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Schlaganfall-Risiko steigt mit den Arbeitsstunden

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Neue Studie  

Workaholics erleiden häufiger einen Schlaganfall

20.08.2015, 16:36 Uhr | AFP

Schlaganfall-Risiko steigt mit den Arbeitsstunden. Bei einem Schlaganfall kommt es im Gehirn zu gefährlichen Störungen der Blutversorgung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei einem Schlaganfall kommt es im Gehirn zu gefährlichen Störungen der Blutversorgung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer immerzu länger im Büro bleibt, hat meist Stress und wenig Freizeit. Doch nicht nur das: Eine neue Studie hat jetzt ergeben, dass eine lange Arbeitswoche das Schlaganfall-Risiko deutlich erhöht.

Insgesamt 17 Studien mit fast 530.000 Probanden werteten britische Forscher aus. Das Ergebnis: Mit einer 55-Stundenwoche steigt das Risiko eines Schlaganfalls langfristig um 33 Prozent. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht.

Risiko steigt ab 41-Stunden-Woche

Wer zwischen 41 und 48 Stunden arbeite, habe bereits ein um zehn Prozent höheres Risiko. Bei 49 bis 54 Stunden Arbeit pro Woche stieg die Gefahr eines Schlaganfalls um 27 Prozent. Die Risiken blieben jeweils gleich, auch wenn Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und körperliche Bewegung berücksichtigt wurden. Die Studienteilnehmer wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von rund sieben Jahren beobachtet.

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Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) müssen in der Türkei als Spitzenreiter bei langen Arbeitszeiten mehr als 43 Prozent der Beschäftigten über 50 Stunden pro Woche arbeiten. In den Niederlanden sind es weniger als ein Prozent. In Deutschland arbeiten 5,6 Prozent mehr als 50 Stunden pro Woche.

Auch das Herz leidet

Mit der Zahl der Arbeitsstunden steigt auch das Risiko für Herzerkrankungen. Eine weitere Auswertung von 25 Studien mit mehr als 600.000 Teilnehmern aus Europa, den USA und Australien ergab, dass bei einer 55-Stunden-Woche das Risiko einer Herzkrankheit um 13 Prozent steigt. Bei diesen Probanden, die durchschnittlich über achteinhalb Jahre beobachtet wurden, waren Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensstandard unerheblich. Die Forscher gehen aber davon aus, dass wenig körperliche Bewegung, hoher Alkoholkonsum und dauerhafter Stress das Risiko erhöht.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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