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Forscher finden neue OP-Methode bei Grauem Star

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Augen-Linse wächst von selbst nach  

Forscher finden neue OP-Methode bei Grauem Star

12.03.2016, 16:59 Uhr | bri

Forscher finden neue OP-Methode bei Grauem Star. Untersuchung beim Augenarzt auf Grauen Star. (Quelle: imago)

Untersuchung beim Augenarzt auf Grauen Star. (Quelle: imago)

Die Sicht wird trübe, Erblinden droht. Auch hierzulande ist der Graue Star ein tückisches Leiden und nur eine Operation kann das Augenlicht retten. Bei dem Eingriff wird bislang noch die kranke Linse entfernt und eine neue Kunstlinse eingesetzt. Ärzte aus den USA haben jetzt eine einfachere Methode gefunden, welche Selbstheilungskräfte des Körpers nutzt.

Die unvermeidliche Operation bei Grauem Star ist für empfindliche Gemüter keine angenehme Vorstellung: Mit einem Schnitt wird die getrübte Linse geöffnet, dann zerkleinert und abgesaugt. Dann setzt der Operateur ein Implantat ein. 

Eingriff ohne Linsen wechseln

90 Prozent der Patienten können nach dem Eingriff besser sehen. Dennoch kann es zu Entzündungen und Narben kommen. An Kindern unter zwei Jahren kann die übliche OP nicht durchgeführt werden. Diese sind in ärmeren Ländern häufiger vom Grauen Star betroffen, hierzulande ist es ein typisches Leiden von Menschen über 60.

Wie das Wissenschaftsmagazin "Nature" berichtet, haben amerikanische Ärzte der Universität San Diego einen Weg gefunden, den Grauen Star zu heilen, ohne die geschädigte Linse gegen eine Kunstlinse auszutauschen. Sie nutzten Erkenntnisse der Stammzellenforschung und die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers.

Linse wächst von selbst nach

Laut "Nature" funktioniert die neue Methode folgendermaßen: Ein Arzt macht lediglich einen kleinen Schnitt seitlich am Auge und saugt durch diesen geschädigtes Linsenmaterial ab. Die Linsenhülle bleibt aber im Auge. Danach sorgen Stammzellen dafür, dass die Linse von allein nachwächst.

Zunächst haben die Forscher um den Augenarzt Dr. Kang Zhang von der Sand Diego School of Medicine ihre Methode an künstlichem Gewebe getestet. Dort habe sich nach sieben Wochen wieder eine durchsichtige Linse gebildet.

Tests an Kindern erfolgreich

Ein weiterer Test an zwölf Kleinkindern mit angeborenem Grauen Star werteten die Ärzte ebenfalls als erfolgreich: Nach zwölf Wochen hatten sich laut den Forschern wieder gesunde Linsen gebildet. 

Bei eine Kontrollgruppe von 25 Kindern, nach der alten Methode operiert, habe die Heilung länger gedauert und es sei auch zu Entzündungen und Linsentrübungen gekommen.

Laut Zhang eröffnet die Methode neue Möglchkeiten der Behandlung der Augenkrankheit. Er will in Zukunft seine Methode auch bei altersbedingtem Grauen Star erproben. Bei alten Menschen besteht jedoch die Schwierigkeit, dass weniger Stammzellen zur Regeneration vorhanden sind. 

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