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Bierbauch mehr als ein optisches Problem: Fett ist gefährlich

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Plauzen-Alarm  

Ein Bierbauch ist weitaus mehr als nur ein optisches Problem

24.06.2015, 09:42 Uhr | dpa, t-online.de

Bierbauch mehr als ein optisches Problem: Fett ist gefährlich. Er ist rund wie ein Fußball und fühlt sich prall an: ein Bierbauch ist nicht nur unästhetisch, sondern birgt auch ein gefährliches Innenleben. (Quelle: dpa)

Er ist rund wie ein Fußball und fühlt sich prall an: ein Bierbauch ist nicht nur unästhetisch, sondern birgt auch ein gefährliches Innenleben. (Quelle: dpa)

Der Bierbauch ist bei den meisten Männern die Problemzone Nummer Eins.  Dennoch schieben viele mit einem gewissen Stolz ihre Plauze vor sich her. Und unter dem neuen Namen Dadbod, also Papakörper, erlebt der gute alte Bierbauch derzeit eine Aufwertung und wird vorzeigbar. Mediziner betrachten diese Entwicklung mit Skepsis. Denn im Inneren des Bauchraums kann sich gefährliches Fett ansammeln und sogar zwischen den Organen ablagern. Damit steigt das Risiko, ernsthaft zu erkranken.

Doch wie entsteht eigentlich ein Bierbauch? Dass er in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Konsum von Gerstensaft steht, ist nur teilweise korrekt. "Der Bierbauch kommt natürlich daher, dass man zu viele Kalorien zu sich nimmt und zu wenig verbrennt", erklärt Professor Andreas Fritsche, Lehrstuhl für Ernährungsmedizin und Prävention an der Universität Tübingen.

Aber: Neben Fett ist Alkohol eines der Lebensmittel mit den meisten Kalorien - und trägt so durchaus dazu bei, dass man einen Bierbauch bekommt. Wer viel Bier trinkt, isst meist auch etwas dazu. Daher kommt wohl auch der Name, vermutet Prof. Richard Raedsch vom Berufsverband Deutscher Internisten: "Der typische Mensch mit einem Bierbauch trinkt gerne Bier, isst aber auch sehr gerne."

Die Plauze - ein typisches Männerproblem

Den typischen Bierbauch bekommen vor allem Männer. Sie sind meist Fettverteilungstyp Apfel, während sich das Fett bei Frauen eher birnenförmig verteilt - sich also vor allem an Oberschenkeln und Po anlagert.

Jeder Bierbauch hat ein gefährliches Innenleben

Der Bierbauch besteht vor allem aus Fett. Allerdings gibt es im Bierbauch verschiedene Arten von Fett: das subkutane, das sich direkt unter der Haut anlagert. Und das viszerale, das sich tief im Inneren des Bauchraums sammelt und auch zwischen und an den Organen anlagert. Dieses Fett ist für Betroffene gefährlich.

Warum ist das viszerale Fett so gefährlich ist

Das viszerale Fett hat eine andere Zusammensetzung der Fettzellenstruktur als das subkutane, sagt Raedsch. Und es sendet bestimmte Hormone aus. "Die tragen zu einer Appetitsteigerung bei, man isst mehr und die Fettablagerung nimmt noch zu." Matthias Blüher, Adipositas- und Fettgewebeforscher am Sonderforschungsbereich Mechanismen der Adipositas der Universität Leipzig. ergänzt: "Das viszerale Bauchfett sendet Entzündungsstoffe aus, die die Blutgefäße schädigen, Fettstoffwechselstörungen begünstigen und zu Diabetes beitragen können."

Taillen- und Hüftumfang geben Auskunft

Ein erstes Indiz ist natürlich Übergewicht. Etwas aufschlussreicher ist die "Waist-to-hip-ratio", also das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang. Im besten Fall ist bei Frauen die Taille schmaler als die Hüfte, und bei Männern haben Hüfte und Taille etwa den gleichen Umfang. Ein weiteres Anzeichen: "Der typische Bierbauch mit viszeralem Fett wölbt sich prall wie ein Fußball und hängt wenig", sagt Blüher.

Wie schrumpft der Bierbauch?

Um die Plauze loszuwerden, hilft nur eine langfristige Lebensstiländerung, weniger und gesünder zu essen. Fritsche empfiehlt, auf eine mediterrane Ernährung mit Gemüse, Nüssen, Pflanzenölen umzusteigen. Wer seinen Lebensstil sinnvoll ändert, muss oft nur wenig Gewicht verlieren, um vor allem viszerales Fett schmelzen zu lassen. Hungern bringt nichts, denn dabei verliert der Körper vor allem Wasser und subkutanes Fett. Besonders Bewegung spielt aber eine wichtige Rolle, so Fritsche. Raedsch empfiehlt, sich dreimal pro Woche zu bewegen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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