Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Muskelschmerzen: Krämpfe sind nicht immer harmlos

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Wenn es in der Wade sticht  

Muskelkrämpfe sind nicht immer harmlos

09.12.2016, 16:01 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Muskelschmerzen: Krämpfe sind nicht immer harmlos. Häufige Wadenkrämpfe können Anzeichen für Krankheiten sein.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Häufige Wadenkrämpfe können Anzeichen für Krankheiten sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wadenkrämpfe treten oft nachts auf und reißen den Betroffenen mit einem stechenden Schmerz aus dem Schlaf. Meist sind harmlose Auslöser, etwa eine zu intensive Trainingseinheit, der Grund. Doch Wadenkrämpfe können auch auf Erkrankungen hinweisen. Wann Sie besser einen Arzt aufsuchen sollten.

Wadenkrämpfe sind ein Warnzeichen für eine Störung bestimmter Körperfunktionen. In vielen Fällen ist eine überforderte Muskulatur schuld an dem quälenden Schmerz. Die meisten Schwimmer und Läufer wissen, wie sich ein Krampf in der Wade anfühlt.

Überforderte Wadenmuskeln verkrampfen

Auch wer beim Sport viel schwitzt und anschließend zu wenig trinkt, provoziert Wadenkrämpfe. Damit signalisiert der Körper: "Mir fehlen wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium!“ Der Minearalstoffwechsel - auch als Salz- oder Elektrolythaushalt  bezeichnet - kommt aus dem Gleichgewicht.  Aus diesem Grund können Wadenkrämpfe auch bei Durchfallerkrankungen auftreten. 

Doch auch eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Darmerkrankungen, eine Nierenschwäche sowie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse beeinflussen die Mineralstoff-Balance im Körper.

Auch zu viel Sitzen kann zu Krämpfen führen

Auch Unterforderung macht den Beinen zu schaffen. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, viel Auto fährt oder abends am liebsten auf dem Sofa entspannt, hat meist nachts mit Muskelbeschwerden wie Wadenkrämpfen zu kämpfen. Der Grund: Durch die fehlende Bewegung verschlechtert sich die Durchblutung in den Beinen. Die Muskeln werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Auch unbequeme Schuhe lassen Waden und Füße verkrampfen.

Bei Taubheitsgefühlen gleich zum Arzt

Kommen zu den Krämpfen allerdings Taubheitsgefühle, Lähmungen, Kribbeln und andere Beschwerden hinzu, sollte man die Ursache schnellstmöglich von einem Arzt abklären lassen. Das gilt auch dann, wenn die Wadenkrämpfe gehäuft auftreten oder sich minutenlang nicht lösen. Dann können Mangelzustände, Durchblutungsstörungen oder Nervenschädigungen der Auslöser sein. In manchen Fällen sind Verletzungen an der Bandscheibe, Gelenkprobleme oder Verschleißerscheinungen, etwa eine Arthrose im Knie, die Auslöser. 

Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Dieser stellt nach der Untersuchung wenn nötig eine Überweisung zu einem Facharzt aus, beispielsweise einem Orthopäden oder Diabetologen.

Viele Diabetiker leiden an Wadenkrämpfen

Häufige Wadenkrämpfe kann auch ein Warnzeichen für Diabetes sein. Das hat verschiedene Gründe: Sind die Blutzuckerwerte zu hoch, beginnen die Nieren, den Zucker aus dem Blut zu filtern und scheiden ihn anschließend mit dem Urin aus. Bei diesem Vorgang gehen wertvolle Mineralien wie Magnesium und Kalium verloren. Es kommt zu Störungen im Elektrolythaushalt, die sich in Form von Wadenkrämpfen und vermehrtem Durst zeigen.  

Alkoholmissbrauch führt zu Nervenschäden

Doch auch Durchblutungsstörungen können dazu führen, dass bei einem Diabetes mellitus die Beinmuskeln nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit können zudem Nervenschädigungen Krämpfe auslösen. Aber auch Alkoholmissbrauch kann zu Krämpfen führen und dauerhaft die Nerven schädigen, ebenso das Rauchen. 

Krampft das Bein, können Blutgefäße verstopft sein

Durchblutungsstörungen in den Beinen, etwa aufgrund verstopfter Blutgefäße, können ebenfalls Schmerzen und Wadenkrämpfe auslösen. Meist sind Fett- und Kalkablagerungen schuld, wenn sich die Gefäße in den Beinen verengen. Mediziner sprechen dann von der sogenannten "peripheren arteriellen Verschlusskrankheit", kurz PAVK. Hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck begünstigen das Risiko. 

Viel Wasser und regelmäßiges Dehnen beugt vor

In der Regel kann man Krämpfen mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Dehnübungen und regelmäßiger moderater Bewegung vorbeugen. Magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte und Bananen tun den Muskeln ebenfalls gut.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Bei Generalaudienz 
Dreijährige schnappt sich Papst-Kappe

Die Kleine schnappt sich die Kappe von Papst Franziskus. Video

Arztsuche 
Einen guten Arzt finden

Hier finden Sie Haus- und Fachärzte in Ihrer Nähe. Arztsuche


Shopping
Shopping
Das Samsung Galaxy S7 nur 1,- €*

im Tarif MagentaMobil M mit Top-Smartphone bei der Telekom. Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal