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Potenz steigern: Diese Übung verbessert Ihre Erektion

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Bessere Erektion  

Diese Übung steigert die Potenz

01.03.2017, 16:29 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Potenz steigern: Diese Übung verbessert Ihre Erektion. Potenz ist auch eine Frage der Psyche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Potenz ist auch eine Frage der Psyche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erektionsprobleme können die Partnerschaft belasten. Versagt der Penis im Liebesspiel seinen Dienst, sorgt das für Frust. Nicht jeder Mann möchte gleich zu Medikamenten greifen. Ist es die Psyche, die dem Betroffenen im Wege steht, können Vitamine und auch eine bestimmte Übung Abhilfe schaffen.

Stress, Leistungsdruck, Überforderung: Nicht immer sind organische Ursachen der Auslöser für Impotenz. Quillt der Terminplan auf Arbeit über oder stellen Männer zu hohe Anforderungen an sich selbst, schwächt das auch die Erektionsfähigkeit.

Was der Lust oft im Weg steht

"In 90 Prozent der Fälle stecken psychische Ursachen hinter Impotenz", sagt Sexualtherapeut Dr. Kurt Seikowski von der Gesellschaft für Sexualwissenschaften. Körperliche Ursachen spielen meist erst mit fortgeschrittenem Alter eine Rolle. "Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind dann eine häufige Ursache, wenn es im Bett nicht klappt."

Wichtig ist im ersten Schritt also, herauszufinden, woher die Erektionsstörungen kommen. Kann der Arzt körperliche Ursachen ausschließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die helfen können.

Masturbations-Therapie stärkt die Erektionsfähigkeit

Eine Übung, die die Erektionsfähigkeit stärken kann, ist die sogenannte Masturbations-Therapie. Diese leitet sich von der Teasing-Technik ab, die bei frühzeitigem Samenerguss angewandt wird. "Bei der Teasing-Technik wird der Penis beim Sex solange stimuliert, bis der Mann kurz vor dem Orgasmus steht. Dann wird die Beckenbewegung gestoppt und die Stimulation dadurch abgebrochen. Nach etwa 20 bis 30 Sekunden wird das Liebesspiel wieder aufgenommen, um kurz vor dem Höhepunkt erneut gestoppt zu werden", erklärt Seikowski. "Der Mann lernt so, seine Lust zu kontrollieren und hinauszuzögern."

Vier Erektionen und ein Orgasmus

Die Masturbations-Technik zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit ist ähnlich. Hierbei übt der Mann allerdings alleine und frei von jeglichem Druck. Er stimuliert den Penis, bis dieser erigiert ist. Dann lässt er die Erektion abklingen. Anschließend stimuliert er sich erneut. "Der Wechsel von kommender und gehender Erektion sollte drei Mal hintereinander durchgeführt werden. Beim vierten Mal belohnt sich der Mann mit einem Orgasmus", erklärt der Experte das Vorgehen.

Nicht unter Druck setzen lassen

Diese Übung stärkt das Selbstbewusstsein des Mannes. Er lernt, dass sein Körper in der Lage ist, mehrmals hintereinander eine Erektion zu erreichen. Diese Erfahrung in Kombination mit der Übung hilft ihm, im "Ernstfall" entspannter zu bleiben. Er weiß dann, dass es nicht schlimm ist, wenn sein Penis nicht auf Anhieb steif wird oder die Erektion plötzlich abklingt, da er sich darauf verlassen kann, dass sie wieder kommt. "Dadurch kann er sich viel leichter auf die folgenden Stimulationen einlassen. Die Blockade im Kopf bleibt aus, das Liebesspiel wird nicht unterbrochen und beide Partner können es genießen", sagt Seikowski. "Mit der Entspannung kommt die Erektion meist von selbst."

"Vitamin E hat schon vielen Männern geholfen"

Statt zu Viagra und anderen Potenzmitteln zu greifen, können Männer es auch mit natürlichen Wirkstoffen versuchen. "Vielfach bewährt hat sich eine vier- bis sechswöchige Kur mit zwei Mal 600 Milligramm Vitamin E pro Tag", weiß Seikowski aus seiner Berufspraxis. "Das Vitamin regt nicht nur die Durchblutung an, sondern sorgt dafür, dass sich der Mann insgesamt fitter fühlt."

Rinde des Yohimbe-Baumes fördert die Durchblutung

Eine weitere Alternative sei die Substanz Yohimbin, die aus der Rinde und den Blättern des afrikanischen Yohimbe-Baumes gewonnen wird. Auch sie wirke durchblutungsfördernd. Die Präparate sind rezeptpflichtig. "Wer eine der beiden Möglichkeiten ausprobieren möchte, sollte seinen Arzt fragen, ob diese – auch aus gesundheitlicher Sicht – für ihn geeignet sind", rät der Sexualtherapeut.

Der Vorteil der natürlichen Varianten liegt für den Experten auf der Hand: Die Einnahme ist nicht an einen Zeitpunkt gebunden. Der Druck, 30 Minuten nach der Einnahme können zu müssen, entfällt.

Erektion nicht das Wichtigste

Der Experte rät außerdem dazu, die eigenen Ansprüche an den Sex zu überdenken und zum Beispiel die Erektion nicht als wichtigsten Faktor des Liebesspiels zu sehen. Es gibt viele Wege, sich gegenseitig Lust zu verschaffen. "Sex ist kein Leistungssport und Männer keine, ich sage mal salopp 'Bumsmaschinen'. Sie müssen nicht immer können und nicht den Anspruch haben, es der Frau 'richtig zu besorgen'", betont Seikowski. Männern falle meist eine große Last von den Schultern, wenn sie dies für sich annehmen können.  

Beim Sex auch mal an eine andere denken

Haben beide Partner Lust auf eine zusätzliche Stimulation, sind Pornos für den Experten eine gute Möglichkeit, gemeinsam auf Touren zu kommen. "Ein Sexfilm kann die Lust wunderbar unterstützen – sowohl beim Mann als auch bei der Frau." Zudem rät Seikowski dazu, der Fantasie genügend Raum zu lassen: "Denken Männer beim Sex auch mal an eine andere Frau, ist das völlig in Ordnung. Besonders wenn sie merken, dass ihre Erektion nachlässt, ist diese kleine Hilfe empfehlenswert."

Und auch die richtige Tageszeit kann das Liebesleben unterstützen: Nach dem Aufstehen fühlt man sich meist erfrischt, das Gedankenkarussell vom Vortag ist "weggeschlafen" und der Körper erholt. "Ein guter Zeitpunkt also, um aktiv zu werden", sagt Seikowski.

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