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Volkskrankheit behandeln  

Hämorrhoiden: Ursachen, Behandlung, Vorbeugung

14.04.2016, 14:59 Uhr | om (CF)

Hämorrhoiden: Ursachen, Behandlung, Vorbeugung. Erkrankungen der Hämorrhoiden sind schmerzhaft, aber häufig ungefährlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erkrankungen der Hämorrhoiden sind schmerzhaft, aber häufig ungefährlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erkrankungen der Hämorrhoiden entstehen meist, wenn sich die Gefäßpolster am Darmausgang vergrößern. Betroffene leiden unter Schmerzen, Brennen und Jucken am After. Im Folgenden erfahren Sie, welche Ursachen der Erkrankung zugrunde liegen können, wann Sie zum Arzt gehen sollten, wie die Diagnose abläuft und wie das Leiden behandelt wird – beispielsweise durch Veröden.

Hämorrhoiden: Mögliche Ursachen

Jeder Mensch besitzt Hämorrhoiden, unabhängig seiner Gesundheit: Die Gefäßpolster befinden sich normalerweise im Analkanal und dienen dem Feinabschluss des Afters. Entsteht aber ein zu hoher Druck auf das sensible Gewebe, vergrößert es sich und wird unter Umständen nach außen gedrückt. Es kommt zu einem sogenannten Hämorrhoidalleiden – im Volksmund wird jedoch zumeist einfach der Begriff Hämorrhoiden genutzt.  Verstopfungen und übermäßiges Pressen beim Stuhlgang gelten als Hauptursachen für die unangenehme, oft schmerzhafte Erkrankung. Diese Schwierigkeiten wiederum resultieren häufig aus einem zu festen Stuhl. Betroffene verweilen oftmals lange auf der Toilette, wodurch die Gefäße anschwellen können und die Gefahr einer Vorwölbung ansteigt.

Auch Kraftsport gilt als Risikofaktor. Schließlich steigt die Anspannung im Körper und die Schwellkörper im After können herausgedrückt werden. Daneben begünstigen eine Bindegewebsschwäche, vorwiegend sitzende Tätigkeit oder Übergewicht die Entstehung krankhaft vergrößerter Hämorrhoiden. Darüber hinaus können sich auch in einer Schwangerschaft die Symptome einer bestehenden Hämorrhoidenerkrankung verschlimmern. Grund ist hier oft, dass das ungeborene Kind auf den Beckenboden drückt.

Hämorrhoiden schmerzen oder bluten: Was tun?

Hämorrhoiden sind eine Volkskrankheit. Laut dem Magazin "Focus" leidet rund ein Drittel der über 50-Jährigen unter den Symptomen der Vorwölbung. Auch wenn es teils starke Beschwerden auslösen kann, gilt ein Hämorrhoidalleiden in den meisten Fällen als ungefährlich. Dennoch sollte der Arzt konsultiert werden – insbesondere wenn Jucken, Brennen oder gar Blut im Stuhl als Symptome auftreten. Hämorrhoiden bluten zumeist während oder kurz nach dem Stuhlgang: Übt der Kot Druck auf die Afterschleimhaut aus, werden sie leicht beschädigt und beginnen zu bluten. Schließlich handelt es sich bei vergrößerten Hämorrhoiden um angeschwollene Blutgefäße, die auf Beschädigungen vergleichsweise schnell reagieren.

Leichte Blutungen gelten als Frühsymptom der Erkrankung. Sie zeigen sich durch hellrot gefärbte Spuren am Toilettenpapier. Auch wenn sie nicht als gefährlich gelten, ist dies ein Anlass, mit dem Arzt über die Beschwerden zu sprechen. Denn nicht alle Blutungen, die aus dem Enddarm stammen, gehen auf ein Hämorrhoidalleiden zurück. Langanhaltende Beschwerden sollten also immer auf ihre Ursache hin untersucht werden.

Hämorrhoidalleiden diagnostizieren: Untersuchung

Um Klarheit über die Ursachen zu bekommen, gibt es einige Untersuchungen, mit denen der Arzt die Erkrankung bestimmen kann. In den meisten Fällen genügt die Untersuchung des Enddarms. Der Arzt ertastet hierbei Schwellungen und kann so feststellen, ob ein Hämorrhoidalleiden vorliegt. Ist der Grad der Vorwölbung gering, aber es treten trotzdem Blutungen auf, kann eine Darmspiegelung veranlasst werden. Dabei wird im Darmtrakt nach weiteren möglichen Ursachen gesucht wird, beispielsweise Polypen. Diese Schleimhautgeschwülste gelten als Vorstufe von Darmkrebs und können bei frühzeitiger Diagnose unkompliziert während der Spiegelung entfernt werden. Es ist daher umso wichtiger, das anale Bluten ernst zu nehmen und von einem Arzt untersuchen zu lassen.

