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Phänomen Reizmagen: Was den gestressten Magen beruhigt

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Reizmagen: So lindern Sie Beschwerden

14.03.2017, 15:09 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, dpa-tmn

Phänomen Reizmagen: Was den gestressten Magen beruhigt. Frauen leiden doppelt so häufig am Reizmagen wie Männer.   (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frauen leiden doppelt so häufig am Reizmagen wie Männer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Andauernde Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Sodbrennen: Patienten, die unter einem Reizmagen leiden, haben oft eine Ärzte-Odyssee hinter sich. Denn so präsent die Beschwerden auch sind – eine organische Ursache gibt es nicht. Wie Sie die Beschwerden lindern können, erfahren Sie hier.

Der Reizmagen, auch funktionelle Dyspepsie genannt, wird von den Betroffenen nicht nur körperlich als sehr belastend empfunden. Auch die Psyche steht unter einem enormen Druck: Wie reagiert mein Körper auf das Essen? Wo finde ich die nächste Toilette? Was mache ich, wenn mir im Meeting schlecht wird? – Fragen, mit denen sich der Erkrankte ständig auseinandersetzen muss.

Reizmagen trifft Frauen häufiger

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gehören der Reizmagen und das Reizdarmsyndrom zu den häufigsten Verdauungsstörungen. Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Genaue Ursache des Reizmagens nicht bekannt

Das Tückische: Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen des Leidens. Organisch ist meist alles in Ordnung. "Beeinträchtigen die Beschwerden den Patienten, dann ist er krank, ganz klar", sagt Dagmar Mainz, Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Ärzte vermuten, dass die Beschwerden ausgelöst werden durch:

  • gestörte Bewegungsabläufe im Verdauungstrakt
  • ein überempfindliches Nervensystem des oberen Magen-Darm-Trakts
  • eine intensivere Schmerzwahrnehmung
  • ein gestörtes Immunsystem
  • genetische Faktoren
  • psychische Belastungen, darunter Stress, Angst und Depressionen

Reizmagen ist nicht heilbar

Eine vollständige Heilung ist nach derzeitigem Stand der Forschung nicht möglich. Der Fokus der Behandlung liegt daher darauf, die Beschwerden zu lindern. Im Akutfall kommen meist Medikamente, beispielsweise Säurehemmer oder Krampflöser, zum Einsatz. Doch diese sind keine dauerhafte Lösung.

Hilfe durch Heilpflanzen

Gute Erfahrungen hat Dagmar Mainz mit pflanzlichen Mitteln gemacht: "Pfefferminzöl, Kümmelöl, Heilerde oder Arzneimittel aus der Bitteren Schleifenblume 'Iberis amara' helfen vielen Patienten mit funktioneller Dyspepsie."

Stressabbau kann Beschwerden lindern

Langfristig zählt vor allem, den Lebensstil anzupassen. Um innere Anspannung abzubauen, empfehlen Ärzte beispielsweise Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Meditation. Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen und Schwimmen können ebenfalls helfen, den Stresspegel zu senken. Die Experten sind sich einig: Bewegung ist ein gutes Ventil für psychischen Druck.

Eine spezielle Diät gibt es nicht

Auch neue Essgewohnheiten helfen, die Symptome zu verbessern. Eine komplette Ernährungsumstellung ist in den meisten Fällen allerdings nicht notwendig, eine spezielle Diät für Betroffene gibt es nicht. Der Grund: Jeder reagiert anders auf bestimmte Nahrungsmittel. Ein Ernährungsprotokoll kann helfen, kritische Lebensmittel aufzuspüren.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund

Ärzte empfehlen, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu essen. Damit kann der Magen besser umgehen als mit großen Portionen. Wichtig ist auch, sich Zeit fürs Essen zu nehmen, sich darauf zu konzentrieren und ausreichend zu kauen. Denn die Verdauung beginnt bereits im Mund.

Am besten stilles Wasser trinken

Bei Durst sollte man zu stillem Wasser und Kräutertees greifen, da sie den Magen schonen. Kohlensäurehaltige und säurereiche Getränke hingegen bedeuten Stress für den Magen. Alkohol, Koffein und Nikotin reizen die Magenschleimhaut ebenfalls und können die Symptome verstärken.

Auch stark gewürzte, scharfe und fettige Speisen werden von den meisten Betroffenen nur schlecht vertragen, sehr heiße oder kalte Lebensmittel meist als unangenehm empfunden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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