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Was tun bei Blasenschwäche: 6 Maßnahmen

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Inkontinenz  

Was tun bei Blasenschwäche: 6 Maßnahmen

04.09.2015, 09:28 Uhr | om (CF)

Was tun bei Blasenschwäche: 6 Maßnahmen. Lassen Sie sich von einem Physiotherapeuten Übungen für den Beckenboden zeigen, um die Muskulatur zu stärken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lassen Sie sich von einem Physiotherapeuten Übungen für den Beckenboden zeigen, um die Muskulatur zu stärken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie eine Blasenschwäche behandelt werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die richtige Therapie hängt entscheidend von der Art der Harninkontinenz und ihrer Ursache ab. Lesen Sie, welche Möglichkeiten es gibt.

1. Blasentraining

Ein gezieltes Blasen- oder Toiletten-Training kann bei vielen Formen der Blasenschwäche helfen. Für das Training werden mit einem Arzt bestimmte Trinkmengen und feste Toilettenzeiten erarbeitet, über die der Patient während des Trainings in den meisten Fällen Buch führt. Im Rahmen eines Blasentrainings lernen Sie außerdem Tricks, die helfen, den Harndrang abzumildern und das Wasserlassen hinauszuzögern.

2. Beckenbodengymnastik

Bei einer sogenannten Belastungs- oder Stressinkontinenz und auch bei einer Dranginkontinenz, besser bekannt als Reizblase, kann eine gezielte Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur helfen. Zum Erlernen einer effektiven Form der Beckenbodengymnastik sollten sich Betroffene unbedingt an einen Fachmann wenden.

Dies können beispielsweise Physiotherapeuten sein. Aber auch Sportvereine, Fitnessstudios und sogar Volkshochschulen haben entsprechend ausgebildete Trainer und bieten Beckenbodengymnastik-Kurse an. Das Beckenbodentraining muss konsequent und über längere Zeit durchgeführt werden, bis sich eine Wirkung zeigt.

3. Gewichtsabnahme

Übergewicht kann neben zahlreichen anderen ungünstigen Auswirkungen auf die Gesundheit auch zu einer Blasenschwäche beitragen. Durch ein erhöhtes Gewicht wird die Muskulatur der unteren Beckenregion zusätzlich belastet. Übergewichtigen mit Harninkontinenz wird daher häufig empfohlen, ihr Gewicht zu reduzieren, um die Symptome der Blasenschwäche zu lindern.

Wichtig ist dabei, dass die Gewichtabnahme auf gesunde Weise erfolgt, also in moderatem Tempo mit gesunder Ernährung und viel Bewegung.

4. Medikamente

Es gibt diverse Wirkstoffe, die zur Behandlung einer Blasenschwäche eingesetzt werden können. Welches Medikament geeignet ist, hängt vor allem von der Art der Harninkontinenz ab.

Bei einer Dranginkontinenz verschaffen sogenannte Anticholinergika, die die Aktivität der Blasenmuskulatur dämpfen, häufig Linderung. Frauen mit Belastungsinkontinenz werden unter anderem mit dem Wirkstoff Duloxetin behandelt. Ist ein Östrogenmangel die Ursache für eine Blasenschwäche, kann eine lokale Hormontherapie mit Scheidenzäpfchen oder -creme helfen.

Ein relativ neuer Wirkstoff, der in Deutschland laut Angaben der "Apotheken Umschau" erst seit 2014 erhältlich ist, ist das sogenannte Mirabegron. Es wird bei einer überaktiven Blase verabreicht. Bei einer medikamentösen Behandlung von Blasenschwäche lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen allerdings nicht ausschließen.

5. Operationen

Grundsätzlich sollte eine Operation immer das letzte Mittel bei Blasenschwäche sein. Ein operativer Eingriff sollte erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten keinen Erfolg gebracht haben. In manchen Fällen ist ein operativer Eingriff allerdings empfehlenswert, etwa wenn ein Hindernis am Blasenausgang die Ursache ist. Werden Hindernisse wie Blasensteine entfernt, geht die Blasenschwäche meist zurück.

Bei Männern kann gegen die Harninkontinenz ein künstlicher Schließmuskel operativ angelegt werden. Ist noch eine Restfunktion des eigenen Schließmuskels vorhanden, wird dieser durch eine sogenannte Schlingen-Operation unterstützt. Die eingesetzte Schlinge hilft, die Harnröhre zu verschließen. Eine Schlingen-Operation ist auch bei Frauen möglich. Dabei wird ein Kunststoffband unter der Harnröhre eingesetzt. Das Band stützt die Harnröhre und verbessert den Blasenverschluss.

6. Hilfsmittel

Hilfsmittel wie Inkontinenzvorlagen lindern zwar nicht die Symptome einer Blasenschwäche. Doch sie können Betroffenen helfen, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Die Auswahl an speziellen Harninkontinenz-Hilfen ist recht groß und reicht von Vorlagen und speziellen Inkontinenz-Slips bis zum Kondom-Urinal. Dabei wird der Urin in einen von außen nicht sichtbaren Beutel geleitet, der beispielsweise am Bein getragen wird.

Männer mit Blasenschwäche können sich als temporäre Lösung, zum Beispiel für einen Theaterbesuch, mit einer sogenannten Penisklemme behelfen. Diese dichtet die Harnröhre von außen ab. In manchen Fällen werden die Kosten für Hilfsmittel bei Blasenschwäche von den Krankenkassen übernommen.

Betroffene sollten nicht aus Scham zur regulären Monatsbinden greifen. Diese Vorlagen sind nicht auf Harninkontinenz ausgelegt und speichern meist nicht genug Flüssigkeit. Apotheken bieten eine umfassende Beratung darüber, welche Hilfsmittel geeignet sind.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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