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Lippenherpes: Ursachen und Behandlung von Herpes labialis

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Lippenherpes  

Herpes labialis: Ursachen, Symptome und Behandlung

09.10.2017, 11:24 Uhr | msh

Lippenherpes: Ursachen und Behandlung von Herpes labialis. Lippenherpes äußert sich oft durch unschöne Bläschen am Mund.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lippenherpes äußert sich oft durch unschöne Bläschen am Mund. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lippenherpes (Herpes labialis) wird durch das Herpes-Simplex-Virus ausgelöst und macht sich durch juckende oder brennende Bläschen im Bereich der Lippen bemerkbar. Rund 90 Prozent der Bevölkerung tragen das Virus in sich. Wir informieren über Ursachen, Symptome und Behandlung der Infektion und sagen Ihnen, welche Medikamente und Hausmittel am besten gegen Herpes wirken.

Ursachen: Wie entsteht Herpes?

Wer das Herpes-Virus einmal im Körper trägt, wird es nicht mehr los.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Wer das Herpes-Virus einmal im Körper trägt, wird es nicht mehr los. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der auslösende Erreger für Herpes ist das Herpes-Simplex-Virus (HSV), das in acht verschiedenen Arten auftritt. Für Infektionen im Gesicht, wie Lippen- oder auch Augenherpes, ist meist der Virus-Typ 1 verantwortlich, während der HSV-2 überwiegend Genitalherpes auslöst. Fast 90 Prozent der Menschen tragen den Virus in sich. Die Übertragung erfolgt durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion und findet oft schon im Kindesalter statt. In den meisten Fällen gelangen die Viren durch direkten Kontakt mit infiziertem Speichel in den Körper, etwa beim Küssen, aber auch über die Atemluft beim Husten oder Niesen. Das Herpes-Virus wandert dann über Nervenbahnen bis zu einem Nervenknoten im Gehirn, der direkt oberhalb des Ohres liegt – der so genannte Trigeminus-Nerv.

Die Erstinfektion erfolgt in der Regel unbemerkt. Der Virus kann jedoch jederzeit aktiv werden – was bei etwa einem Drittel der Betroffenen der Fall ist. Ob und wann es zu einem Ausbruch kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Meist spielt ein schwaches Immunsystem dabei die entscheidende Rolle. Auslöser für Herpes sind daher vor allem:

Viele Patienten berichten zudem, dass sich bei ihnen Herpes durch Ekel bildet. Wird das Herpes-Simplex-Virus aktiv, wandert es über die Nervenbahnen zum Ursprung der Primärinfektion. Ist die Lippe betroffen, spricht man von Herpes labialis. In Folge der raschen Vermehrung der Viren bilden sich die hoch ansteckenden Bläschen, die jucken und brennen. Diese werden in der Regel erst zwei bis drei Tage, nachdem die Viren den Rückmarsch angetreten haben, sichtbar.

Symptome: Wie äußert sich Lippenherpes?

Wird das Virus aktiv, zeigen sich meist folgende Beschwerden:

  • Kribbeln, Jucken und Spannen im Bereich der Lippen
  • Rötungen der Haut
  • Bildung schmerzhafter Bläschen im Bereich der Lippen, Nasen oder Augen
  • Krustenbildung in Folge von geplatzten Bläschen

Viele Patienten haben bei einem Befall der Lippen zudem Probleme beim Essen, Trinken und Zähneputzen. Kommt es hierbei zu kleinen Verletzungen der betroffenen Stelle, kann das die Heilung verzögern. 

Therapie: Was hilft gegen Herpes am Mund?

Lippenherpes kann mit speziellen Cremes behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Lippenherpes kann mit speziellen Cremes behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zum Arzt gehen muss man bei Herpes am Mund in der Regel nicht. In der Apotheke werden Salben und Cremes mit antiviralen Wirkstoffen angeboten, darunter Aciclovir oder Penciclovir. Sie unterstützen das Abheilen der Bläschen. Nahezu unsichtbar sind durchsichtige Pflaster, die auf die Bläschen geklebt werden. Sie enthalten meist schmerzlindernde Wirkstoffe, beispielsweise Hydrokolloid-075. Der Vorteil der Pflaster: Da die Bläschen abgedeckt sind, verringert sich auch das Ansteckungsrisiko.

