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Kalte Füße im Winter: Das können Sie tun

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Tipps gegen die Kälte  

Kalte Füße im Winter: Das können Sie tun

02.01.2016, 13:12 Uhr | dpa

Kalte Füße im Winter: Das können Sie tun. Mit Fußbädern lassen sich Eisfüße langsam wieder erwärmen. (Quelle: dpa/picture alliance/Jan Haas)

Mit Fußbädern lassen sich Eisfüße langsam wieder erwärmen. (Quelle: picture alliance/Jan Haas/dpa)

Verzuckerte Winterlandschaften und Spaß im Schnee - die kalte Jahreszeit hat durchaus ihren Reiz. Doch die Kälte kann schnell unangenehm werden. Wenn es draußen frostig wird, leiden die Füße oft zuerst. Warum wir frieren und was wir gegen Eisfüße tun können.

In Kunststoffsocken und modischen Schuhen mit dünnen Sohlen kann es leicht kalt und nass werden. Kriecht die Kälte bis in die Zehen, halten sich viele besser an Großmutters' Tipps: passendes Schuhwerk, Wollsocken und warme Fußbäder.

Wärme richtig regulieren

Um sich vor der Kälte zu schützen, empfiehlt der Hausarzt Jens Wagenknecht aus Varel: "Morgens schauen, wie das Wetter ist und danach entscheiden, ob man eine dünne oder eine dicke Socke und möglicherweise Einlagen in den Schuhen braucht." Wagenknecht rät davon ab, mehrere Lagen Socken übereinander tragen: "Dann fängt man an zu schwitzen, und das ist für die Wärmeregulation des Körpers ungünstig." Der Hausarzt macht auch niedrigen Blutdruck für das Kältegefühl verantwortlich. Er rät deshalb zu regelmäßigem Sport: "Wenn man sich bewegt, gehen die Gefäße auf, der Körper wird gleichmäßig durchblutet, und auch die Hände und Füße werden warm."

Vorsicht bei unterschiedlich warmen Füßen

Wer jedoch ständig kalte Füße hat - auch bei milden Temperaturen - sollte untersuchen lassen, ob eine Durchblutungsstörung oder eine andere Krankheit dahintersteckt. Dies ist dann der Fall, wenn die Füße unterschiedlich warm sind oder sich verfärben, erklärt Wagenknecht. Dann könnte eine Gefäßverengung dahinterstecken, die den Blutdurchfluss vermindert. Das kommt beispielweise bei Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes vor.

Wagenknecht meint, dann sei eine Druckmessung an den Knöcheln, die Doppler-Sonographie angebracht. Sie stelle fest, ob die Füße ausreichend durchblutet sind. Daraus lasse sich eine erste Vermutung ableiten, die dann über eine Angiographie - ein bildgebendes Verfahren zur Gefäßdarstellung - abgesichert wird, so der Mediziner. Wenn Menschen ständig frieren, sollten sie außerdem abklären, ob sie an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Auch könnten manche Arzneimittel - wie beispielsweise Beta-Blocker - das kalte Gefühl an den Füßen und Händen verstärken.

Aufsteigende Fußbäder regen die Durchblutung an

Eisfüße trotz guten Schuhwerks und warmen Socken? Um kalte Füße wieder warm zu bekommen, empfehlen sich aufsteigende Fußbäder. Dabei sollten die Füße zunächst in lauwarmem Wasser in der Wanne stehen. Alle paar Minuten dann vorsichtig heißes Wasser zugießen, bis nach etwa 15 Minuten eine Wassertemperatur von 41 bis 42 Grad erreicht ist.

Kalte Füße in der Naturheilkunde

Für Ursula Hilpert-Mühig vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker stecken in kalten Füßen noch mehr Hinweise auf Störungen. In der Naturheilkunde behandeln wir kalte Füße mit hoher Priorität", erklärt sie. "Menschen mit einem chronischen Kaltfußsyndrom haben auch häufig Probleme mit dem Urogenitaltrakt, sie neigen stärker zu Blasenentzündungen und Frauen mit kalten Füßen berichten von deutlich mehr Menstruationsbeschwerden."
Eindeutige Studien zu solchen Zusammenhängen gebe es zwar nicht, sie habe in ihrer Praxis aber die Erfahrung gemacht, dass sich chronische Beschwerden im Unterleib bessern und das Immunsystem gestärkt wird, wenn man die kalten Füße behandelt, sagt Hilpert-Mühlig.

Männer frieren weniger als Frauen

Ein Phänomen bestätigt sich immer wieder: Junge Frauen klagen häufiger über kalte Füße als Männer. In Untersuchungen zeigte sich, dass Frauen schon deutlich früher anfangen zu frieren als Männer, wenn die Umgebungstemperatur sinkt. Ihr Kältelevel liegt "etwa fünf Grad über der Temperatur, bei der es Männern kalt wird", erklärt Monika Baumann, Ärztin für Physikalische Medizin aus München. Als Ursachen kommen der niedrigere Blutdruck und die geringere Muskelmasse bei Frauen infrage. Muskelmasse wirke nämlich wie ein kleiner Ofen.

Frieren ist ein nützlicher physiologischer Vorgang

Auch wenn es sich unangenehm anfühlt: Frieren ist ein ganz normaler und nützlicher physiologischer Vorgang. "Prinzipiell wird durch die Kreislaufversorgung der ganze Körper durchblutet, das Blut wird aber vermehrt dorthin geschickt, wo es gerade am dringendsten benötigt wird", so Baumann. Zuerst werden das Gehirn und die lebenswichtigen Organe im Brust- und Bauchraum versorgt. In diesen Körperregionen wird die Temperatur konstant auf 37 Grad gehalten. Arme und Beine können dabei schon mal etwas kühler sein.

Kalte Füße im Büro

Nicht nur die frostigen Temperaturen draußen machen zu schaffen. Auch im Büro wird es während der kalten Jahreszeit unangenehm kühl an den Füßen. "Wenn man die Füße gerade nicht braucht, beispielsweise weil man lange im Büro sitzt, werden sie nicht so stark durchblutet und kühlen dadurch ab", sagt Baumann. Sie empfiehlt Büro-Frierern, ab und zu kurz aufzustehen und durch den Raum zu laufen oder Kniebeugen zu machen. Dann pumpt der Körper auch wieder Blut in die Füße.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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