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Glutenunverträglichkeit: Symptome, Diagnostik, Behandlung

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Glutenunverträglichkeit  

Symptome, Diagnose und Behandlung

01.06.2016, 12:38 Uhr | uc (CF)

Glutenunverträglichkeit: Symptome, Diagnostik, Behandlung. Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann sich durch Bauchschmerzen und Abgeschlagenheit äußern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann sich durch Bauchschmerzen und Abgeschlagenheit äußern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Mischung aus Allergie und Autoimmunkrankheit, auch als Zöliakie bekannt, wird durch den Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln hervorgerufen. Lesen Sie mehr über die Symptome sowie über Diagnosewege.

Klassische Zöliakie: Typische und atypische Symptome

Bei Menschen mit einer klassischen Zöliakie, auch bekannt als symptomatische Zöliakie, bilden sich die Dünndarmzotten zurück. Die Aufnahme von Nährstoffen wird schwieriger für den Körper – die Folgen sind diverse Mangelerscheinungen. Laut dem Portal "Internisten im Netz" verbessert sich der Zustand von Patienten, sobald sie ihre Ernährung auf glutenfreie Kost umgestellt haben. Die klassische Zöliakie kann dabei mit zwei Arten von Symptomen einhergehen: In den meisten Fällen betreffen sie den Verdauungsapparat. Möglich sind unter anderem:

  • Veränderung des Stuhls
  • Neigung zu (fettigem) Durchfall
  • Blähungen mit Winden 
  • allgemeine Bauchschmerzen

Als atypische Symptome einer klassischen Glutenunverträglichkeit gelten jene Anzeichen, die nicht unmittelbar mit dem Darm im Zusammenhang stehen. Laut "NetDoktor" kommt es bei gut 40 Prozent aller Menschen mit Zöliakie zu keinerlei Darmproblemen. Zumeist hängen die atypischen Symptome stattdessen mit dem Nährstoffmangel zusammen, der aus der Glutenunverträglichkeit resultiert. Ärzte sprechen von einer Malabsorption: Wichtige Stoffe können infolge der Veränderungen des Darms nicht vom Körper ins Blut aufgenommen werden. Atypische Symptome können demnach sein:

  • Muskel-, Knochen- und Gelenkbeschwerden
  • Nieren- und Lebererkrankungen
  • Entzündungen der Haut
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen.

Ein Krankheitsverlauf komplett ohne Symptome ist laut dem Gesundheitsportal "NetDoktor" jedoch auch möglich - dann handelt es sich um eine subklinische Zöliakie, bei der trotz Gluten-Antikörper keine Beschwerden auftreten.

Glutenunverträglichkeit beim Kind: Symptome

Zöliakie-Symptome zeigen sich bei Kindern zumeist, nachdem sie das erste Mal glutenhaltige Lebensmittel zu sich genommen haben – oftmals handelt es sich hier um Breie mit Getreideanteil. Die Symptome unterscheiden sich dabei nicht stark von denen einer Erwachsenenzöliakie. Möglich sind:

  • Verdauungsstörungen wie Durchfall und Blähungen 
  • Bauchschmerzen 
  • Verstopfung
  • Appetitlosigkeit
  • Keine Gewichtszunahme 
  • Apathisches Verhalten

Wenn die Kinder älter werden, kommt es immer öfter auch zu Symptomen, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem Magen-Darm-Trakt stehen. Pubertät und Wachstum können sich verzögern, dazu sind Eisenmangel, Beschwerden mit dem Zahnschmelz und hohe Leberwerte möglich. Laut Angaben der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) verzögert sich durch die unspezifischen Beschwerden nicht selten die Diagnose: Bei rund 33 Prozent der von Zöliakie betroffenen Kinder dauert es demnach ein halbes Jahr oder länger, bis Ärzte die Glutenunverträglichkeit feststellen. Bleibt die Erkrankung bei Kindern längerfristig unerkannt, sind laut der "Apotheken Umschau" schwerwiegende Komplikationen wie Kleinwuchs oder Unfruchtbarkeit nicht auszuschließen.

Glutenunverträglichkeit testen: Untersuchung und Diagnose

Die Diagnose einer Glutenunverträglichkeit sollte laut der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft unbedingt im Labor stattfinden. Zwar können Sie sich bei Verdacht auch selbst auf Glutenunverträglichkeit testen, derartige Schnelltests sind der DZG zufolge aber nicht immer sicher. Gleiches gelte für den Stuhltest, bei dem der Stuhl auf  bestimmte Antikörper geprüft wird.

Als verlässlich gilt demnach die Kombination aus Antikörpertest und einer anschließenden Dünndarmbiopsie zur Absicherung. Bei Letzterer schiebt der Arzt eine Sonde, die über eine Kamera verfügt und an einem dünnen Schlauch befestigt ist, durch den Mund bis in den Dünndarm. Unter anderem entnimmt der Mediziner Gewebeproben, die anschließend untersucht werden. Die gesamte Prozedur dauert laut der DZG nicht länger als 15 Minuten. Kindern wird die Biopsie ebenfalls empfohlen – Eltern sollten allerdings im Vorfeld ein beratendes Gespräch mit einem spezialisierten Kinderarzt suchen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Zöliaki

Wird im Zuge einer solchen Untersuchung eine Glutenunverträglichkeit festgestellt, gilt laut DZG einzig eine glutenfreie Diät als anerkannte Therapiemethode. Eine solche Diät erfordert oftmals eine drastische Umstellung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten. Da Gluten in verschiedenen Weizensorten sowie Gerste und Roggen als Klebereiweiß enthalten ist, sollte laut "Apotheken Umschau" auf folgende Lebensmittel verzichtet werden:

  • Brot
  • Nudeln
  • Bier und Malzbier
  • gefüllte Schokolade und Kuchen
  • Müsli

Werden die genannten Lebensmittel als glutenfreie Variante angeboten, können Sie in der Regel aber verspeist werden. Viele Lebensmittel enthalten auch gar kein Gluten. Problemlos genießbar sind etwa:

  • Obst und Gemüse
  • Kartoffeln
  • Reis, Hirse, Buchweizen und Soja
  • Butter
  • Nüsse

(Quelle: Apotheken Umschau)

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