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Was ist Epilepsie? Definition, Ursachen, Therapie

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Fallsucht  

Was ist Epilepsie? Definition, Ursachen, Therapie

27.07.2015, 16:35 Uhr | uc (CF)

Was ist Epilepsie? Definition, Ursachen, Therapie. Um die Epilepsie-Anfälle mindern zu können, muss die Einnahme der Medikamente genau eingehalten werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um die Epilepsie-Anfälle mindern zu können, muss die Einnahme der Medikamente genau eingehalten werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Epilepsie ist entgegen landläufiger Meinung keine Krankheit, sondern vielmehr ein Merkmal verschiedener Hirnerkrankungen. Epileptische Anfälle äußern sich dabei in unterschiedlichen Formen. Erfahren Sie hier mehr.

Definition der Fallsucht

Unter dem Begriff Epilepsie – umgangssprachlich Fallsucht – werden wiederholt auftretende Krampfanfälle zusammengefasst, die meist durch eine neurologische Erkrankung ausgelöst werden. Epilepsie ist also keine alleinstehende Erkrankung, sondern ein Merkmal oder die Folge vieler verschiedener Krankheiten, die das Gehirn betreffen.

Epileptische Anfälle äußern sich ganz unterschiedlich: Sie können sich lediglich durch ein Muskelzucken bemerkbar machen, aber auch längere Abwesenheitszustände wie bei der Absence-Epilepsie auslösen. Die Anfälle dauern dabei einige Sekunden bis mehrere Minuten. Von Fallsucht wird jedoch erst gesprochen, wenn die Anfälle immer wieder auftreten. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV) zählt mehr als 30 Formen der Epilepsie.

Epileptische Anfälle: Was passiert im Körper?

Ein Anfall ist in erster Linie auf die Nervenzellen des Gehirns zurückzuführen. Aufgrund einer Funktionsstörung senden verschiedene Nervenzellenverbände der Hirnrinde gleichzeitig Signale. Dies führt zu einer krankhaften Entladung, auch Depolarisation, der betroffenen Nervenzellen und Neuronen. Es wird daher auch oft vom "Gewitter im Kopf" gesprochen. Wie stark epileptische Anfälle sind und in welchem Bereich des Körpers sie auftreten, ist davon abhängig, welche und wie viele Nervenzellen beteiligt sind. Je nachdem, welche Körperregion sie steuern, kommt es dort zu Zuckungen bis hin zu Krampfanfällen.

So plötzlich der Anfall auftritt, so schnell ist er auch wieder vorbei. Die Nervenzellen werden bei diesem Vorgang nicht beschädigt oder anderweitig beeinträchtigt. Sie sind im Anschluss wieder funktionsfähig.

Ursachen für Epilepsie

Es gibt nicht nur eine konkrete Ursache für Epilepsie. Meist tritt das Krankheitsbild Epilepsie als Nebenerscheinung von Krankheiten auf, die aufgrund von Defekten im Gehirn entstehen. Diese können angeboren sein oder aus Hirnverletzungen resultieren.

Weitere mögliche Auslöser können Hirntumore oder Hirnhautentzündungen sein. Auch Sauerstoffmangel während der Geburt oder ein Schlaganfall kann diesen Zustand begünstigen. Epilepsie selbst ist nicht vererbbar, eine Veranlagung zur Fallsucht kann jedoch genetisch weitergegeben werden.

Laut der "Apotheken Umschau" erlebt ein Drittel der Betroffenen epileptische Anfälle als Kind. Gerade in dieser Entwicklungsphase können Reifungsprozesse im Gehirn oder Infekte gepaart mit einer Reizung der Sinnesorgane einen Anfall auslösen. Nach Angaben des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte beheben sich diese jedoch oft selbsttätig.

Therapie mit und ohne Medikamente

Einige Gewohnheiten im Alltag können helfen, die Häufigkeit von epileptischen Anfällen zu mindern, so die "Apotheken Umschau". Schlafentzug sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden und auch Alkohol lediglich in Maßen genießen. Eine ketogene Diät, die eine Art modifizierte Atkins-Diät darstellt, kann ebenfalls Erfolge erzielen.

Meist kommt jedoch eine medikamentöse Therapie zum Einsatz. Hierzu sollte der Arzt die genaue Anfallsform diagnostizieren, da die Dosierung der Medikamente je nach Art der Epilepsie unterschiedlich ausfällt. Die "Anfallsblocker", sogenannte Antikonvulsiva, können Epilepsie nicht heilen, senken aber das Risiko an vermehrten Anfällen. Dazu müssen sie jedoch regelmäßig eingenommen werden. Um die richtige Dosis für den Patienten zu finden, beobachtet der Arzt mögliche Nebenwirkungen und erhöht nach Bedarf die Dosierung, bis das richtige Maß gefunden ist.

Teilweise können Operationen angewandt werden, da ein bestimmter Hirnbereich der Ausgangspunkt der Anfälle sein kann. Durch den Eingriff kann die Epilepsie gemindert oder gar geheilt werden. Allerdings ist die OP risikoreich, da kein wichtiges Gewebe des Gehirns verletzt oder entnommen werden darf.

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