Daneben gibt es bewährte Hausmittel, die begleitend zu medizinischen Präparaten angewendet werden können:

  • Zinksalbe: Zink trocknet die Bläschen aus und beschleunigt die Wundheilung. 
  • Honig: Honig tötet Viren und Bakterien ab und reduziert deren Verbreitung. Besonders wirkungsvoll soll Manuka-Honig sein. 
  • Teebaumöl: Teebaumöl wirkt antibakteriell und desinfizierend. 
  • Melissenextrakt: Als Tropfen oder in Lippenherpescremes tötet Zitronenmelisse Viren ab und reduziert Rötungen und Schwellungen. 
  • Knoblauch: Die weiße Knolle wirkt antiseptisch, sollte jedoch nur im frühen Stadium angewendet werden, wenn noch keine Bläschen zu sehen sind.
  • Kokosöl: Die enthaltene Laurinsäure tötet Viren ab. Zusätzlich beruhigt Kokosöl die Haut und beschleunigt die Heilung.

Am besten wirken die genannten Medikamente und Hausmittel, wenn sie ab dem ersten Kribbeln regelmäßig, am besten im Zwei-Stunden-Rhythmus, mithilfe eines Wattestäbchens auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Auf keinen Fall sollte man die Bläschen aufstechen oder ausdrücken, denn dabei wird die Flüssigkeit, die unzählige Herpesviren enthält, freigesetzt. Herpes ist bereits ab dem ersten Spannungsgefühl hochansteckend. Durch den Kontakt mit den Händen wird die Ausbreitung zusätzlich gefördert. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen hilft ebenfalls, einer Ausbreitung der Viren vorzubeugen. 

Unbehandelt klingen die Bläschen meist nach sieben bis zehn Tagen ohne Narbenbildung von selbst ab. Bessert sich die Infektion jedoch nach fünf Tagen nicht oder taucht sie mehr als sechsmal im Jahr auf, ist ein Arztbesuch nötig. Dies ist auch ratsam, wenn sich die Bläschen großflächig im Gesicht ausbreiten, starke Scherzen verursachen oder die Patienten an Diabetes und Krebs leiden. Bei starkem Befall können Kortisonpräparate zum Einsatz kommen oder Wirkstoffe wie Aciclovir werden in Form von Tabletten eingenommen.

Vorbeugung: Stärken Sie Ihr Immunsystem

Die Viren komplett aus dem Körper verbannen kann keines der genannten Mittel, denn der Körper kann die Viren nicht vollständig zerstören. Bevor das Immunsystem die Infektion unter Kontrolle gebracht hat, ziehen sich die Erreger in die Nervenzellen zurück und können jederzeit wieder zu einem erneuten Ausbruch führen. Die meisten bekommen in ihrem Leben zwei- bis dreimal Herpes am Mund. Bei manchen treten die Bläschen auch zwei- bis dreimal im Jahr auf. Im Extremfall kann es auch jeden Monat zu einem Ausbruch kommen. Wiederum andere sind mit dem Virus infiziert, leiden dennoch nie unter Herpes.

Um das Risiko für einen Herpes-Ausbruch zu senken, ist es sinnvoll das Immunsystem zu stärken – zum Beispiel durch eine gesunde Ernährung, viel Bewegung oder Saunagänge. Um vorzubeugen ist es ebenfalls hilfreich, auf einen hohen UV-Schutz zu achten, Stress zu vermeiden und ausreichend zu schlafen.

Ist es bereits zu einem Ausbruch gekommen, ist es wichtig, dass Sie eine Verschleppung von Lippenherpes durch die Einhaltung einiger simpler Hygieneregeln vermeiden:

  • Waschen und desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände!
  • Berühren Sie die Lippen nicht mit den Fingern, um eine Übertragung auf andere Bereiche, wie die Augen, zu vermeiden. 
  • Verzichten Sie während der Infektion auf Küssen und Oralsex bei Lippenherpes sowie Geschlechtsverkehr bei Genitalherpes.
  • Achten Sie darauf, dass niemand anderes Ihre benutzten Handtücher, Gläser oder Kosmetikprodukte, wie Lippenstifte und Lippenbalsam, verwendet. 
  • Nach der Abheilung sollten Handtücher und Bettwäsche gewaschen und Zahnbürste und Kosmetikprodukte ausgetauscht werden. 
  • Besondere Vorsicht ist im Umgang mit Babys und Kleinkindern geboten, da ihr Immunsystem noch sehr schwach ist. Vermeiden Sie Hautkontakt und benutzen Sie zur Sicherheit einen Mundschutz. 
  • Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie Ihre Hände vor dem Einsetzen gründlich waschen und desinfizieren, um eine Verschleppung in die Augen zu vermeiden. 

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