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Lewy-Körperchen-Demenz: An dieser Krankheit litt Robin Williams

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Lewy-Körperchen-Demenz  

Was hinter Robin Williams' Erkrankung steckt

05.11.2015, 19:53 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Lewy-Körperchen-Demenz: An dieser Krankheit litt Robin Williams. Mehr als nur Depressionen: Robin Williams Selbstmord ging offenbar eine lange Leidensgeschichte voraus.  (Quelle: dpa)

Mehr als nur Depressionen: Robin Williams Selbstmord ging offenbar eine lange Leidensgeschichte voraus. (Quelle: dpa)

Im August 2014 beging der US-Schauspieler Robin Williams mit 63 Jahren Selbstmord. Wie seine Frau Susan Schneider damals berichtete, litt Williams unter Depressionen, Angstzuständen und Parkinson. Jetzt, ein Jahr später, meldet sich die Witwe erneut zu Wort: Bei Williams sei auch die Lewy-Körperchen-Demenz festgestellt worden.

Bei dieser Form der Demenz handelt es sich um eine Erkrankung, die Symptome der Alzheimer-Krankheit und Parkinson-Beschwerden in sich vereint.

Zehn Prozent der Demenzkranken haben Lewy-Körperchen-Demenz

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft tritt die Lewy-Körperchen-Demenz wesentlich seltener auf als die Alzheimer-Demenz. Sie wird aber dennoch bei über zehn Prozent der Demenzkranken diagnostiziert. Die Patienten verlieren Stück für Stück die Fähigkeit, sich im Alltag zurechtzufinden.

Eiweißablagerungen im Gehirn führen zu Ausfällen

Schuld sind Eiweißablagerungen, Lewy-Körperchen genannt, in Großhirnrinde und Hirnstamm. Verkleben die kleinen Klümpchen die Nerven in den Gehirnzellen, werden wichtige Signale zwischen ihnen ausgebremst. Es kommt zu schleichenden Ausfallerscheinungen bei der Bewegung. Gedächtnisstörungen treten allerdings meist erst im späteren Verlauf der Erkrankung auf.

Lewy-Körperchen-Demenz: Halluzinationen sind ein Leitsymptom

Als kennzeichnend für die Lewy-Körperchen-Demenz gelten nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft starke Schwankungen der geistigen Leistungsfähigkeit und der Aufmerksamkeit sowie optische und akustische Halluzinationen, die sehr detailreich ausfallen können. Viele Patienten sehen beispielsweise Menschen und Tiere oder hören Stimmen, Musik und Geräusche.

Die Muskeln werden steifer und die Hände zittern

Leichte Parkinsonsymptome wie steife Muskeln, zitternde Hände und Bewegungsschwierigkeiten gehören ebenfalls zu den Leitsymptomen der Erkrankung. Der Gang wird gebeugter und die Schritte kleiner. Kreislaufstörungen und Inkontinenz begleiten das frühe Stadium der Erkrankung ebenfalls häufig. Viele Patienten stürzen oft und verlieren immer wieder das Bewusstsein.

Auch die Mimik ist oftmals beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass Depressionen ein häufiger Begleiter der Lewy-Körperchen-Demenz sind. Im späteren Krankheitsverlauf fällt auch das Sprechen immer schwerer.

Erste Symptome meist mit 65 Jahren

Die ersten Symptome treten in der Regel nach dem 65. Lebensjahr auf. Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt sieben bis acht Jahre und ist somit meist kürzer als bei der Alzheimer-Demenz. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sterben die meisten Patienten an einer Lungenentzündung.

Bisher gibt es noch keine Möglichkeit, den Verlust der Nervenzellen und so die Erkrankung aufzuhalten. Mit Hilfe verschiedener Medikamente kann aber versucht werden, den Verlauf zu verlangsamen.

Lewy-Körperchen-Demenz ist "wie ein Seemonster"

Susan Schneider vermutet, dass diese Diagnose mit schuld an den Depressionen und Ängsten des Schauspielers war. Sie beschreibt die Lewy-Körperchen-Demenz in der Sendung als "Seemonster mit 50 Tentakeln, von dem sie nie wusste, wann es das nächste Mal zuschlägt."

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