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Krankheiten: So behandeln Sie peinliche Tabu-Leiden selbst

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Blähungen, Mundgeruch und Hämorriden  

So behandeln Sie Tabu-Leiden selbst

17.02.2015, 09:19 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Krankheiten: So behandeln Sie peinliche Tabu-Leiden selbst. Wegen Blähungen oder Verstopfung geht keiner gern zum Arzt. Bei leichten Beschwerden können  auch Hausmittel Abhilfe schaffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wegen Blähungen oder Verstopfung geht keiner gern zum Arzt. Bei leichten Beschwerden können auch Hausmittel Abhilfe schaffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Neben Mundgeruch und Fußpilz zählen auch Verstopfung, Blähungen und Hämorriden zu den Tabu-Leiden der Deutschen. Einem Arzt gegenüber sitzen und darüber sprechen? "Lieber nicht", denken die meisten. Wir verraten, wie Sie fünf peinliche Leiden im ersten Schritt selbst behandeln können und geben Tipps, wie es gar nicht erst so weit kommt.

Mundgeruch ist tückisch, denn oftmals bemerkt ihn der Betroffene selbst nicht. Der Leidtragende ist das Gegenüber. Doch mit einem einfachen Test, lässt sich der unangenehme Geruch entlarven: Für den "Schleck-Test" streift man mit der Zunge über den Handrücken und riecht daran.

Die richtige Mundhygiene vertreibt schlechten Atmen

Ist der Speichel getrocknet, sind die durch Bakterien verursachten Schwefelverbindungen gut wahrnehmbar. Medizinern zufolge sind in 85 Prozent der Fälle Bakterien im Mundraum schuld an Mundgeruch. Ein weißlich-gelber Belag auf der Zunge deutet ebenfalls auf schlechten Atem hin.

Apfel bekämpft Bakterienwachstum im Mund

Um vorzubeugen, helfen nicht nur Mundspülungen, Zahnseide und ein Zungenschaber. Wer immer eine Zahnbürste bei sich hat, kann nach dem Essen sowie dem Genuss von Kaffee schlechten Atem einfach wegputzen. Zu den effektivsten Sofort-Maßnahmen gehören Kaugummis, Salbeibonbons, Äpfel sowie ein großes Glas Wasser.

Hilft das alles nichts und kommt der Mundgeruch immer wieder, sollte man einen Arzt um Rat fragen. Denn dann können verschiedene Krankheiten, darunter Magen- oder Nierenentzündungen, schuld an dem üblen Geruch sein.

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Fußpilz in trockene Tücher bringen

Auch Fuß- und Nagelpilz sind vielen peinlich. Meist lauern die Pilze in Schwimmbädern, Saunen oder Sportduschen, denn sie mögen es warm und feucht. Schätzungen zufolge leidet etwa jeder dritte Deutsche an einer Infektion. Gräulich-weiß gefärbte, aufgequollene und juckende Hautstellen sowie gelblich verfärbte, brüchige und verdickte Nägel weisen auf einen Befall hin.

Um vorzubeugen ist es wichtig, nach dem Duschen oder Baden die Füße gründlich abzutrocknen. Handtücher und Socken sollten regelmäßig gewechselt und bei 60 Grad gewaschen werden. Im Schwimmbad sind Badeschuhe sinnvoll.

Erste Hilfe aus der Apotheke

Bei den ersten Anzeichen eines Befalls muss man sofort aktiv werden, denn der Pilz breitet sich schnell aus. In der Apotheke sind wirksame und frei verkäufliche Mittel erhältlich. Diese müssen mehrmals täglich und über mindestens vier Wochen hinweg auf dem Fuß angewendet werden. Denn: Bleibt eine Spore übrig, kommt der Pilz wieder.

