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Wechseljahre: Helfen Schüßler-Salze bei Beschwerden?

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Wechseljahre: Helfen Schüßler-Salze bei Beschwerden?

26.02.2016, 12:24 Uhr | md (CF)

Wechseljahre: Helfen Schüßler-Salze bei Beschwerden?. Das Schüßler-Salz Nr. 11 (Silicea) lindert angeblich Schweißausbrüche (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Schüßler-Salz Nr. 11 (Silicea) lindert angeblich Schweißausbrüche (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schüßler-Salze sollen bei Beschwerden der Wechseljahre helfen - darauf schwören zumindest viele Vertreter der Naturheilkunde. Ihrer Auffassung nach beheben die Salze Mangelerscheinungen und andere Störungen des Körpers. Auch gegen die verschiedenen Symptome der Menopause wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen sollen sie helfen. Wir sagen Ihnen, was Sie bei der Verwendung von Schüßler-Salzen beachten sollten.

Salzverbindungen gegen alle erdenklichen Krankheiten

Der Oldenburger Homöopath Wilhelm Heinrich Schüßler hat im Laufe des 19. Jahrhunderts einen Ansatz entwickelt, wonach alle organischen Krankheiten mithilfe von Mineralsalzverbindungen geheilt werden können. Seiner Ansicht nach reicht es aus, jene zwölf Mineralsalzverbindungen zu verwenden, die bei einem toten und verbrannten Körper noch in der Asche nachweisbar sind, um alle erdenklichen Krankheiten zu heilen.

Diese sind: Eisenphosphat, Kaliumchlorid, -phosphat, -sulfat, Kalziumfluorid, -phosphat, -sulfat, Magnesiumphosphat, Natriumchlorid, -phosphat, -sulfat und Silizium. Krankheiten entstehen nach Schüßler aufgrund eines Mangels an einem oder mehrerer dieser Salze. Dadurch, dass man diesen Mangel durch die Gabe des entsprechenden Salzes ausgleicht, soll die Krankheit geheilt werden.

Therapeutische Wirkungsweise ungeklärt

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in einem Artikel berichtet, kann anhand einer von Schüßler entworfenen Liste nachgeschlagen werden, wozu die einzelnen Salze eingesetzt werden können. Kaliumchlorid D6 soll demnach bei asthmatischen Beschwerden, Blasenentzündung und Gelenkrheuma Linderung verschaffen, wohingegen Kalziumfluorid D12 gegen Grauen Star und Karies Verwendung findet.

Eine Begründung für die Zuordnung der einzelnen Salze zu den jeweiligen Krankheitsbildern gibt es allerdings nicht. Folglich bleibt auch offen, inwiefern die Einnahme einer geringen Dosis eines bestimmten Mineralsalzes therapeutisch wirksam sein kann.

Alternativtherapie bei Wechseljahresbeschwerden

Trotz der klinisch nicht erwiesenen Wirksamkeit der biochemischen Schüßler-Salze berichten Patienten nach der Einnahme spezieller Salze von einer gewissen Linderung ihrer Beschwerden. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Daher spricht grundsätzlich nichts gegen den alternativen Therapieversuch. Besonders bei Frauen in den Wechseljahren, in denen sich hormonelle Veränderungen auf die körperliche und seelische Verfassung der Betroffenen auswirken, kann eine Therapie mit Schüßler-Salzen durchaus hilfreich sein.

Schüßler-Salze als natürliche Alternative

Wie das Portal "gesundheit.de" berichtet, leiden mehr als die Hälfte der Frauen im Alter zwischen 45 und 54 Jahren in Deutschland an Beschwerden wie Nervosität, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Gewichtzunahme oder auch Kopfschmerzen, die maßgeblich durch hormonelle Wandlungsprozesse hervorgerufen werden. Schüßler-Salze können hier eine wirksame Alternative zu Medikamenten oder einer Hormonersatztherapie sein.

Voruntersuchung wichtig

Bevor Sie allerdings Schüßler-Salze anwenden, sollten Sie sicherstellen, dass andere schwerwiegende Krankheiten als Ursache für die Beschwerden ausgeschlossen werden können. Denn diese lassen sich mit Schüßler-Salzen allein nicht therapieren. Außerdem können aufgrund der Einnahme der Schüßler-Salze Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten.

Nicht zuletzt bei Diabetes mellitus kann der in den Salzen enthaltene Milchzucker problematisch sein. Halten Sie also vor der Einnahme der Salze in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Welche Schüßler-Salze gegen welche Beschwerden helfen

So unterschiedlich die Wechseljahresbeschwerden durch die Hormonschwankungen ausfallen, so verschieden sind auch die Schüßler-Salze, die gegen die Leiden helfen sollen. Die folgenden sieben sollen sich besonders gut gegen Symptome der Wechseljahre eignen:

SymptomSchüßler Salz
Schlechtes Hautbild, Östrogen-MangelNr. 1 (Calcium fluoratum)
HitzewallungenNr. 3 (Ferrum phosphoricum)
Hitzewallungen, KrämpfeNr. 7 (Magnesium phosphoricum)
StimmungsschwankungenNr. 4 (Kalium chloratum)
DepressionenNr. 5 (Kalium phosphoricum)
Trockene SchleimhäuteNr. 8 (Natrium chloratum)
SchweißausbrücheNr. 11 (Silicea)

Wirkungsweisen der Schüßler-Salze

Gegen Hitzewallungen helfen beispielsweise die Salze Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) und Nr. 7 (Magnesium phosphoricum). Letzteres soll zusätzlich entspannend wirken und für innere Ausgeglichenheit sorgen. Das Schüßler-Salz Nr. 1 (Calcium fluoratum) soll sich positiv auf das Hautbild auswirken und den durch die Hormonschwankungen entstehenden Mangel an Östrogen ausgleichen.

Leiden Sie unter Schweißausbrüchen, empfehlen Anhänger der Lehre Schüßlers das Salz Nr. 11 (Silicea). Bei Stimmungsschwankungen kommt Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) zum Einsatz - bei Depressionen Nr. 5 (Kalium phosphoricum). Trockene Schleimhäute lassen sich angeblich mit dem Schüßler-Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) behandeln, da es ausgleichend auf den Wasserhaushalt wirken soll.

Ist eine Selbsttherapie sinnvoll?

Schüßler-Salze sind rezeptfrei in Apotheken oder über das Internet erhältlich. Dennoch sollte eine Selbstmedikation ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt und einem Heilpraktiker vermieden werden. Vor allem bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie vor der Einnahme von Schüßler-Salzen unbedingt ein Gespräch mit Ihrem Arzt und Heilpraktiker führen.

Krankenkassen stehen dieser homöopathischen Therapieform übrigens skeptisch gegenüber, so dass sie sich weigern, die Kosten für eine Therapie zu übernehmen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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