Hämorrhoidalleiden: Vier Schweregrade

Sollte der Arzt, vornehmlich ein Proktologe, ein Hämorrhoidalleiden feststellen, wird zunächst das Krankheitsbild untersucht. Man unterscheidet zwischen vier Schweregraden:

SchweregradSymptome
Grad 1Die Hämorrhoiden sind nur per Darmspiegelung zu erkennen. Es zeigen sich leichte bis keine Symptome.
Grad 2Beim Pressen wölben sich die Hämorrhoiden nach außen, danach ziehen sie sich aber wieder zurück. Sie sind vergrößert und hinterlassen ein unangenehmes Fremdkörpergefühl.
Grad 3Die Hämorrhoiden ziehen sich nicht wieder automatisch zurück, und es muss mit den Fingern nachgeholfen werden.
Grad 4Die angeschwollenen Gefäßpolster lassen sich auch mit den Fingern nicht wieder zurückschieben. Das Fremdkörpergefühl hält an, zusätzlich können Nässen und Schmerzen auftreten. Ist der Darmausgang beschädigt, kann es ebenfalls zu leichter Inkontinenz kommen.

(Quelle: apotheken-umschau.de)

Behandlung ohne OP und Vorbeugung

Je nach Ausmaß der Beschwerden werden die Hämorrhoiden unterschiedlich behandelt. Kurzfristiger Juckreiz und Schmerzen beispielsweise werden laut dem Gesundheitsportal "netdoktor.at" mit Salben, Cremes oder auch Zäpfchen medikamentös behandelt. Darüber hinaus helfen weiches Toilettenpapier und Unterwäsche aus Baumwolle, dem Leiden vorzubeugen und die Beschwerden möglichst gering zu halten. Verordnet der Arzt ein Abführmittel, etwa um Verstopfungen zu bekämpfen, sollte dieses nur über den empfohlenen Zeitraum eingenommen werden. Eine dauerhafte Einnahme der Medikamente kann die Bildung von Hämorrhoiden nämlich sogar begünstigen.

Um langfristig von den Vorwölbungen verschont zu bleiben, ist meist ein Lebenswandel notwendig. Viel Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr helfen nicht nur, die Hämorrhoiden loszuwerden, sondern ihnen auch bewusst vorzubeugen.

Semioperative Eingriffe und Verödung

Kleinere operative Eingriffe werden durchgeführt, wenn die Beschwerden durch die genannten Methoden nicht gelindert werden können. Einige dieser Methoden werden als "semioperativ" bezeichnet, da für sie weder eine Narkose noch ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Dazu gehören

  • Die Gummibandligatur: Hierbei schnürt der Mediziner die vergrößerten Hämorrhoiden mit einem Gummiring ab. Nach einigen Tagen sollte die Vorwölbung absterben und gemeinsam mit dem Gummiring beim Stuhlgang ausgeschieden werden.
  • Die Hämorrhoidenverödung: In der Fachsprache auch als Sklerosierung bezeichnet. Sie kommt vor allem bei Hämorrhoidalleiden in frühen Stadien infrage (Grad I oder II). Beim Veröden werden in mehreren Sitzungen bestimmte Lösungen, beispielsweise aus Zinkchlorid, in die Hämorrhoidalknoten gespritzt. Daraufhin folgt eine Entzündungsreaktion, die zu einer Vernarbung und Schrumpfung des Gewebes führt. Patienten empfinden in der Regel keine Schmerzen und können anschließend direkt den Weg nach Hause antreten.

Erfolgschancen: Ligatur oder Hämorrhoiden veröden lassen?

Auch wenn die Verödung schnell durchgeführt ist und Linderung verspricht, ist der Eingriff laut Angaben des Gesundheitsportals "Lifeline" oftmals nicht durch langfristigen Erfolg gekennzeichnet. So sollen 70 Prozent der Patienten innerhalb von drei Jahren neue Hämorrhoidalknoten bilden.

Bei der Ligatur zeigt die Statistik dabei größere Chancen auf eine dauerhafte Heilung: Lediglich 25 Prozent der behandelten Patienten erleiden demnach einen Rückfall nach den ersten vier Jahren. Als wichtiger für einen Erfolg gilt laut dem Portal der Lebenswandel mit einer Umstellung auf ballaststoffreiche Kost sowie die Verringerung des Körpergewichts, sofern Betroffene unter Übergewicht leiden.

Hämorrhoiden operativ entfernen

Bietet sich keine der konservativen Behandlungsmöglichkeiten bei vergrößerten Hämorrhoiden an, wird in manchen Fällen eine Operation in Betracht gezogen. Hierbei werden die Knoten entweder abgetrennt oder aber wieder in ihre ursprüngliche Position im Analkanal gebracht. Welche Methode angewandt werden kann, muss jedoch mit den behandelnden Proktologen abgestimmt und individuell entschieden werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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