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Küchen-Apotheke: Die besten Helfer gegen Halsschmerzen

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Besser kein Pfefferminztee  

Küchen-Apotheke: Die besten Helfer gegen Halsschmerzen

16.11.2016, 08:15 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Küchen-Apotheke: Die besten Helfer gegen Halsschmerzen. Salbeitee wirkt gegen Bakterien und Viren.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Salbeitee wirkt gegen Bakterien und Viren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das nasskalte Wetter hinterlässt Spuren: Viele plagen sich mit Schnupfen, Husten und fiesen Halsschmerzen. Das Schlucken fällt schwer, der Hals brennt und fühlt sich unangenehm rau an. Abhilfe kann die Küchen-Apotheke schaffen. Eine Ernährungswissenschaftlerin verrät die besten Tipps gegen Halsschmerzen.

Das beste Hausmittel bei Erkältung ist Wärme. Sie tut dem Körper gut und unterstützt ihn im Kampf gegen die Erreger. "Die erste Maßnahme bei Halsschmerzen sollte immer ein Halstuch oder ein Schal sein“, empfiehlt Ökotrophologin Brigitte Neumann. "Ein entzündeter Hals möchte es am liebsten warm."

Gegen Halsschmerzen: Salbeitee wirkt leicht desinfizierend

Ist der Hals von außen gut verpackt, kann man an die Pflege von innen gehen. Warme Getränke tun bei Halsschmerzen besonders gut. Vor allem Salbeitee ist ein guter Helfer. "Salbei wirkt mit seinen ätherischen Ölen als natürliches Mittel gegen Bakterien und Viren und hat zusätzlich eine desinfizierende Wirkung", erklärt die Ernährungsexpertin. Von Pfefferminzöl hingegen rät sie ab. Denn dieser kann den Hals zusätzlich reizen und einen möglichen Hustenreiz verstärken. "Zudem wird der kühlende Effekt der Minze im rauen Hals von vielen als unangenehm empfunden."

Warme Milch: am besten mit Zimt und frischem Ingwer

Ebenfalls wohltuend für den Hals ist warme Milch mit Honig, Ingwer, Zimt und Kurkuma. "Honig enthält antibakterielle und antivirale Stoffe und legt sich wie Balsam über die gereizten Schleimhäute", betont Neumann. Die Gewürze Ingwer, Zimt und Kurkuma verstärken den wärmenden Effekt. Die leichte "Schwitzkur" des Getränks unterstützt den Körper bei der Abwehr der Erkältungserreger.

Am besten etwas Milch erwärmen, eine Messerspitze Zimt und Kurkuma hinzugeben sowie etwas frisch geriebenen Ingwer. Nach circa fünf Minuten absieben, einen Löffel Honig hinzugeben und in kleinen Schlucken trinken. Übrigens: "Dass Milch den Hals 'verschleimt' ist ein Mythos. Es gibt keine fundierten Nachweise für diese Behauptung", so die Ernährungsexpertin.

Öfter mal Honig löffeln

Honig wirkt nicht nur in Tee und Milch eingerührt, sondern auch pur. Über den Tag verteilt kann man immer wieder mal einen Löffel voll lutschen. Das lindert den Halsschmerz und beugt unangenehmen Hustenreiz vor. „Besonders wirkungsvoll ist kalt geschleuderter Imkerhonig in Bioqualität, da dieser die meisten Wirkstoffe enthält“, sagt Neumann.

Geheimtipp Salz: Gurgeln bekämpft Bakterien und Viren

Auch Salzgurgeln ist eine effektive Maßnahme gegen unerwünschte Erkältungsviren. Hierfür gibt man einen gestrichenen Teelöffel Salz in ein Glas warmes Wasser und gurgelt mit der Lösung drei bis vier Mal am Tag. "Das Salz desinfiziert und unterstützt die Befeuchtung der Schleimhäute im Hals", erklärt Neumann.

Halswickel: rundherum angenehme Wärme

Auch Halswickel können bei Halsschmerzen guttun. Sie können als Quark- oder Kartoffelwickel zubereitet werden. Quarkwickel eigenen sich laut der Ökotrophologin vor allem dann, wenn man das Bedürfnis nach kühlen Temperaturen hat. Für eine angenehme Wärme ist der Kartoffelwickel die bessere Wahl. "Manche empfinden kühle Umschläge als angenehm, andere möchten es lieber warm, das ist ganz unterschiedlich. Hören Sie am besten auf Ihr Gefühl", sagt Neumann.

Für die Zubereitung gibt man eine etwa daumendicke Schicht Quark oder zerstampfte, warme Kartoffeln auf ein Baumwolltuch. Dann wird das Tuch zu einem Schlauch zusammengefaltet, sodass die Masse im Inneren ist. Den Wickel und um den Hals legen. Eventuell zum Fixieren einen Schal um den Wickel binden.

Zwiebel-Sirup bekämpft den Hustenreiz

Auch die Zwiebel ist ein effektiver Helfer gegen Halsschmerzen. Sie enthält wertvolle ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindungen – darunter Allicin – sowie Essigsäure und senfölähnliche Glykoside. Diese wirken desinfizierend, entzündungshemmend und schleimlösend. Das macht die Zwiebel zur perfekten Waffe gegen Viren und Bakterien. Auch Vitamin C ist reichlich enthalten.

Als Sirup zubereitet, lindert die Zwiebel die Beschwerden schnell. Einfach in kleine Würfel schneiden, in ein Schraubglas füllen und mit drei bis vier Esslöffeln Zucker oder Honig bedecken. Die Mischung lässt man über Nacht ziehen und hat am nächsten Morgen den fertigen Zwiebel-Sirup im Glas. Auch wenn dieser weder gut schmeckt noch gut riecht: Er hilft! Dreimal täglich sollte man eine teelöffelgroße Dosis einnehmen.

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