Knoblauch desinfiziert und tötet Pilze

Die eigene Küche hält ebenfalls ein Hilfsmittel bereit: Knoblauch. Es sind die schwefelhaltigen Wirkstoffe, die der Knolle antibakterielle, desinfizierende und pilztötende Eigenschaften verleihen. Die Knoblauchzehen können mehrmals am Tag auf die Füße gerieben werden. Auch verzehrt hilft die Knolle. Aber: Roh und viel muss es sein, darin sind sich die Experten einig. Zeigen diese Maßnahmen keine Wirkung, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Hämorriden: das Tabuleiden Nummer eins

Wohl kaum etwas ist peinlicher als Hämorriden am Po. Kein Wunder also, dass viele Betroffene den Besuch beim Arzt aufschieben. Nach Angaben des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands (BCD) sind Hämorriden "außerordentlich weit verbreitet".

Langes Sitzen lässt Gefäßpolster wachsen

Hinweise auf die vergrößerten Gefäßpolster, die unter anderem der Feinabdichtung des Afters dienen, geben Symptome wie Juckreiz, Brennen, Nässen, Blutungen und Schmerzen in der Analregion. Die Bildung krankhaft vergrößerter Hämorriden ist häufig erblich bedingt. Doch auch eine ballaststoffarme Ernährung, Übergewicht, häufiges Sitzen, Verstopfung sowie Pressen beim Stuhlgang können zu Problemen führen.

Sitzbäder auf Pflanzenbasis können helfen

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verdacht auf Hämorriden helfen Salben, Analtampons und Zubereitungen für Kamillen- und Eichenrindensitzbäder. Am besten fragt man in der Apotheke um Rat. Einige Experten empfehlen zudem, bei Salben und Zäpfchen auf den Wirkstoff Bufexamac besser zu verzichten, da dieser zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen kann.

Wichtig zu wissen ist, dass diese Maßnahmen lediglich die Beschwerden lindern, nicht aber die Hämorriden beseitigen. Sei nach spätestens vier Wochen keine Besserung eingetreten, solle der Besuch beim Arzt nicht weiter hinausgezögert werden, rät der BCD. Das gelte auch bei Blutungen, Schleimabsonderungen sowie Stuhlunregelmäßigkeiten. Denn hinter den Symptomen können auch schwerwiegende Erkrankungen stecken.

Verstopfung und Blähungen werden oft als peinlich empfunden

Blähungen und Verstopfung gehören ebenfalls zu den Beschwerden, über die lieber geschwiegen wird. Blähungen werden häufig durch kohlensäurehaltige Getränke, hastiges Essen, Kaugummikauen, Süßstoffe und blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Bohnen oder Kohl ausgelöst.

Beim Spaziergang heimlich pupsen

Im Akutfall sollte enge Kleidung gelockert werden. Auch ein Spaziergang kann für Linderung sorgen und bietet zudem eine gute Möglichkeit, die Gase ungehört entweichen zu lassen. Tees aus Kamille, Fenchel und Kümmel haben sich ebenfalls bewährt.

Bei starken Schmerzen besser zum Arzt

Aus der Apotheke helfen unter anderem die Wirkstoffe Dimeticon und Simeticon. Diese wirken im Verdauungstrakt als "Entschäumer" und unterstützen den Abgang der Darmwinde. Sie sind als Kautabletten erhältlich. Treten die Blähungen immer wieder auf oder kommen Bauchschmerzen hinzu, sollte ein Arzt die Ursache abklären.

Trockenpflaumen bringen die Verdauung auf Trab

Regelmäßige Spaziergänge können auch gegen Verstopfung helfen. Zudem sollte man auf eine ballaststoffreiche Ernährung sowie eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. Zwei Liter am Tag sollten es sein. Im Akutfall bringen getrocknete Pflaumen und Feigen sowie Floh- und Leinsamen die Verdauung in Schwung.

Hartnäckige Verstopfung ernst nehmen

Einige Tropfen Pfefferminzöl mit Wasser verdünnt eingenommen, können das unangenehme Völlegefühl lindern. Zum Arzt muss man auf jeden Fall dann, wenn die Hausmittel keine Wirkung zeigen, die Verstopfung immer wieder auftritt oder gar Schmerzen und Blut im Stuhl hinzukommen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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