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Inkontinenz: Diese Therapie-Methoden helfen

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Schwache Blase  

Inkontinenz-Therapie: Diese Methoden helfen

22.06.2016, 11:55 Uhr | om (CF)

Inkontinenz: Diese Therapie-Methoden helfen. Mit regelmäßigen, gezielten Übungen können Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur stärken.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit regelmäßigen, gezielten Übungen können Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur stärken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Am 30. Juni ist Internationaler Inkontinenztag, an dem auch Therapie-Methoden diskutiert werden. Welche Maßnahmen individuell sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt. Hier finden Sie einige Möglichkeiten zur Behandlung von Harninkontinenz.

1. Inkontinenz-Hilfe: Ernährung umstellen

Schon einige Anpassungen bei der Ernährung können einen wichtigen Beitrag zur Inkontinenz-Therapie leisten: Verzichtet werden sollte auf Kaffee oder auch scharfe Gewürze, weil beides die Blase reizen kann. Auch Alkohol ist problematisch, da er harntreibend wirkt. Ebenso stehen Süßstoffe im Verdacht die Blasenkontrolle zu beeinträchtigen. Denken Sie jedoch trotz Inkontinenz daran, täglich ein bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Durch eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr können weitere Probleme entstehen - zudem steigt laut "Netdoktor.de" beim Hinauszögern des Toilettengangs das Risiko eines Blaseninfekts.

2. Gewicht kontrollieren

Übergewicht sollten Betroffene mithilfe von gesunder Ernährung und Bewegung möglichst reduzieren: Überschüssige Kilos machen eine Blasenschwäche wahrscheinlicher, denn wie "vitanet.de" erklärt, wird so der Druck im Bauchraum erhöht. Die Folge könne eine sogenannte Belastungsinkontinenz sein. Eine Gewichtsreduktion kann andersherum helfen, die Beschwerden einer bereits bestehenden Inkontinenz zu lindern und den Druck auf den Beckenboden zu verringern.

3. Beckenboden trainieren

Eine Blasenschwäche kann durch eine schwach ausgeprägte Beckenbodenmuskulatur begünstigt werden. Betroffene sollten deshalb die Muskeln in diesem Bereich durch gezieltes Training stärken. Dieses sollte jedoch unbedingt unter fachkundiger Betreuung stattfinden, zum Beispiel gemeinsam mit einem Physiotherapeuten.

Verschiedene Hilfsmittel können das Beckenbodentraining unterstützen. So gibt es zum Beispiel ein spezielles Gerät mit Elektroden, das durch elektrische Stromimpulse die Kontraktion der Muskeln auslöst. Laut dem Selbsthilfeverband Inkontinenz können Patienten nach einer fachkundigen Einführung diese Hilfsmittel selbstständig zu Hause anwenden.

Beim Biofeedbacktraining wird die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur durch optische und akustische Signale sichtbar gemacht. So erhält der Betroffene ein Gefühl für diese Muskelgruppe und kann sie leichter aktivieren. Dazu wird eine kleine Sonde im Enddarm oder in der Scheide platziert, welche misst, wie gut die Muskeln angespannt werden. Mit etwas Übung lässt sich die Beckenbodenmuskulatur so effektiv trainieren. 

4. Blasentraining

Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt kann ein spezielles Blasentraining eine geeignete Inkontinenz-Therapie darstellen. Als Grundlage dient meist ein sogenanntes Miktionsprotokoll, in dem zum Beispiel festgehalten wird, wie stark der Harndrang in den letzten Tagen war, ob es unkontrollierten Harnabgang gab und wie viel Flüssigkeit eingenommen wurde. Das individuell angepasste Training mit festen Toilettenzeiten und Trinkmengen soll Patienten anschließend Möglichkeiten geben, im Alltag besser mit dem Problem umzugehen.

5. Medikamente gegen Inkontinenz

Einige Medikamente können über ihre Nebenwirkungen eine Inkontinenz verschlechtern oder auch hervorrufen. Gleichzeitig gibt es aber auch verschiedene Medikamente, die dagegen helfen. Beispielsweise gibt es Mittel, welche die Aktivität der Blasenmuskulatur dämpfen und Dranginkontinenz lindern. Diese müssen aber meist über mehrere Wochen eingenommen werden, damit sich eine Wirkung zeigt. Unter Umständen muss auch nach Absprache mit einem Arzt die Dosis erhöht werden. Zeigt sich durch die Therapie mit Medikamenten keine Besserung, gibt es auch Verfahren bei denen der Wirkstoff direkt in den Blasenmuskel gespritzt wird. Die Wirkung hält dann für sechs bis neun Monate an. Danach kann eine erneute Behandlung erfolgen. 

Bei einer Belastungsinkontinenz gibt es ebenfalls geeignete Medikamente. Diese werden laut "Apotheken Umschau" aber häufig von Nebenwirkungen wie Übelkeit begleitet, weshalb sie einschleichend dosiert werden sollten.Wenn ein verschriebenes Medikament bei Ihnen keine Wirkung zeigt, sollten Sie dieses nicht einfach absetzen. Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt über mögliche Alternativen.

6. Operation bei Inkontinenz

Eine Operation gilt laut der “Apotheken Umschau” meist als letzte Möglichkeit bei der Inkontinenz-Therapie. Je nachdem, welche Form der Blasenschwäche vorliegt, bieten sich verschiedene operative Eingriffe an. Bei Männern können die Chirurgen mithilfe eines Implantats die Harnröhre komprimieren. Bei weiblichen Patienten bietet sich dagegen unter Umständen die sogenannte Schlingen-Operation an – hier soll ein Kunststoffband die Harnröhre stützen. Sie ist prinzipiell auch bei Männern möglich.

In besonders schweren Fällen ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern das Einsetzen eines "Blasenschrittmachers", also eines künstlichen Schließmuskels, denkbar. Wie die "Apotheken Umschau" erklärt, besteht dieser aus einer mit Flüssigkeit gefüllten Manschette, die Druck auf die Harnröhre ausübt und so verschließt. Diese Therapie-Methode gilt bei Inkontinenz zwar als aufwendig, aber vielversprechend.

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