützt vor Grippe

Eine Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst und beginnt in der Regel plötzlich. Hohes Fieber bis zu 41 Grad, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten und Schnupfen sind typische Anzeichen. Der Kranke fühlt sich elend und hat kaum Kraft, das Bett zu verlassen. In rund 80 Prozent der Fälle verläuft jedoch eine Grippe mit leichten Beschwerden oder sogar unbemerkt.

Den besten Schutz vor der Influenza bietet eine rechtzeitige Grippeimpfung. Im Oktober und November ist die beste Zeit für die jeweils kommende Grippesaison. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Influenza allen Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmten Risikogruppen, zum Beispiel Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Jetzt noch impfen lassen

Bis der Impfschutz sich vollständig aufgebaut hat, benötigt der Körper in etwa ein bis zwei Wochen. Sollte die aktuelle Grippewelle länger anhalten, ist eine Impfung durchaus noch sinnvoll. Wer bereits an einem akuten Infekt leidet, zum Beispiel eine Erkältung oder Fieber hat, sollte auf eine Impfung verzichten.

Aktueller Impfstoff hat Schwächen

Eine Impfung bietet allerdings keinen hundertprozentigen Schutz. Vor allem in dieser Saison könnte es vermehrt Fälle von versagendem Impfschutz geben. Denn der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt nicht optimal. Bei einem der drei derzeit zirkulierenden Virentypen müsse mit einer schwächeren Wirksamkeit gerechnet werden, teilt das Robert Koch-Institut vor kurzem mit. Da die Impfstoffe aber vor den anderen Viren-Typen schützten, empfiehlt das RKI die Impfung trotzdem.

Doch wieso wirkt der Impfstoff nicht so gut? Die Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung, wie ein RKI-Experte erklärt. Daher werde auch die Zusammensetzung des Impfstoffes jedes Jahr neu geprüft. Die Untersuchung der bislang zirkulierenden Viren zeigte aber, dass der Impfstoff nicht optimal zu den Viren des Typs A(H3N2) passe. Genauer gesagt, muss das im Impfstoff enthaltene Eiweiß mit dem Oberflächeneiweiß des Erregers übereinstimmen.

So schützen Sie sich

Um Infektionen vorzubeugen, ist eine gute Handhygiene wichtig. Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände danach gründlich ab, am besten mit einem Papierhandtuch. Verzichten Sie bei Erkältungs- und Grippeepidemien besser aufs Händeschütteln. Vermeiden Sie es zudem, mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund zu berühren.

Die Grippesaison 2013/2014 fiel besonders mild aus. Die gezählten 780.000 grippebedingten Arztbesuche stellten ein historisches Tief dar. Die letzte schwere Grippe-Welle gab es laut RKI im Winter 2012/2013. Damals wurden zehnmal so viele grippebedingte Arztbesuche wie 2012/2013 verzeichnet.


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