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Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

27.01.2016, 09:37 Uhr | tl (CF)

Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung . Die Nagelhaut sollten Sie lieber nicht entfernen, denn sie schützt vor dem Eindringen von Bakterien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Nagelhaut sollten Sie lieber nicht entfernen, denn sie schützt vor dem Eindringen von Bakterien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Nagelbettentzündung entsteht durch Keime, die das Gewebe angreifen. Häufig gelangen die Erreger durch Hautverletzungen in den Körper. Lesen Sie hier, wie Sie die Entzündung erkennen und wie sie sich verhindern und behandeln lässt.

Ursachen für eine Nagelbettentzündung an Zeh oder Finger

Die Auslöser für eine Nagelbettentzündung am Zeh oder am Finger sind laut dem Gesundheitsportal „NetDoktor“ meist Staphylokokken. Seltener lösen auch Herpesviren oder Hefepilze die Beschwerden aus. Damit es jedoch zu einer Entzündung kommt, muss die Haut geschädigt sein. Auf unversehrter Haut können die Erreger keinen Schaden anrichten. Durch Risse oder andere Beeinträchtigungen jedoch dringen die Keime in das Nagelbett ein und verursachen die Entzündung.

Schnittwunden oder eine unvorsichtige Nagelpflege sind zwei Beispiele. Auch rissige Haut an Händen und Füßen begünstigt den Eintritt der Erreger.

Putzmittel, Seife oder Waschlotionen können die Haut reizen, so dass Keime das Nagelbett schädigen können. Schließlich sind auch eingewachsene Nägel ein möglicher Grund. Diese verursachen häufig eine chronische Entzündung.

Gründe für die Entzündung: Begünstigende Faktoren

Verschiedene Risikofaktoren machen die Infektion wahrscheinlicher: So sind Menschen mit sehr trockener Haut oder Neurodermitis besonders gefährdet.

Ein geschwächtes Immunsystem oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus gelten ebenso als mögliche Risikofaktoren für die Nagelbettentzündung an Zeh oder Finger. Krebspatienten, bei denen bestimmte Therapien angewendet werden, leiden besonders oft unter Nagelbettentzündungen.

Mögliche Symptome für die Entzündung am Nagelbett

Das häufigste Symptom für eine Nagelbettentzündung ist deutlich sichtbar. Meist rötet sich die Hautstelle sehr stark, schwillt zusätzlich an und glänzt. Darüber hinaus fühlt sie sich möglicherweise warm an. Auch ein Juckreiz ist möglich. Oft ist die Entzündung schmerzhaft, gerade in einem frühen Stadium treten vor allem durch Druck auf den Nagel Schmerzen auf. 

Möglicherweise bildet sich unter dem Nagel Eiter. Platzt die Eiterblase nicht von alleine auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Eiterblase übt zusätzlichen Druck auf den Nagel aus und kann dadurch Schmerzen hervorrufen. Bleibt die Entzündung über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann der Nagel aufgrund der Entzündung auch abfallen. 

Eine chronische Nagelbettentzündung ist meist weniger schmerzhaft als eine akute. Hier färbt sich der Nagel häufig grünlich oder gelblich.

Nagelbettentzündung: Hausmittel und Homöopathie

Um eine akute, eher schwach ausgeprägte Nagelbettentzündung mit Hausmitteln selbst zu behandeln, bieten sich warme Bäder der betroffenen Körperstellen an. Diese können Linderung bei den Beschwerden verschaffen. Hat sich Eiter gebildet, kann dieser so häufig besser abfließen. Als Zusatz empfehlen sich Heilpflanzen wie Kamille oder Arnika, die dabei helfen, Entzündungen zu hemmen. Nach dem Bad sollten Betroffene den Bereich mit einer desinfizierenden Lösung einreiben, die beispielsweise Jod oder andere antibakterielle Wirkstoffe enthält. Die Bäder sollten laut der „Apotheken Umschau“ zweimal täglich erfolgen und etwa 20 Minuten dauern.

Anhänger der Naturheilkunde empfehlen bei einer Nagelbettentzündung Homöopathie. Um einen Eiterherd zu behandeln, kommt beispielsweise Hepar sulfuris zum Einsatz – zunächst in Niedrigpotenz. Hat sich der Eiterherd geöffnet, in höherer Potenz. Auch Myristica sebifera kann Linderung verschaffen. Bei einer bereits länger anhaltenden Entzündung empfiehlt sich dagegen unter Umständen Silicea, um die Abwehrkraft der Haut zu unterstützen.

Ein wichtiger Hinweis: Sind die Beschwerden und Veränderungen im Bereich des Nagels nach etwa drei Tagen nicht deutlich vermindert oder sogar ganz verschwunden, sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen, der das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen wird.

Ärztliche Behandlung des Leidens

Eine sinnvolle Behandlung einer Nagelentzündung, die der Arzt durchführt, beruht häufig zunächst auf Medikamenten, die eine antiseptische Wirkung haben, meist Salben. Zusätzlich können Antibiotika zum Einsatz kommen, wenn die Entzündung sehr großflächig ist. Die Therapie unterscheidet sich, je nachdem, welche Auslöser für die Infizierung verantwortlich sind: Sind Hefepilze die Ursache, empfehlen sich entsprechend Antimykotika. Herpesinfektionen dagegen werden häufig mit Virostatikasalben behandelt.

Bei einer sehr großflächigen Nagelbettentzündung, die durch Medikamente nicht abheilt, kann eine OP notwendig werden. Unter örtlicher Betäubung entfernt der Chirurg das Gewebe, das besonders stark betroffen ist. Auch wenn der Eiter nicht von selbst abfließt, erfordert dies unter Umständen einen operativen Eingriff: Der behandelnde Arzt kann die Eiterherde öffnen – auch dies geschieht in der Regel unter örtlicher Betäubung.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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