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Gehirnerschütterung erhöht das Selbstmordrisiko ums Dreifache

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Forscher warnen  

Eine Gehirnerschütterung erhöht das Selbstmordrisiko

11.02.2016, 09:21 Uhr | AFP

Gehirnerschütterung erhöht das Selbstmordrisiko ums Dreifache. Die psychischen Folgen einer Gehirnerschütterung werden von Ärzten oft unterschätzt, warnen kanadische Forscher.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die psychischen Folgen einer Gehirnerschütterung werden von Ärzten oft unterschätzt, warnen kanadische Forscher. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Gehirnerschütterung ist ein traumatisches Erlebnis, das schwerwiegende Folgen haben kann. Wie kanadische Forscher herausgefunden haben, erhöht sich dadurch das Suizidrisiko um das Dreifache.

Besonders gefährdet seien Patienten, wenn sich der Unfall an einem Wochenende ereignete. Zudem sei die Selbstmordrate bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen.

Seratonin-Störung nach Gehirnerschütterung als Ursache vermutet 

Die Forscher stützen sich auf eine Studie, die im "Canadian Medical Association Journal" erschienen ist. Sie bestätigt frühere Untersuchungen, wonach Gehirnerschütterungen dauerhafte physiologische Veränderungen auslösen können, die oft unentdeckt bleiben.

Dabei soll es sich um Störungen des Botenstoffs Serotonin im Hormonhaushalt handeln, der für die Stimmung und das Wohlbefinden zuständig ist.

Ärzte unterschätzen die Suizid-Gefahr 

"Weil die Symptome wie Schwindel oder Kopfschmerzen nach einer Gehirnerschütterung rasch verschwinden, neigen die Ärzte dazu, deren verhängnisvolle Auswirkungen zu unterschätzen", hebt der Hauptverfasser der Studie, Donald Redelmeier von der Universität Toronto hervor.

Eine stärkere Beachtung der Folgen von Gehirnerschütterungen könnte nach seiner Einschätzung wegen der Wirksamkeit von Suizidprävention Leben retten. In Kanada gebe es jährlich 400.000 Fälle von Schädel-Hirn-Trauma, in den USA vier Millionen.

Studie stützt sich auf über 235.000 Daten 

Suizid gehört in beiden Ländern zu den häufigsten Todesursachen. Im Jahr 2010 waren es in Kanada 3951, in den USA 38.364 Fälle. Die Autoren der Studie untersuchten die Krankengeschichte von 235.110 Patienten, die während eines Zeitraums von 20 Jahren in der kanadischen Provinz Ontario eine Gehirnerschütterung erlitten. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 41 Jahre.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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