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Schlafapnoe-Syndrom: Symptome, Ursachen und Behandlung

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Schlafstörungen  

Schlafapnoe-Syndrom: Symptome, Ursachen und Behandlung

23.02.2016, 11:57 Uhr | hm (CF)

Das Schlafapnoe-Syndrom zählt zu den schlafbezogenen Atemstörungen. Anders als beim normalen Schnarchen setzt hier die Atmung immer wieder aus – was die Gesundheit negativ beeinflussen kann. Informationen zur Symptomatik, den Ursachen, der Diagnose und den Behandlungsmethoden finden Sie hier.

Schlafapnoe: Definition und Verbreitung

Der Begriff Schlafapnoe stammt aus dem Griechischen: "Apnoe" bedeutet so viel wie "ohne Atmung". Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) beschreibt also nicht einfaches Schnarchen, sondern vielmehr Atemaussetzer während der Nachtruhe. Laut "Apotheken Umschau" ist diese Form der Schlafstörung relativ verbreitet: Schätzungen zufolge tritt das Schlafapnoe-Syndrom bei rund vier Prozent der Männer im mittleren Alter und bei rund zwei Prozent der Frauen auf. Da jedoch die wenigsten Menschen wegen des Schnarchens einen Arzt aufsuchen, können keine genauen Zahlen ermittelt werden.

Mögliche Symptome einer Schlafapnoe

Die meisten betroffenen Patienten treten den Weg zum Arzt an, weil sie eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit feststellen: Sie geben an, ausreichend zu schlafen, sich aber nie wirklich ausgeruht zu fühlen. Diese Unausgeschlafenheit gilt als Hauptsymptom der Schlafapnoe. Das hängt unmittelbar mit den häufigen Atemaussetzern zusammen. Diese dauern in der Regel 20 bis 30 Sekunden, bis dann die normale Atmung wieder einsetzt. In schweren Fällen kann sie jedoch minutenlang ausfallen. Betroffene erwachen in solchen Fällen oft schreckhaft aus dem Schlaf und bekommen nicht die Ruhe, die sie nach einem anstrengenden Tag nötig hätten. Daraus entwickeln sich weitere Symptome, wie Unkonzentriertheit, verminderte Leistungsfähigkeit oder sinkende Libido bzw. Potenz.

Außerdem neigen viele Patienten dazu, während des Tages einzunicken. Dieser Sekundenschlaf kann vor allem während der Arbeit oder im Straßenverkehr gefährlich werden. Neben diesen Symptomen deuten aber auch morgendliche Kopfschmerzen und ein trockener Mund auf eine Schlafapnoe hin.

Schlafapnoe-Syndrom: Ursachen

Es gibt verschiedene Formen der Schlafapnoe, am gängigsten sind dabei die obstruktive und die zentrale Schlafapnoe. Die Formen unterscheiden sich dabei durch die zugrunde liegenden Ursachen. Die häufiger auftretende obstruktive Schlafapnoe (OSA) entsteht, weil die Atemwege zu eng sind, verschlossen oder anderweitig blockiert. Während des Schlafs hat das mehrere Folgen. Der Körper wird nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt, außerdem sammelt sich giftiges Kohlenstoffdioxid im Gewebe an. Es kommt zu einer Art körpereigenem Alarm: Der Schlafende schreckt auf und atmet mehrmals tief ein.

Mehrere Faktoren können das Entstehen der obstruktiven Schlafapnoe beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise ein zu hoher Body-Mass-Index, hohes Alter sowie die Einnahme von Schlaftabletten oder Beruhigungsmitteln. Aber auch Rauchen, Alkoholkonsum, eine Schwangerschaft sowie bestehende Erkrankungen wie Rheuma oder eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen die Entwicklung der Schlafstörung.

Deutlich seltener als die OSA ist die zentrale Schlafapnoe. Sie ist als Erkrankung des zentralen Nervensystems definiert – die Ursache liegt also nicht in den Atemwegen begründet, sondern im Gehirn des Patienten. Dessen Funktion ist eingeschränkt, weshalb die Anweisung zu atmen oft nicht entsendet wird. Erst bei einem kritischen Sauerstoffgehalt im Blut reagiert das Gehirn und schickt das Signal an die Atemmuskeln. Ein Schlaganfall beispielsweise begünstigt die Entstehung dieser Form des Schlafapnoe-Syndroms.

Der Schlafapnoe auf die Spuren kommen: Diagnostik

Sind Sie tagsüber oft müde oder macht Sie Ihr Partner auf nächtliche Schnarchgeräusche und Atemaussetzer aufmerksam, sollten Sie den HNO-Arzt konsultieren. Dieser wird Sie zu ihrer Krankengeschichte, der Anamnese, befragen. Außerdem wird der Nasen-Rachen-Raum auf Auffälligkeiten untersucht und die Stellung des Kiefers kontrolliert. In manchen Fällen ist auch der Gang in das Schlaflabor nötig. Ärzte untersuchen hier die Hirnströme, den Herzrhythmus sowie den Sauerstoffgehalt im Blut, um detaillierte Aussagen zur Schwere der Schlafstörung treffen zu können. Laut dem Gesundheitsportal "NetDoktor" dauert eine solche Untersuchung üblicherweise nicht länger als zwei Nächte.

Messverfahren ähnlich der im Schlaflabor gibt es mittlerweile auch für Zuhause. Der Patient bekommt ein Testgerät, das er in der Nacht anlegen muss. Es wird am Handgelenk und Finger angebracht und misst beispielsweise die Sauerstoffsättigung und die Veränderungen der Gefäßspannung in der Fingerarterie. Mithilfe des Geräts kann so eine genauere Aussage darüber gemacht werden, ob tatsächlich eine Schlafapnoe vorliegt.

Schlafapnoe-Syndrom: Therapiemöglichkeiten

Oftmals hilft es Schlafapnoe-Patienten bereits, ihren Lebenswandel etwas umzustellen: Dazu zählt Abnehmen und der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol. In schweren Fällen sollte jedoch in Betracht gezogen werden, eine Atemmaske einzusetzen. Sie ist an ein Gerät angeschlossen, das mit leichtem Überdruck Raumluft in die Atemwege einspeist. Diese Methode bietet sich vor allem bei Patienten an, die unter einer obstruktiven Schlafapnoe leiden. Die Maske verhindert, dass die Atemwege blockieren. Verursachen vergrößerte Rachenmandeln oder Nasenpolypen die Schlafstörung, können diese operativ entfernt werden.

Unabhängig von der gewählten Therapie ist es immer wichtig, das Vorgehen genau mit dem Arzt zu besprechen. Denn eine unbehandelte Schlafapnoe kann laut dem Portal "Netdoktor" schwerere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen, wie Herzerkrankungen, Lungenhochdruck oder Arteriosklerose.

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