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Ischiasnerv: Schmerzen lindern durch gezielte Übungen

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Rückenbeschwerden  

Ischiasnerv: Schmerzen lindern und Behandlung durch gezielte Übungen

14.03.2016, 16:44 Uhr | tl (CF)

Ischiasnerv: Schmerzen lindern durch gezielte Übungen. Mangelnde Bewegung führt häufig zu Ischias-Problemen. (Quelle: imago/Thomas Eisenhuth)

Mangelnde Bewegung führt häufig zu Ischias-Problemen. (Quelle: Thomas Eisenhuth/imago)

Der Ischiasnerv verursacht bei vielen Menschen Beschwerden – ist er beispielsweise entzündet, können heftige Kreuzschmerzen auftreten. Lesen Sie hier mehr über Ursachen und Symptome von Ischiasproblemen, wie Sie Schmerzen vorbeugen und entgegenwirken. Und was sollten Schwangere beachten?

Wo sitzt der Ischiasnerv und welche Beschwerden treten auf?

Der Ischiasnerv gehört zu einem Nervengeflecht, das von den Lendenwirbeln bis in die Beine reicht: Auf Höhe des vierten Lendenwirbels (also im Bereich des unteren Rückens) tritt er aus dem Rückenmarkskanal und wird von dort über die Hüfte und die Rückseite der Oberschenkel bis zur Kniekehle weitergeleitet. Somit können Ischias-Symptome unterschiedliche Körperregionen betreffen: Neben Rücken- oder Kreuzschmerzen sind somit auch Schmerzen in den Beinen möglich.

Patienten fühlen außerdem regelmäßig ein Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Bein. Die Kreuzschmerzen verstärken sich üblicherweise durch Niesen, Husten oder das Beugen der Wirbelsäule.

Mögliche Ursachen für Ischias-Schmerzen

Ischias-Schmerzen sind häufig auf einen eingeklemmten Ischiasnerv zurückzuführen, oft bedingt durch einen Bandscheibenvorfall. Doch auch ein verengter Wirbelkanal oder Veränderungen der Wirbelbogengelenke durch Arthrose können einen eingeklemmten Nerv verursachen. Ein weiterer möglicher Grund kann eine Instabilität der Wirbelsäule sein, das sogenannte Wirbelgleiten.

Darüber hinaus kann eine Ischias-Entzündung die Ursache sein. Diese kann durch verschiedene entzündliche Prozesse im Körper hervorgerufen werden. Ein Beispiel ist hier die Gürtelrose. Laut dem Gesundheitsportal "Onmeda" kommen Entzündungen des Ischiasnervs jedoch weniger häufig vor als Einklemmungen.

Schmerzen am Ischiasnerv vorbeugen

Grundsätzlich empfiehlt sich regelmäßige Bewegung, um Ischias vorzubeugen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie im Alltag viel sitzen, da beispielsweise Bandscheibenprobleme durch häufiges und langes Sitzen begünstigt werden können. Laufen oder Walken sind besonders geeignete Sportarten, um das Sitzen auszugleichen. Auch Krafttraining für den Rücken und den Bauch empfiehlt sich – so stärken Sie die Muskeln in diesen Körperregionen und können so Beschwerden vorbeugen.

Zwei Ischias-Übungen: Vorbeugen durch Dehnen

Im Anschluss an das Lauf- oder Walktraining sollten Sie besonders die Hüftbeuger und die hinteren Oberschenkel dehnen – Sie verhindern dadurch Muskelverkürzungen und stabilisieren gleichzeitig das Becken. Durch eine sanfte Dehnung des Lendenwirbelbereichs können Sie zudem Schmerzen linden. Die folgenden Dehnübungen zeigen Ihnen wie es geht:

  1. Hüftbeuger: Stehen Sie zunächst im einbeinigen Kniestand und verlagern dann das Körpergewicht auf das vordere Bein. Das hintere Bein ist dabei gestreckt, das Becken schieben Sie nach unten und nach vorne. Spannen Sie dabei die Bauchmuskulatur an, indem Sie den Bauchnabel einziehen: So verhindern Sie ein Hohlkreuz. Dehnen Sie mit dieser Übung den Hüftbeuger des hinteren Beins. Wechseln Sie anschließend und dehnen Sie die andere Seite.
  2. Hintere Oberschenkelmuskulatur: Hierfür legen Sie sich flach auf den Rücken und umschließen mit den Händen den linken Oberschenkel. Ziehen Sie das linke Bein langsam in Richtung Oberkörper und strecken Sie es dabei aus. Das rechte Bein bleibt dabei gestreckt auf dem Boden. Wiederholen Sie nach kurzem Dehnen die Übung mit dem anderen Bein.
  3. Lendenwirbel-Bereich: Legen Sie sich vor einen Stuhl flach auf den Rücken, heben Sie dann die Beine an und Sie legen die Unterschenkel auf der Sitzfläche des Stuhls ab. Sie dehnen so sanft den Bereich der Lendenwirbel und entlasten ihn gleichzeitig.

Behandlung von Ischias-Schmerzen

Der "Apotheken Umschau" zufolge kann zur Behandlung von Ischiasbeschwerden neben einer konservativen Schmerzbehandlung durch Medikamente in besonders schweren Fällen auch eine Operation gehören. Darüber hinaus helfen begleitende Ischias-Übungen die Schmerzen zu lindern.

Lindern Sie die Schmerzen, indem Sie sich vorsichtig bewegen: Während die Schmerzen sich im Sitzen oder Liegen häufig verschlimmern, kann beispielsweise Gehen eine entspannende Wirkung haben.

Ischias in der Schwangerschaft: Häufig ein Sonderfall

Ischias in der Schwangerschaft kann unter anderem durch eine Entzündungsreaktion des Ischiasnervs ausgelöst werden. Dies liegt häufig daran, dass sich aufgrund des wachsenden Ungeborenen verschiedene anatomische Strukturen im Körper der Schwangeren verschieben. Drücken diese auf den Ischiasnerv, entstehen die oben beschriebenen Symptome.

Auch das Ungeborene selbst kann auf den Nerv drücken und so Beschwerden verursachen. Schließlich wird während der Schwangerschaft die Gesäßmuskulatur stark beansprucht, was ebenfalls Ischias-Symptome hervorruft. Darüber hinaus hat Ischias in der Schwangerschaft mitunter auch eine der oben aufgeführten anderen Ursachen – beispielsweise einen Bandscheibenvorfall.

Therapie von Ischias in der Schwangerschaft

Die Art der Therapie richtet sich nach der Schmerzursache. In jedem Fall sollten Schwangere deshalb den Arzt aufsuchen, um die Gründe und somit das weitere Vorgehen abzuklären. Liegt die Ursache in der Schwangerschaft selbst, so können bereits verschriebene Massagen oder Kompressen die Symptome lindern. Auch sanfte Bewegung oder vorsichtige Dehnübungen helfen gegen die akuten Schmerzen.

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