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Diabetes: Wichtiges Herzinfarkt-Symptom fehlt bei Diabetikern

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Herzstiftung warnt  

Wichtiges Herzinfarkt-Symptom fehlt bei Diabetikern

14.11.2016, 12:22 Uhr | Ann-Katrin Landzettel, t-online.de

Diabetes: Wichtiges Herzinfarkt-Symptom fehlt bei Diabetikern. Bei Diabetikern fehlen meist typische Herzinfarktsymptome.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Diabetikern fehlen meist typische Herzinfarktsymptome. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Herzinfarkt zeigt sich bei Männern und Frauen mit unterschiedlichen Symptomen. Bei Diabetikern kann es sogar sein, dass die typischen Schmerzsignale ausbleiben. Warum ist das so und worauf sollten Zuckerkranke achten?

Etwa sieben Millionen Deutsche sind zuckerkrank. Bei den Diabetikern, die einen Herzinfarkt erleiden, fehlen meist die infarkttypischen heftigen Brustschmerzen und damit das entscheidende Warnzeichen für ihre lebensbedrohliche Situation, warnt die Deutsche Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Herzwochen im November. Der Grund: Eine lang bestehende Überzuckerung führt zu Störungen im Nervensystem.

Herzinfarkttypische Symptome fehlen bei Diabetikern häufig

 "Vor allem langjährige Diabetiker haben häufig ein sehr schwaches Schmerzempfinden für typische Herzinfarkt-Warnsymptome wie Brustschmerzen, sodass für diese Patienten der Herzinfarkt oft das erste Symptom einer schon lange bestehenden Verkalkung der Herzkranzgefäße ist", erklärt Professor Diethelm Tschöpe vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

Herzinfarktrisiko bei Diabetikern erhöht

Werden Frühwarnsymptome sowie der Herzinfarkt selbst nicht erkannt, kann das lebensbedrohlich werden. Hinzu kommt: Laut den Herzexperten ist bei Diabetikern das Infarktrisiko im Vergleich zu Gesunden generell erhöht – bei Männern um das Zwei- bis Vierfache, bei Frauen um das Sechsfache – nach der Menopause sogar noch mehr. Doch dieser Gefahr sind sich viele Diabetiker nicht bewusst. Sie sorgen sich eher um bekannte Spätkomplikationen der Zuckerkrankheit, etwa Erblindung, Nierenversagen oder Neuropathien.

Hohe Blutzuckerwerte begünstigen Arteriosklerose

Ein hoher Blutzucker begünstigt allerdings auch eine Arteriosklerose. Nicht nur, weil die Erkrankung Entzündungsreaktionen der Arterien fördert, sondern auch, weil die Blutgerinnung an den geschädigten Gefäßen erhöht ist. Die im Blut befindlichen Blutplättchen verklumpen bei Diabetikern daher häufiger. Wenn das Blut süß sei, sei es auch klebrig, so Tschöpe.

Das Risiko für Ablagerungen steigt und mit ihm auch das Risiko für eine koronare Herzkrankheit, kurz KHK. Dabei "verkalken" die Herzkranzgefäße und verengen sich. Das Herzinfarktrisiko steigt. "Wenn bei Diabetes die koronare Herzkrankheit und bei koronarer Herzkrankheit der Diabetes frühzeitig festgestellt werden, können viele Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindert werden", betont Tschöpe.

Diabetes und Herzprobleme: eine gefährliche Kombination

Der Experte rät Herzpatienten mit KHK, Herzschwäche oder Vorhofflimmern bei ihrem Arzt in regelmäßigen Abständen auch ihren Blutzuckerwert (Nüchternblutzucker) messen zu lassen. Diabetes-Patienten hingegen sollten auf ihr Herz aufpassen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker, zu hohe Cholesterin- und Triglyceridwerte vermeiden. Übergewicht sollte vermieden und Warnsignale, etwa häufige Atemnot, ernst genommen werden.

"Diabetes und Herzprobleme sind eine gefährliche Kombination: Weil Diabetes- und KHK-Patienten häufig über Jahre hinweg nur von ihrer jeweils einen Erkrankung, aber nichts von der anderen wissen, sind sie stark infarktgefährdet – und das obwohl sie womöglich seit Jahren in fachärztlicher Behandlung sind", sagt Tschöpe.

 

Weitere Informationen finden Interessierte in dem neuen Herzstiftungs-Ratgeber „Herzprobleme bei Diabetes: Was tun?“, der zu den Herzwochen erscheint und bei der Deutschen Herzstiftung kostenfrei angefordert werden kann.

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