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Hepatitis-C-Virus: Überblick über die Viruserkrankung

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Hepatitis-C-Virus  

Der stille Feind in der Leber

24.10.2016, 10:51 Uhr | CM

Hepatitis-C-Virus: Überblick über die Viruserkrankung. Mit einem einfachen Bluttest lässt sich Hepatitis-C nachweisen. (Quelle: imago/Fotoarena)

Mit einem einfachen Bluttest lässt sich Hepatitis-C nachweisen. (Quelle: Fotoarena/imago)

Das Hepatitis-C-Virus ist besonders tückisch: Es bleibt oft über Jahre unbemerkt und zählt zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Dabei sind die Heilungschancen dank neuer Therapien heute besser denn je.

5 verschiedene Hepatitis-Erreger

Entzündungen der Leber, wissenschaftlich allgemein als „Hepatitis“ bezeichnet, gehören zu den größten Gesundheitsrisiken der Weltbevölkerung. Bekannt sind derzeit fünf Erreger: A, B, C, D und E. Als gefährlichster Typus gilt der B-Virus, dem jährlich rund 780.000 Menschen zum Opfer fallen, teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Weltweit sind 240 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B Virus infiziert, so das Internetportal "Netdoktor". 

Fast genauso gefährlich ist das Hepatitis-C-Virus (HCV). "Infektionen mit dem Hepatitis C-Virus verlaufen in den meisten Fällen chronisch und zählen zu den wichtigsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberkrebs. Daher zählt Hepatitis-C zu den wichtigen Public-Health-Themen", warnt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

150 Millionen Menschen mit Hepatitis-C infiziert

Nachgewiesen wurde der Erreger erst 1988 und ist seit dem als Hepatitis-C-Virus bekannt. Davor wurde die Krankheit Hepatitis-Non-A-Non-B genannt. Jährlich infizieren sich drei bis vier Millionen Menschen weltweit neu mit dem Erreger und insgesamt  leiden knapp 150 Millionen an einer chronischen Heptatitis-C-Infektion, so das Gesundheitsportal „Netdoktor“.

Hepatitis-C ist ein RNA-Virus und gehört zur Familie der Flaviviren. RNA steht für Ribonukleinsäure und ist Träger des Erbmaterials, aus dem der Virus besteht. Der Virus weist mit sechs Genotypen und 30 Serotypen weitere Unterformen auf.

In Deutschland ist der Genotyp 1 mit rund 80 Prozent die häufigste Virusart. Wie das Portal „Gib Aids keine Chance“ schreibt, sind in Deutschland 400.000 bis 500.000 Millionen an Hepatitis-C erkrankt. Die Zahl der Erstinfektionen liegt jährlich bei rund 5.500.

Symptome bei Hepatitis-C

Bei einer Erkrankung mit HCV wird zwischen einer akuten und chronischen Hepatitis unterschieden. Letztere liegt dann vor, wenn die Infektion länger als sechs Monate dauert. In 75 Prozent aller Fälle verläuft die Infektion ohne Beschwerden oder nur mit unspezifischen Symptomen wie bei einer Grippe. Dadurch wird eine Erkrankung mit dem Virus oftmals übersehen, was die Krankheit gleichzeitig so tückisch macht.

Wenn sich bei einer akuten Hepatitis-C Symptome zeigen, können das in der ersten Phase Übelkeit, Druckschmerzen im rechten Oberbauch und Appetitlosigkeit sein. Oftmals klagen Betroffene über Abgeschlagenheit, leichtes Fieber und Gelenkschmerzen.

In der zweiten Phase treten zumeist Symptome einer erkrankten Leber auf. Zum einen ist das Gelbsucht, wo sich das Weiße und die Schleimhäute der Augen gelb färben. Zum anderen entfärbt sich der Stuhl und der Urin wird dunkel. In seltenen Fällen treten Gelenkschmerzen auf.

Chronische Hepatitis-C bleibt oft unentdeckt 

Ist die Hepatitis-C Erkrankung dagegen chronisch, bleibt sie oftmals jahrelang unentdeckt. Die Krankheit verläuft schleichend. Symptome bei einer chronischen Hepatitis-C sind hauptsächlich Müdigkeit, unspezifische Oberbauchschmerzen und geringere Leistungsfähigkeit. In seltenen Fällen treten Juckreiz und Gelenkschmerzen auf.

Mit 35 Prozent ist das Risiko sehr groß, dass sich aus der chronischen Erkrankung eine Leberzirrhose entwickelt. In zwei bis fünf Prozent der Fälle wird aus der Zirrhose sogar Leberkrebs. Wie das Portal „Netdoktor“ schreibt, dauert es knapp 20 Jahre von der Ansteckung mit HCV bis hin zur Entwicklung einer Leberzirrhose.

Ursachen und Diagnose

Eine Infektion mit HCV ist auf mehreren Wegen möglich. Hauptsächlich erfolgt die Übertragung durch Blut. Zu den sogenannten Risikogruppen zählen Drogenabhängige und medizinisches Personal. Mit rund 90 Prozent tritt Hepatitis-C bei Personen auf, die sich Drogen spritzen. Eine Ansteckung erfolgt meistens durch das gemeinsame Benutzen von Spritzen und Kanülen.

Eine extrem geringe Gefahr gibt es bei Bluttransfusionen und Dialyse. Bei Transfusionen liegt das Risiko bei eins zu einer Million. Ein geringes Risiko liegt ebenfalls beim Geschlechtsverkehr vor. Gefährlicher ist es bei Tätowierungen und Piercings. Hier besteh die Gefahr eine Übertragung durch verunreinigtes Besteck.

Diagnose per Bluttest

Wie bei einem HIV-Test wird mittels einer Blutuntersuchung nach Antikörpern gegen Hepatitis-C-Viren gesucht. Sechs bis acht Wochen nach der Infektion lassen sich Antikörper nachweisen. Eine weitere Möglichkeit ist die Messung der HCV-RNA-Menge, bei der nach der Erbsubstanz des Virus gesucht wird. Dieser Test ermittelt auch den Genotyp, was ausschlaggebend für die Planung und Überwachung bei einer medikamentösen Therapie ist.

Über eine Blutprobe können die Leberwerte untersucht werden. Bei einer chronischen Hepatitis-C wird zu Beginn der Therapie  und in regelmäßigen Abständen eine Leberprobe entnommen, um die Schädigung beziehungsweise Fortschritte in der Behandlung zu kontrollieren.

Therapie von HCV

Bei der akuten Erkrankung mit HCV erfolgt die Standardtherapie mit Interferon wie beispielsweise pegyliertem Interferon. Das antivirale Mittel wird einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt. Die Therapie dauert mehr als 24 Wochen. Das Mittel schützt vor einer chronischen Erkrankung und minimiert das Risiko von Leberzirrhose und Leberkrebs.

Bei einer chronischen Erkrankung wird das Interferon mit Ribaviren kombiniert. Bei dieser Standardtherapie wird verhindert, dass sich die Viren im Körper weiter ausbreiten. Der Erfolg dieser Behandlung ist aber abhängig vom Schweregrad der Krankheit.

In den vergangen Jahren kamen weitere vielversprechende Medikamente auf dem Markt. Diese sind aber deutlich teurer als die Standardtherapie.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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