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Herzinfakt-Risiko steigt mit einer Scheidung

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Frauenherzen besonders gefährdet  

Mit einer Scheidung steigt das Herzinfarktrisiko

19.05.2015, 12:22 Uhr | ag

Herzinfakt-Risiko steigt mit einer Scheidung. Eine Trennung belastet nicht nur die Psyche, sie geht auch ans Herz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Trennung belastet nicht nur die Psyche, sie geht auch ans Herz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Menschen, die eine Scheidung hinter sich haben, sollten gut auf ihr Herz achten. Laut einer Studie der Duke University in Durham (USA) ist ihr Herzinfarktrisiko im Vergleich zu Verheirateten deutlich höher. Vor allem Frauen sind hierbei die Leidtragenden. Bei ihnen ist die Gefahr, dass der psychische Kummer das Herz schädigt, besonders groß.

Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler Daten von 15.827 Personen im Alter von 45 bis 80 Jahren aus, die im Zeitraum von 1992 bis 2010 regelmäßig alle zwei Jahre zu ihrem Beziehungsstatus und ihrer Herzgesundheit befragt wurden. Faktoren zum allgemeinen Gesundheitszustand und Lebensstil wurden ebenfalls bei der Analyse berücksichtigt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie im Fachmagazin "Circulation".

Zweite Scheidung für Frauen besonders ungünstig

Etwa ein Drittel der Studienteilnehmer wurde im Beobachtungszeitraum mindestens einmal geschieden. Dabei zeigte sich, dass Frauen nach dem Beziehungs-Aus ein um 24 Prozent erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt hatten - im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossinnen, die durchgängig mit demselben Partner verheiratet waren. Bei mehreren Scheidungen stieg ihr Infarktrisiko sogar um 77 Prozent an. Das sei vergleichbar mit einem erhöhten Infarktrisiko durch Bluthochdruck oder Diabetes, sagen die Studienautoren.

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Männerherzen stecken eine Trennung besser weg

Bei Männern zeigte sich ein nennenswerter Zusammenhang zwischen Beziehungsstatus und Herzgesundheit erst ab zwei Scheidungen. So erhöhte sich das Herzinfarktrisiko nach der ersten Trennung um moderate zehn Prozent, bei mehreren Trennungen betrug der Anstieg 30 Prozent. Grundsätzlich ging es den Männern bei einer erneuten Vermählung besser als Frauen, die ebenfalls einen weiteren Ehe-Anlauf wagten. Daraus schlossen die Forscher, dass Männer es offenbar leichter verkraften, wechselnde Ehepartner zu haben.

Ab der zweiten Scheidung jedoch wurde es dann aber auch für Männer gefährlicher: Wer zwei oder mehr Scheidungen hinter sich brachte, erhöhte sein Infarktrisiko um 30 Prozent.

Psychischer Stress schlägt aufs Herz

Eine Begründung, warum das Ehe-Aus Frauenherzen mehr zu schaffen macht, liefert die Studie nicht. Was den Studienautoren jedoch auffiel, war die Tatsache, dass Paare, die sich mehr als einmal scheiden ließen, im Schnitt schlechter ausgebildet waren sowie häufiger Genussmittel konsumierten als Menschen in stabilen Ehen. Allerdings führte auch eine Berücksichtigung dieser bekannten Risikofaktoren nicht zu wesentlichen Änderungen der Infarktrisiken.

Das Resümée der Forscher lautet daher: "Entgegen den Erwartungen und der vorhandenen Literatur konnten wir zeigen, dass die erhöhten Risiken bei Männern und Frauen nach Scheidungen nicht auf den Verlust von Einkommen und Krankenversicherung sowie eine Steigerung von depressiven Symptomen, Alkoholkonsum und Rauchen zurückzuführen sind." Stattdessen gehen sie davon aus, dass der mit einer Scheidung verbundene Stress eine wichtige Rolle bei den Befunden gespielt hat.

Broken Heart Syndrom - ein Frauenthema

Dass dauerhafter psychischer Stress dem Herz schadet, gilt bereits seit längerem als medizinisch erwiesen. Ärzte sprechen vom so genannten Broken Heart Syndrom, das durch Liebeskummer, Trennungen oder Todesfälle in der Familie ausgelöst werden kann. Dabei handelt es sich um eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung, die zum Tode führen kann. Von ihr sind Frauen stärker betroffen als Männer. Warum das so ist, ist wissenschaftlich bislang nichtg erklärbar.

Symptome ähnlich wie bei einem Herzinfarkt

Die Anzeichen für das Broken-Heart-Syndrom seien mit denen eines Herzinfarktes vergleichbar. Dabei weisen die Betroffenen Symptome wie Druck auf der Brust, Übelkeit, Angst oder Atemnot auf. Durch die psychisch belastende Situation kommt es im Körper zu einer starken Ausschüttung von Stresshormonen. Bei einer überschießenden Menge können sie die Herzmuskelzellen direkt schädigen und den Blutfluss in den Gefäßverzweigungen im Herzen behindern.

Da oft nicht eindeutig zwischen einem Herzinfarkt und dem Broken-Heart-Syndrom unterschieden werden kann, helfen Herzkatheteruntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen oder ein MRT bei der Diagnose. Liegt ein akuter Fall vor, kann es zu Herzrhythmusstörungen,Vorhofflimmern, aber auch zum plötzlichen Herztod kommen. Mit der richtigen und schnellen Behandlung ist das Syndrom heilbar. Im Gegensatz zu einem Herzinfarkt normalisiert sich die Herzkammerfunktion vollständig.

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