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Wieso Schlafstörungen das Schlaganfall-Risiko erhöhen

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Neue Studie  

Schlafstörungen erhöhen Risiko für Schlaganfall

04.08.2016, 11:29 Uhr | dpa

Wieso Schlafstörungen das Schlaganfall-Risiko erhöhen. Wer unter Schlafstörungen leidet, hat einer neuen Studie zufolge oft auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.  (Quelle: dpa)

Wer unter Schlafstörungen leidet, hat einer neuen Studie zufolge oft auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. (Quelle: dpa)

Schlafstörungen und Schlaganfälle stehen nach Untersuchungen von Neurologen in einem engen Zusammenhang. Forscher sehen deshalb die Notwendigkeit, Schlafstörungen besser auf den Grund zu gehen - und sie geben Hinweise für besseren Schlaf.

Neurologen sehen wachsende Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Schlaganfall. "Wir wissen seit ein paar Jahren, dass Schlafstörungen ein Risikofaktor für Schlaganfälle sind", sagt der Neurologe Professor Dirk Hermann von der Universitätsklinik Essen. Zusammen mit einem Schweizer Kollegen hat Hermann nun eine Übersichtsstudie im Fachjournal "Neurology" veröffentlicht. Diese zeigt deutlich, dass Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, zu viel Schlaf und Atemaussetzer das Schlaganfallrisiko erhöhen. Auch die Erholung nach Schlaganfällen werde behindert. 

Zu wenige Schlaganfall-Patienten getestet

"Obwohl Schlafstörungen nach einem Schlaganfall häufig vorkommen, werden nur sehr wenige Schlaganfall-Patienten auf diese getestet", sagte Hermann. "Die Ergebnisse unserer Übersichtsstudie zeigen, dass sich dies ändern sollte." So könne bei Schlafstörungen eher ein weiterer Schlaganfall folgen. Nach Schlaganfällen brauche das Gehirn zudem ausreichend Schlaf, um Nervenzellkontakte neu auszubilden. Die Neurologen fordern vor allem, Schlafstörungen zu ergründen und zu behandeln. Das werde bisher zu wenig gemacht. 

Schlafaussetzer vermeiden

Um Schlafaussetzer zu vermeiden, raten die Forscher zu speziellen Atemmasken, die einen Kollaps der Atemwege verhindern. Dadurch würden Atemaussetzer vermieden. Medikamentös könnten bei Schlafstörungen niedrigdosierte Antidepressiva helfen. Hier seien aber Fachärzte gefragt. Zu viele Tabletten seien insgesamt schädlich. Eine unkontrollierte Einnahme von Schlafmitteln könne abhängig machen, warnt Hermann. 

Ausgleich durch Mittagsschlaf nicht ratsam

Nützlich für gesunden Schlaf sind auch der Verzicht am Abend auf Koffein, Alkohol, schweres Essen und exzessiven Sport. Schlafprobleme in der Nacht sollten auch nicht durch einen Mittagsschlaf ausgeglichen werden. Lesen sollte im Bett auch nur, wer leicht einschläft.

Schlafprobleme sind auch bei Schlaganfallpatienten weit verbreitet. Der Leiter des Schlafzentrums in der Hephata-Klinik in Schwalmstadt-Treysa, Prof. Geert Mayer, schreibt im Fachblatt "Der Nervenarzt", dass schlafbezogene Atmungsstörungen häufig unerkannt Schlaganfällen vorausgehen. "Sie können einer von mehreren Risikofaktoren für den Schlaganfall sein oder erst während des akuten Schlaganfalls auftreten."

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