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80 Prozent der Herzinfarkte bleiben angeblich unbemerkt

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Stummer Herztod  

US-Mediziner warnen: 80 Prozent aller Herzinfarkte werden nicht bemerkt

12.11.2015, 14:10 Uhr | t-online.de

80 Prozent der Herzinfarkte bleiben angeblich unbemerkt. Eine Herzkrankheit kommt nicht von heute auf morgen. Meist gibt es Vorboten, die oft übersehen werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Herzkrankheit kommt nicht von heute auf morgen. Meist gibt es Vorboten, die oft übersehen werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die sogenannten stummen Herzinfarkte kommen häufiger vor als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue US-Studie. Demnach verlaufen fast 80 Prozent der Herzinfarkte unbemerkt – EKG-Untersuchungen bleiben wirkungslos. 

Rund 80 Prozent der Herzinfarkte beim Menschen geschehen unbemerkt. Der dadurch geschädigte Muskel wird durch Narbengewebe ersetzt. Dieses gilt als Risikofaktor und könne nach Angaben der US-Mediziner zum Herztod beitragen.

Die Herzmuskel-Narben lassen sich nicht durch EKG-Untersuchungen feststellen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Professor Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, erklärte, die in den USA gewonnene Ergebnisse können auch auf Deutschland übertragen werden. Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse ihrer bis 2012 durchgeführten Studie nun im Fachmagazin "Journal of the American Medical Association“ (Jama). 

Großteil der Herzinfarkte bleibt unbemerkt

An der Studie waren 1840 US-Amerikaner im Alter von 45 bis 84 Jahren beteiligt, die keine Herzerkrankung hatten. Zehn Jahre später prüften sie die Teilnehmer dann per kardialer Magnetresonanztomografie (CMR) auf vernarbtes Herzgewebe. Die Menschen waren zu dieser Zeit im Mittel 68 Jahre alt. Bei 146 Teilnehmern, knapp 8 Prozent, fand man Narbengewebe am Herzmuskel. Nur bei 32 Prozent war dieser zuvor entdeckt worden, dagegen war er bei 78 Prozent der Betroffenen unbemerkt geblieben.

Nach Angaben der Forscher traten Infarkte bei Männern etwa fünfmal häufiger auf als bei Frauen. Besonders gefährdet waren außerdem übergewichtige Menschen und Raucher.

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