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Schluckauf: Ursachen für das Dauer-Hicksen

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Lästiger Singultus  

Schluckauf: Ursachen für das Dauer-Hicksen

03.06.2015, 15:18 Uhr | rk (CF)

Schluckauf: Ursachen für das Dauer-Hicksen. Durch zu hastiges Trinken kann Schluckauf verursacht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durch zu hastiges Trinken kann Schluckauf verursacht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schluckauf kann ganz schön lästig sein. Insbesondere dann, wenn er länger anhält. Die Ursachen für das Hicksen sind vielfältig. Wo sie liegen und was Sie gegen einen akuten Schluckauf tun können, erfahren Sie hier.

Zwerchfell als Ursprung des Schluckaufs

Der Ursprung des Schluckaufs, medizinisch Singultus genannt, liegt im Zwerchfell. Dieses trennt Bauch- und Brusthöhle voneinander und ist für die Zwerchfellatmung verantwortlich: Wenn Sie einatmen, zieht sich das Zwerchfell nach unten und das Brustkorbvolumen nimmt gleichzeitig zu. Durch den so entstandenen Unterdruck wird die Luft durch die geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt. Sobald sich das Zwerchfell wieder entspannt, kommt die Luft wieder aus der Lunge.

Häufig ist der Nervus phrenicus, der Zwerchfellnerv, für das Hicksen verantwortlich. Wird dieser gereizt kommt es zum lästigen Schluckauf. Das Zwerchfell verkrampft und die Stimmritze zwischen den Stimmbändern verschließt sich. Die Luft in der Lunge kann nicht entweichen, wodurch ein Druck entsteht, der sich in Form von Schluckauf entlädt, wie die "Apotheken Umschau" erklärt.

Schluckauf-Ursachen: Kalte Getränke, schnelles Schlucken und Co.

Ursachen für ein akutes Auftreten des Hicksens können zu hastiges und schnelles Schlucken sein, wodurch Luft in den Magen gelangt, sehr heiße oder kalte Mahlzeiten und Getränke sein, zu große Speisen, kohlensäurehaltige Getränke, hoher Alkoholkonsum und starkes Rauchen. Ferner können starke Nervosität und Stress für den Schluckauf verantwortlich sein. Warum der Singultus auftritt, lässt sich laut Angaben des Gesundheitsportals "Onmeda" jedoch nicht immer medizinisch begründen.

Was hilft gegen Schluckauf?

Eines vorweg: Hausmittel sind zwar hilfreich, wenn Sie Schluckauf loswerden möchten, doch gibt es keine Garantie dafür, dass sie auch funktionieren. Ausprobieren lautet daher das Motto. Alle Hausmittel dienen der Beruhigung des Zwerchfells. Sie können den flachen Muskel entspannen, indem Sie sich durch die verschiedenen Tricks ablenken.

Trinken Sie beispielsweise ein Glas kaltes, stilles Wasser und schlucken Sie die Flüssigkeit in kleinen, schnellen Zügen herunter. Diese Methode wirkt nicht bei Ihnen? Dann versuchen Sie es mit der folgenden: Beißen Sie in eine Zitrone, schlucken Sie einen Teelöffel Zucker oder gurgeln Sie mit einem Glas Wasser. Manchen Betroffenen soll es auch helfen, wenn sie kurze Zeit die Luft anhalten oder erschreckt werden, um den Schluckauf loszuwerden. Beliebt ist auch, den Geplagten nach seinem gestrigen Mittagessen zu fragen. Die Methoden haben gemeinsam, dass der Betroffene abgelenkt wird und sich die Atmung wieder entspannt.

Ursachen für Schluckauf beim Baby

Auch Babys hicksen – sogar bereits im Mutterleib. Sie trainieren damit möglicherweise ihr Zwerchfell für das spätere Atmen außerhalb der Fruchtblase. Einer weiteren Theorie zufolge verhindert der Schluckauf, dass Flüssigkeit in die Luftröhre eindringt.

Bei Neugeborenen tritt das Hicksen vor allem nach dem Stillen auf. Die Ursachen dafür sind vollkommen unbedenklich. Wenn Ihr Säugling hickst, ist das lediglich ein Reflex, um zu verhindern, dass Muttermilch in die Lunge fließt. Gleichzeitig verhindert der Schluckauf den sogenannten Reflux, also den Rückfluss der Milch vom Magen in die Speiseröhre. Der Schluckauf ist also bei Babys eine Schutzfunktion des Körpers und normalerweise unbedenklich.

Wie Sie Schluckauf beim Baby lindern

Ihrem Baby tut der Schluckauf nicht weh. Wenn Sie ihn dennoch loswerden möchten, können sie verschiedene Methoden ausprobieren. Oftmals hilft es, wenn Sie Ihr Kind nach jedem Füttern auf den Arm nehmen und zwar so, dass der Kopf auf ihrer Schulter platziert ist. Danach klopfen Sie dem Kleinen vorsichtig auf den Rücken, damit es ein Bäuerchen machen kann.

Grundsätzlich hört das Hicksen auf, wenn Ihr Kind entspannt ist. Massieren Sie beispielsweise die Fußsohlen Ihres Babys, damit sich die Atmung wieder beruhigt und das Zwerchfell entkrampft. Auch ein Kirschkern- oder Dinkelkissen auf dem Bauch wirkt wohltuend auf Ihr Kind. Ferner kann es helfen, wenn Sie Ihr Baby auf den Arm nehmen und ihm leicht ins Gesicht pusten. So ändert es seinen Atemrhythmus und das Zwerchfell entspannt sich.

Chronischer Schluckauf als Symptom verschiedener Krankheiten

Von chronischem Schluckauf ist laut "Apotheken Umschau" die Rede, wenn der Singultus über zwei Tage anhält. Er kann ein Indiz für verschiedene Krankheiten sein. Das Dauer-Hicksen kann zum Beispiel auf eine Magen-Darmerkrankung, Krebserkrankungen, Stoffwechsel- und Hormonstörungen wie Diabetes oder ein Schädelhirntrauma hindeuten.

Hicksen Sie häufig oder will der Singultus gar nicht aufhören und zieht sich über den ganzen Tag hin, sollten Sie die Ursache von einem Arzt ergründen lassen. Das gilt auch, wenn das Dauer-Hicksen mit weiteren Symptomen verbunden ist, wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Übelkeit. Auch zusätzlich auftretende Müdigkeit, Schwellungen im Bereich des Halses und Gewichtsverlust könnten auf eine Krankheit als Ursache hindeuten und sollte untersucht werden.

Chronischer Schluckauf, der gemeinsam mit Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Sprachstörungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und/oder Lähmungserscheinungen auftritt, kann auch auf einen Schlaganfall hindeuten. Gehen Sie in diesem Fall auf Nummer sicher und verständigen Sie am besten den Notruf (112).

Chronischer Schluckauf sehr selten

Nicht immer ist eine Krankheit für chronischen Schluckauf verantwortlich. Oft sind keine Ursachen feststellbar, die Situation ist jedoch für Betroffene sehr belastend. In diesem Fall kann eine Verhaltens- und Atemtherapie helfen. Generell tritt chronischer Schluckauf nur sehr selten auf.

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