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Hepatitis C Therapie: Diese Behandlungen helfen gegen HCV

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Hepatitis-C: Therapien  

Neue Therapien schaffen wieder Lebensqualität

31.10.2016, 15:51 Uhr | t-online.de

Hepatitis C Therapie: Diese Behandlungen helfen gegen HCV. Bei der Therapie mit Interferon wird das Medikament unter die Haut gespritzt. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Bei der Therapie mit Interferon wird das Medikament unter die Haut gespritzt. (Quelle: ZUMA Press/imago)

Die gute Nachricht zuerst: Eine Hepatitis CInfektion ist heutzutage nahezu heilbar. Im Bereich der Hepatitis-C-Therapien wurden gerade in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt. Hier finden Sie einen Überblick zu den gängigen Therapiemöglichkeiten.

Virostatika verhindern die Virusteilung

Seit Anfang 2014 wurden in der EU verschiedene neuartige Substanzen zugelassen. Es handelt sich dabei um so genannte „Virostatika“, die ausschließlich in Tablettenform verabreicht werden. Sie zielen darauf ab, die Leber-zerstörenden Viren bei ihrer Ausbreitung zu behindern. Da sie zu ihrer Vermehrung vor allem Enzyme wie RNA-Polymerase, Protease und das Enzym NS5A benötigen, werden ihnen diese Eiweißbausteine quasi „entzogen“. Anders gesagt: Das Virus kann seine Eiweiße nicht mehr bilden. Es kann sich also nicht mehr vermehren.

Die Medikamente werden daher als RNA-Polymerase und Proteasehemmer sowie NS5A-Hemmer bezeichnet. So fallen Produkte wie Sofosbuvir (Handelsname Sovaldi) und Dasabuvir in die Kategorie der Polymerasehemmer. Zu den Proteasehemmern hingegen zählt zum Beispiel der Wirkstoff  Grazoprevir. Dritte Arzneigruppe sind die NS5A-Hemmer, darunter Daclatasvir, oder Ombitasvir.

Etwa 90-prozentige Heilungschancen

Größter Vorteil der neuen Wirkstoffe: sie ermöglichen maßgeschneiderte, vergleichsweise  schonende Therapien. Die Tabletten kommen in unterschiedlichen Kombinationen aus zwei oder mehreren Wirkstoffen zum Einsatz und können auf den jeweiligen Hepatitis-C-Genotyp sowie auf die Schwere der Erkrankung abgestimmt werden.

Weiterer Vorteil: Die Therapie dauert nur noch drei bis sechs Monate – in der Vergangenheit waren es sechs bis 18 Monate – und weist Heilungsraten über 90 Prozent auf. Die Kosten werden in der Regel von den privaten wie gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ein Nachteil für die Kassen sind die immens hohen Therapiekosten, die nach derzeitigem Stand zwischen 45.000 bis 140.000 Euro betragen.

Die Interferon-Therapie ist Vergangenheit

Die Standardtherapie bei der Behandlung von Hepatitis-C, auch als "Interferon-Therapie" bekannt, hat ausgedient. Bis 2014 wurden die Patienten mit einer Kombinationstherapie aus Interferon und Ribavirin therapiert. Interferon wurde einmal wöchentlich  unter die Haut gespritzt, und teils Ribavirin als Tablette hinzugenommen. Bei Interferon handelt es sich um ein körpereigenes Eiweiß, das bei einer Infektion vermehrt vom Immunsystem abgegeben wird.

Die bis zu eineinhalb Jahren dauernde Therapie konnte außerdem erhebliche Nebenwirkungen auslösen – etwa das Immunsystem verändern. Häufig litten Patienten an Blutarmut, Depressionen, Haarausfall, Hautveränderungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder unter Schlafstörungen. Trotz der potenziellen Nebenwirkungen führte die Therapie nur zu 40 bis 70 prozentigen Heilung.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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