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Alkohol macht dick: Bald stehen Kalorien auf der Weinflasche

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Dickmacher Alkohol  

Bald stehen die Kalorien auch auf der Bierflasche

01.05.2015, 09:09 Uhr | Gisela Gross, dpa

Alkohol macht dick: Bald stehen Kalorien auf der Weinflasche. Regelmäßige Alkohol- und besonders Biertrinker haben einen größeren Bauchumfang. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Regelmäßige Alkohol- und besonders Biertrinker haben einen größeren Bauchumfang. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bierbäuche zeigen es wohl am deutlichsten: Zwischen Alkohol und Fett gibt es einen Zusammenhang. Verbraucher sollen daher zukünftig besser über Alkohol als Dickmacher informiert werden, fordern EU-Parlamentarier: Bei alkoholischen Getränken soll künftig eine Kalorienangabe auf der Verpackung stehen. Außerdem soll es auf den Etiketten Warnhinweise für Schwangere und Autofahrer geben. Über die Pläne stimmt das EU-Parlament heute ab.

"Drei Bier sind auch ein Schnitzel" - Sätze wie dieser sind an Stammtischen verbreitet. Tatsächlich schlägt ein Glas Wein mit etwa 130 Kalorien zu Buche. Ähnliche Kalorienmengen findet man in einem 0,3-Liter-Glas Bier, auf weit mehr bringen es Cocktails. Vielen Menschen ist das jedoch nicht bewusst. Verbraucher besser über Alkohol als Dickmacher zu informieren, haben Europa-Parlamentarier am Mittwoch gefordert: Bei alkoholischen Getränken soll künftig eine Kalorienangabe auf der Verpackung stehen. Die EU-Kommission soll dazu eine Gesetzesvorlage ausarbeiten.

Wein und Bier liefern eine Menge Kalorien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Grafik: T-Online) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Grafik: T-Online) Alkohol hat fast so viele Kalorien wie Fett

Für Experten ist allerdings klar: Alkohol weist einen hohen Energiegehalt auf. Mit etwa sieben Kalorien pro Gramm liege er in der Nähe von Fett (neun Kalorien pro Gramm), sagt der Ernährungsexperte der Berliner Charité, Professor Andreas Pfeiffer. Man müsse kein Alkoholiker sein, um zusätzlich zur Nahrung eine relevante Menge an Kalorien über Wein, Bier oder Schnaps aufzunehmen.

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Wie oft trinken Sie Alkohol?

Wie sich der Konsum von zwei Gläsern täglich auswirkt, haben Forscher in einer groß angelegten Studie 2011 untersucht: Bei Männern begünstigte er ein höheres Körpergewicht. Zudem wurde bei beiden Geschlechtern ein größerer Taillenumfang gemessen. "Wer mehr Bier trank, hatte einen dickeren Bauch. Aber der Zusammenhang zeigte sich etwas schwächer auch bei Weintrinkern", sagt Studienautorin, Manuela Bergmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

Kalorien aus Alkohol wandern eher in den Bauch als in die Hüfte

Doch ist es der Energiegehalt des Alkohols selbst, der dick macht? Endgültig geklärt ist das nicht, wie Bergmann sagt. Alkohol wirke auch appetitanregend und enthemmend. Zudem wird er im Körper als erstes abgebaut, vor allem in der Leber: Wegen dieser Entgiftung und Einflüssen auf den Fettstoffwechsel könnte etwa mit der Nahrung aufgenommene Energie anders verarbeitet werden, vermutet Bergmann.

Nicht zuletzt beobachteten Wissenschaftler einen veränderten Hormonspiegel, der womöglich die Verteilung von Fett am Körper beeinflusst: In ihrer Studie dokumentierte Bergmann, dass Alkohol konsumierende Teilnehmerinnen eine für ihr Geschlecht eher stärkere Taille im Verhältnis zur Hüfte hatten.

Erhöhtes Risiko für Krebs und andere Krankheiten

Doch damit nicht genug: Alkohol an sich erhöht das Risiko für bestimmte Krebsarten und mit Fett im Oberbauch steigt das Risiko für viele andere Erkrankungen. Die Forscherin fürchtet daher, dass sich mit der Kennzeichnung die Wahrnehmung von Bier, Wein und Co ändern könnte: "Mit einer Kalorienangabe würden alkoholische Getränke in eine Reihe mit Lebensmitteln gestellt." Gesundheitlich bedeutsamer sei daher die Angabe des Alkoholgehalts.

Immerhin ein Informationsplus für Verbraucher sieht der Mediziner Manfred Singer: "Im Hinblick auf Fettleibigkeit unterschätzen viele den Einfluss von Alkohol", sagt er. "Für kalorienbewusste Verbraucher kann die Kennzeichnung sinnvoll sein", glaubt auch Mediziner Pfeiffer. "Man sollte aber nicht erwarten, dass Menschen dadurch abnehmen." Diesen Effekt habe auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln nicht gehabt.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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