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Verstopfung: Die beste Zeit für den Gang auf die Toilette

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Der Darm mag Routine  

Morgens ist der beste Zeitpunkt für den Gang auf die Toilette

13.07.2017, 16:36 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, dpa/tmn

Verstopfung: Die beste Zeit für den Gang auf die Toilette. Wer unter Verstopfung leidet, sollte sich auf der Toilette Zeit lassen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer unter Verstopfung leidet, sollte sich auf der Toilette Zeit lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einfach auf die Toilette gehen und das große Geschäft erledigen? Für viele Menschen ist das ein Problem, wenn sie unter Verstopfung leiden. Helfen kann es, auf den natürlichen Rhythmus des Darms zu hören. Denn es gibt eine Tageszeit, in der der Darm besonders aktiv ist.

Der Erfolg des Toilettengangs sei unter anderem von dem richtigen Zeitpunkt abhängig, sagt Dr. Kenneth L. Koch, Direktor der Abteilung für Gastroenterologie der "Wake Forest School of Medicine" in Winston-Salem. Die Untersuchungen des amerikanischen Forschers und Gastroenterologen haben gezeigt: Die beste Zeit für das große Geschäft ist am Morgen.

Darm morgens besonders aktiv

Dann nämlich habe die Verdauung nicht nur alles verarbeitet, was am Tag zuvor gegessen wurde. Der Darm sei zudem besonders aktiv, weil er genau diese Reste loswerden wolle. Aufgrund dieser Tatsache falle das Entleeren am Morgen besonders leicht. Davon profitieren vor allem Menschen, die immer wieder mit Verstopfung zu kämpfen haben.

Um die Darmtätigkeit zusätzlich zu unterstützen, kann man nach dem Aufstehen ein großes Glas warmes Wasser trinken. Auch eine Tasse Kaffee bringt den Darm in Schwung, denn das enthaltene Koffein wirkt stimulierend auf Stoffwechsel und Verdauung. Warmer Fenchel- oder Kamillentee hat ebenfalls eine positive Wirkung auf den Darm und beugt Blähungen vor.

Der Darm mag Routine

Koch zufolge unterstützt auch eine gewisse Routine das große Geschäft. Denn der Darm "lerne" und gewöhne sich schnell an einen gewissen Rhythmus. Wer morgens also keine Zeit hat und lieber später auf Toilette geht, kann seinen Darm auf diese Tageszeit trainieren. Dann sollte man dem Druck allerdings auch nachgeben, sonst drohen Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen.

Wichtig ist auch, dass man sich genügend Zeit für das stille Örtchen nimmt. Darmexperten weisen darauf hin, dass es bis zu zehn Minuten dauert, bis die natürliche Darmbewegung einsetzt und der Entleerungsvorgang startet. Das schnelle Rennen auf die Toilette mit Pressen und Drücken ist für den Darm purer Stress – und meist tut sich nichts. Daher gilt: Entspannen und warten, bis die natürliche Darmmotorik einsetzt.

"Thinker Position": Auf dem Klo nach vorne beugen

Statt zu pressen kann der Stuhlgang mit viel sanfteren Methoden gefördert werden. Eine Möglichkeit ist es, die sogenannte "Thinker-Position", also Denker-Position einzunehmen. In ihrer Forschungsarbeit "Influence of body posture on defecation: a prospective Study of 'The Thinker' position" konnten die beiden Studienautoren Shigetsugu Takano und Dana Sands zeigen, dass es die Stuhlentleerung deutlich erleichtern kann, wenn man den Oberkörper dabei nach vorne neigt, die Ellenbogen in Nähe der Knie auf die Oberschenkel stützt und den Kopf in die Hand legt. Veröffentlicht wurde die Studie im Fachmagazin "Techniques in Coloproctology".

Bauchmassage und tiefes Atmen regen die Verdauung an

Eine sanfte Bauchmassage kann ebenfalls guttun, denn sie hilft, den Darm zu aktivieren. Ärzten zufolge werden durch die Massage der Bauchdecke Nervenverbindungen im Darm stimuliert – was die natürliche Darmbewegung anregt. Unterstützend kann man auch tief in den Bauch atmen. Dabei erhöht sich der Druck auf den Darm, weil die Organe etwas nach unten rutschen. Viele Patienten berichten von einem positiven Effekt dieser natürlichen inneren Massage.

Um Verstopfung vorzubeugen, ist es zudem ratsam, ausreichend Ballaststoffe zu essen. Diese halten den Stuhl weich und voluminös. Der Transport im Darm wird so unterstützt. Ballaststoffe können in Form von Obst und Gemüse, aber auch über Vollkornprodukte aufgenommen werden.

Öfter mal zu Joghurt greifen

Leinsamen, Weizenkleie und Flohsamen halten den Darm ebenfalls auf Trab. Wichtig ist, dabei auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, damit die Faserstoffe ausreichend aufquellen können. Eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich braucht der Darm, um beweglich zu bleiben.

Milchsäurebakterien, wie sie etwa in Joghurt, Quark und Buttermilch zu finden sind, fördern die Beweglichkeit des Darms ebenfalls und sorgen für eine harmonische Bakterienbesiedelung: Sie regen die Vermehrung von erwünschten Lakto- und Bifidobakterien an.

Müsli zum Frühstück ist der perfekte Darmstarter

Wer zum Frühstück eine kleine Schale Quark oder Joghurt mit Müsli, einem Esslöffel Leinsamen und frischem Obst isst, hat einen gesunden Darmstarter. Dazu ein großes Glas Wasser – und der Verdauungsapparat wird angekurbelt. Zwischendurch geben kleine Rohkost-Snacks und Bewegung dem Darm die nötige Unterstützung.

Was tun bei Verstopfung?

Und wenn doch mal gar nichts mehr geht? Dann sind Abführmittel kleine Retter in der Not. Experten zufolge sind die heutigen Präparate meist gut verträglich und machen nicht abhängig. Eine dauerhafte Lösung sind sie allerdings nicht. Kommt es immer wieder zu Problemen beim Stuhlgang, sollte man einen Arzt zu Rate ziehen.

Verstopfung kann Nebenwirkung eines Medikaments sein

Mit zunehmendem Alter wird der Darm häufig träger – deswegen haben viele ältere Menschen ab und an Verstopfung. Kommt das sehr oft vor oder bleiben die Beschwerden lange, kann es aber auch an einem Medikament liegen, erklärt die Zeitschrift "Senioren". Opiate beispielsweise werden deshalb häufig mit Abführmitteln kombiniert. Rufen Antidepressiva oder Blutdrucksenker die Verstopfung hervor, sollten Patienten mit ihrem Arzt sprechen und eventuell auf ein anderes Präparat umsteigen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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